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Hebräische Balladen: In der Handschrift von Else Lasker-Schüler
 
 
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Hebräische Balladen: In der Handschrift von Else Lasker-Schüler [Gebundene Ausgabe]

Else Lasker-Schüler , Else Lasker- Schüler , Norbert Oellers


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Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 13.03.2001
Angelika Overath geht in ihrer Rezension zunächst auf die Geschichte dieser Handschrift bzw. dieser Gedichte ein, deren Auswahl und Anordnung Else Lasker-Schüler mehrfach geändert hatte, bevor sie sie der Bankierstochter Lucie von Goldschmidt-Rothschild zur Verlobung schenkte. In dem "immer wieder geänderten Arrangement" der Gedichte sieht Overath eine Wiederspiegelung Lasker-Schülers Auseinandersetzung mit ihrer "individuell gelebten und dichterisch interpretierten jüdischen Existenz", beschäftigen sich doch diese Gedichte vor allem mit Themen des Alten Testaments. Auffallend findet die Rezensentin dabei, dass bei Lasker-Schüler hier viele Grenzen zerfließen: Die von Hierarchien, Epochen und sogar die Grenzen von Geschlechtern. So gebe es etwa männliche Liebespaare und überhaupt seien ihre "Helden (...) androgyn". Dass man diese Gedichte jetzt in Lasker-Schülers Handschrift lesen kann, findet Overath nicht nur sehr aufschlussreich, sondern sogar "in vieler Weise anrührend", zumal der Leser hier anhand der Schrift die Empfindungen der Dichterin beim Schreiben nachvollziehen könne.

© Perlentaucher Medien GmbH

Über den Autor

Else Lasker-Schüler, 11. 2. 1869 Elberfeld - 22. 1. 1945 Jerusalem. Die Tochter eines jüdischen Bankiers erhielt nach Schulabbruch Privatunterricht, heiratete 1894 den Arzt Dr. Berthold Lasker und zog nach Berlin. Hier entwickelte sich kurz vor der Jahrhundertwende eine enge Freundschaft mit P. Hille, mit dem sie zeitweise in der von den Brüdern Hart gegründeten Neuen Gemeinschaft zusammenlebte; 'Das Peter Hille-Buch', ihre erste Prosaarbeit, überhöhte die Beziehung ins Traumhaft-Mythische. Inzwischen von Lasker geschieden, heiratete sie 1903 H. Walden, den späteren Herausgeber der Zeitschrift 'Der Sturm' (Scheidung 1912). 1933 emigrierte sie in die Schweiz und reiste danach wiederholt nach Palästina. Hier wurde sie 1939 vom Ausbruch des Krieges überrascht, so dass sie nicht mehr in die Schweiz zurückkehren konnte.Norbert Oellers ist Professor em. für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Bonn und seit 1991 alleiniger Herausgeber der Schiller-Nationalausgabe.

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