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Heaven [VHS]
 
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Heaven [VHS]

Cate Blanchett , Giovanni Ribisi , Tom Tykwer    Freigegeben ab 12 Jahren   Videokassette
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Cate Blanchett, Giovanni Ribisi, Remo Girone
  • Regisseur(e): Tom Tykwer
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.85:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video
  • Erscheinungstermin: 29. August 2002
  • Spieldauer: 93 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00006AUDN
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.702 in VHS (Siehe Top 100 in VHS)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als bekannt wurde, dass Tom Tykwer Heaven, das letzte Drehbuch, das der 1996 verstorbene Krzysztof Kieslowski mit seinem langjährigen Partner Krzysztof Piesiewicz verfasst hat, verfilmen würde, war eine gewisse Skepsis durchaus gestattet. Es gab zwar einzelne Berührungspunkte zwischen den Werken des polnischen Filmemachers und denen des Regisseurs von Lola rennt, doch ob der ethische Rigorismus des einen und die Vorliebe des anderen für inszenatorische Effekte im Rahmen einer großen internationalen Koproduktion zusammengehen würden, daran konnte man zunächst einmal zweifeln. Aber Tom Tykwer ist es mit seiner sehr persönlichen Umsetzung des Drehbuchs gelungen, diese Zweifel von der ersten Minute an wegzuwischen. Mit Heaven hat er endlich den Film gedreht, auf den man nach Winterschläfer gehofft und gewartet hat.

Nachdem sie Jahre lang vergeblich versucht hat, die Behörden zu einem Vorgehen gegen den Turiner Geschäftsmann Vendice zu bewegen, der seine Firma als Fassade für groß angelegte Drogengeschäfte nutzt, hat Philippa (Cate Blanchett) beschlossen, selbst aktiv zu werden. Sie hat eine Bombe in seinem Büro deponiert und danach Vendices Sekretärin unter einem Vorwand aus dem Büro gelockt. Niemand außer dem Drogendealer sollte zu Schaden kommen. Doch ein Zufall rettet ihn und kostet vier Unschuldige, darunter zwei Kinder, das Leben. Die 29-jährige Englischlehrerin Philippa erfährt erst im Verhör nach ihrer Verhaftung, was tatsächlich geschehen ist, und erleidet einen Zusammenbruch.

Es ist dieser Moment der Erkenntnis, in dem Philippa regelrecht aus der Welt heraus in die Hölle stürzt, der Heaven alleine schon zu einem der wenigen herausragenden Filme unseres noch jungen Jahrzehnts macht. In diesem Augenblick, in dem ein Regisseur so viel so schnell verkehrt machen kann, stimmt einfach alles. Tom Tykwer hat für ihn genau das richtige Gleichgewicht zwischen Nähe und Distanz gefunden. Und Cate Blanchett geht in dieser Szene so in ihrer Rolle auf, wie man es ganz selten in einem Film sieht. Sie spielt Philippas alles andere auslöschende Verzweiflung nicht einfach, sie lebt sie in diesem Moment. Wir erahnen das Ausmaß ihres Schmerzes und wissen doch, dass wir ihn in seiner ganzen Furchtbarkeit nie werden ermessen können. Tom Tykwer stürzt uns in dieser Szene zusammen mit Philippa ins Nichts und bereitet damit den Boden für eine vielleicht unglaubliche, aber dafür umso wundervollere Wendung. Filippo (Giovanni Ribisi), einer der bei dem Verhör anwesenden Polizisten, glaubt der Attentäterin im Gegensatz zu den anderen ihre Geschichte und verliebt sich in sie. Seine Gefühle sind so stark und bedingungslos, dass er ihnen alles andere opfert.

Wie die besten Arbeiten Krzysztof Kieslowskis ist auch Heaven letztlich mehr als nur ein Film. Er zählt wie die großen religiösen Gemälde der Renaissance zu den wenigen Kunstwerken, bei deren Betrachten man eine existenzielle und schließlich transzendentale Erfahrung macht. Tom Tykwer hat sich selbst dabei so weit zurückgehalten, dass die wenigen Momente, in denen sich die Virtuosität seiner Inszenierung in den Vordergrund drängt, die Wirkung des Films noch verstärken. Er führt uns auf eine Reise, die uns die Welt als einen höllischen Ort präsentiert und uns dann doch noch in den Himmel führt. Wer sich auf diese Erfahrung einlässt, wird am Ende von einer seltenen Hoffnung und einem Gefühl unbeschreiblichen Glücks erfüllt sein. --Sascha Westphal

