Der Film soll ein Sequel zu Heavy Metal (1981) sein, was Erwartungen weckt. Diese werden aber - aus meiner Sicht - nur teilweise erfüllt.
Heavy Metal (1981) wirkte eher zusammengeschustert, lief ruckelig und teilweise war die Bildqualität miserabel - aber die Zeichnungen waren detailliert und gaben dem Film eine besondere Atmosphäre, man denke an die Zombies in der B-17, oder die Szene, als Tarnaa ihr Schwert und ihr knappes Outfit anlegt. Heavy Metal 2000 (oder f.a.k.k.2) kann da nicht mithalten. Die Grafik wirkt glatt und die Zeichnungen sind deutlich weniger anatomisch, sowohl die Gesichter, als auch die (selbstverständlich oft nackten) Körper betreffend. Oft erinnert der Zeichenstil mit den eckigen, flachen Gesichtern und den Mädels mit breiten Schultern wie Arnold eher an Nachmittagstrickfilme für Jugendliche, à la Transformers. Die Geschichte ist ok, auch wenn sie, auf 84 Minuten verteilt, etwas gestreckt ist.
Alles in allem kann man sich Heavy Metal 2000 ansehen, aber das alte Feeling des Vorgängers sollte man nicht erwarten. Um einen Eindruck von der Zeichenqualität zu bekommen, empfehle ich, sich ein paar Stills anzusehen, z.B. das der Rächerin Julie, das Amazon bei der Produktbeschreibung liefert. Besser wirds auch im Film nicht - sie sieht einfach nicht aus wie Tarnaa, die Verteidigerin.