Als ich den Namen Death SS das erste Mal las, assozierte ich eine rechtsradikale Band - und lag damit völlig falsch. Das SS steht hier für den Namen des Sängers, Steve Sylvester. Bereits Ende der 1970er Jahre gegründet, blickt Death SS auf eine über 30-jährige Bandgeschichte zurück.
War ich mit dem Tralala-Metal diverser italienischer Bands bereits Anfang der 90er Jahre gesättigt, hatte dieses Album bei mir also gleich zwei Schubladen zu überwinden - und ich kann kaum sagen, wie froh ich bin, hier trotz meiner Vorbehalte bzw. Vorurteile reingehört zu haben.
Das Album macht von vorne bis hinten Spaß und - das zeichnet wirklich gute Platten IMO aus - wächst bei jedem Hördurchgang. Nach dem vierten oder fünften Hören habe ich diese Scheibe ins Herz geschlossen. Teilweise echt schräg, aber nie nervig oder anstrengend, sondern immer wieder erfrischend und handwerklich gut gemacht. Außerdem ist es schon eine kleine Kunst, bei einer Spielzeit von über 70 Minuten keine Langeweile aufkommen zu lassen (trotz eines doppelten Titels). Echt das Geld wert.