Video Jakob Kurzinhalt

VHS Special: Interview mit Cate Blanchett und Tom Tykwer Turin. Vier unschuldige Menschen fallen einem Attentat zum Opfer. Widerstandslos lässt sich die Englischlehrerin Philippa festnehmen. Sie leugnet nichts - und ist am Boden zerstört. Denn ihr Ziel war ein anderer, ein Drogendealer, der ihren Mann und viele ihrer Schüler auf dem Gewissen hat. Die Polizei beharrt auf einem politischen Motiv. Nur ein junger Polizist schenkt der Engländerin Glauben, denn insgeheim ist er fest davon überzeugt dass sie füreinander geschaffen sind. Er entwirft einen Plan, der ihr die Freiheit zurückgeben soll - egal ob es seine Karriere oder gar sein Leben kosten kann. Er ahnt, dass er keine Bedingungen stellen darf, um ihr seine Liebe zu beweisen...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unglaublich schönes, fast meditatives Filmereignis, 2. April 2003
Von 
Thomas Kerstens - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Heaven (DVD)
Ich weiß noch genau, wie ich mich fühlte als ich den Film im Kino gesehen habe und der Abspann lief. Sprachlos und tief berührt, so saß ich da. Hätte mich jemand in diesem Moment nach meiner Meinung zum Gesehenen gefragt; keine angemessenen Worte für die schlichten und überwältigend schönen Bilder des Films hätte ich finden können.
Im Film geht es um Philippa (Cate Blanchett), die nachdem sie wieder und wieder erfolglos die Polizei auf den Rauchgiftdealer aufmerksam gemacht hat, der auch für den Tod ihres Mannes verantwortlich war, das Gesetz in die eigene Hand nimmt. Sie versucht, den Gangsterboss durch eine Sprengladung zu töten doch dabei kommt es zu einem tragischen Unglück. Nicht das geplante Ziel, sondern Unschuldige verlieren ihr Leben. Die zweifelsohne beeindruckendste Szene des Films ist jene, als Philippa mit dieser Tatsache konfrontiert wird. Die fantastische Cate Blanchett spielt diese Szene so eindrucksvoll, so ergreifend, dass selbst der hartgesottenste Zuschauer ihre seelischen Qualen am eigenen Leib spüren kann. Es geht gar nicht anders, mit dieser Mörderin muss der Zuschauer Mitleid empfinden. Ebenso ergeht es dem Polizisten Filippo (Giovanni Ribisi), mehr noch, er verliebt sich in die schöne Attentäterin. Es gelingt ihm, sie dazu zu überreden, sich bei der Flucht helfen zu lassen. Doch eine Aufgabe muss noch erledigt werden.
Nachdem ich Winterschläfer, Lola rennt, Der Krieger und die Kaiserin und diesen Film gesehen habe, bin ich zu der Überzeugung gelangt, das gerade Tykwers größter Erfolg Lola rennt sein untypischster Film ist. Mit Heaven ist ihm ein ruhiger, fast poetischer Film gelungen, eine Ode an die Kraft der Liebe. Dabei rutscht er nie ins kitschige oder sentimentale ab. Kameramann Frank Griebe findet grandiose Bilder für die Geschichte, wobei mich besonders die tollen Luftaufnahmen der Stadt (Turin?) beeindruckt haben. Und natürlich die Aufnahmen in der Toskana während der Flucht der beiden - kein Werbefilm könnte besser sein. Kongenial ergänzt wird das ganze durch fast hypnotische Klänge, besonders die des finnischen Musikers Arvo Pärt, einem der erklärten Lieblingskomponisten Tom Tykwers. Wenn man den Film sieht und hört, weiß man warum: so passend und harmonisch haben Ton und Bild sich selten ergänzt. Auf DVD wird dieser Film mit seinem umfangreichen Bonusmaterial (vor allem der Kommentar von Tykwer ist hochinteressant) sich auch für jene lohnen, die den Film nicht im Kino gesehen haben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Nur die Liebe zählt, oder: Warum wir eine fünffache Mörderin sympathisch finden, 25. Mai 2009
Von 
Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REZENSENT)    (#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Heaven (DVD)
Die in Turin arbeitende Englischlehrerin Philippa hat es satt immer nur zuzusehen, wie mehr und mehr Kinder ihrer Schule mit Drogen in Kontakt kommen. Sie weiß wer dahinter steckt, denn dieser Pate hat bereits ihren Mann auf dem Gewissen. Nachdem sie sich oft genug mit ihrem Wissen bei der Polizei gemeldet hat und nichts geschehen ist, beschließt sie zur Selbstjustiz zu greifen und bastelt eine Bombe.

Der Zuschauer glaubt gerne, dass Philippa nur Gutes im Sinn hatte und sieht, wie sie unschuldige Opfer ihres Attentats vermeiden will. Doch das gelingt nicht. Statt des Paten sterben zwei kleine Kinder, deren Vater und eine Putzfrau.

Beim ersten Verhör verliebt sich ein junger Polizist, der ganz zufällig Filippo heißt und auch noch an Philippas Geburtstag das Licht der Welt erblickte, in die Attentäterin. Was danach geschieht ist zwar möglich, aber doch ziemlich unwahrscheinlich. Dass der plötzlich unsterblich Verliebte seine Zukunft wegwirft, kann man ja vielleicht noch akzeptieren, aber dass dessen Vater, der selbst ein hoher Polizeibeamter ist, sich in dieses Abenteuer unterstützend einlässt, nachdem er beiden den Liebesschwur abnahm, ist dann doch etwas zu viel des Guten.

Ich musste mich nach dem etwas abrupten Ende dieses Films erst einmal etwas sammeln, weil der Streifen doch reichlich verwirrend ist.

Vielleicht wollte der leider zu früh verstorbene Drehbuchautor in den beiden geplanten Fortsetzungen die Ereignisse aus einer anderen Perspektive zeigen, denn diese Filme sollten "Hölle" und "Fegefeuer" heißen.

Für die Mutter der beiden getöteten Kinder, die auch noch ihren Mann durch Philippa verlor, sieht die Sache nämlich ganz anders aus. Warum vergessen wir eigentlich, wenn wir die ergreifende Liebe zwischen den Philippa und Filippo sehen, die schrecklichen Folgen dieses Attentats? Und sind wir plötzlich Anhänger der Selbstjustiz, wenn es sich um Drogenbosse handelt?

Fazit.

Der Film erzählt eine merkwürdige Liebesgeschichte so ergreifend, dass man fast vergisst, was hier eigentlich wirklich geschehen sein soll. Wenn man etwas aus diesem Film lernen kann, dann, dass wir über unsere Emotionen leicht manipulierbar sind oder, dass wir bei jeder Geschichte auch einmal die Perspektive wechseln sollten. Wären wir nämlich mit den Getöteten verwandt, dann sähe die Sache plötzlich ganz anders aus. Oder?
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen einfach ein schöner Film ;-), 8. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Heaven (DVD)
Eins vorab: ich mag Tykwer Filme. Und an dessen Qualität hat sich auch in diesem Film nichts geändert.
Es ist eine kunstvolle Art, Charaktere, ihre Handlungen und die Motivation derer darzustellen, welcher sich Tykwer bedient.
Kurz ein paar Worte zur Story: Philippa möchte sich für den Tod ihres Mannes rächen und platziert eine Bombe im Büro des Drogenbosses, welcher die Schuld daran trägt.
Leider geht die Bombe einen anderen Weg und tötet unschuldige Menschen.
Philippa wird verhaftet und trifft auf Filippo. Dieser verliebt sich unsterblich in sie und beide fliehen.
Die Geschichte an sich finde ich nicht besonders neu und ergreifend, erstaunlich ist, was man daraus machen kann.
Mit 2 wundervollen Schauspielern wie Blanchett und Ribisi, mit einer hervorragend schweren musikalischen Untermalung, einem perfekten Schnitt sowie einer exzellenten Kameraführung und sehr jeweils passenden Ausleuchtung der Szenen.
Die Triebfedern beider sind simpel. Sie möchte Rache. Er liebt sie. Tykwer zeigt wie sich beide näher kommen, ohne jemals ins Klischeehafte zu verfallen.
Das Ende ist etwas surreal, aber damit kann man umgehen, wenn einem der Film vorher gefallen hat.
Ärgerlich ist, dass man die deutschen Untertitel bei der englischen Originaltonspur nicht abschalten kann. Aber etwa 50% des Filmes werden sowieso in Italienisch gesprochen, so dass dies nicht wirklich ins Gewicht fällt. Und die großen Momente dieses Films benötigen keine Worte.
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