Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren indie-bücher Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More Indefectible Sculpt fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen9
4,8 von 5 Sternen
5 Sterne
7
4 Sterne
2
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: MP3 CD|Ändern
Preis:10,54 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

"Oh well, it's been a good day in hell...."

......der Refrain des EAGLES-Songs zu dem Donald William "Don" Felder 1974 erstmals seinen (Silde)Gitarre-Beitrag leistete und dafür von Glenn Frey den Spitznamen "Fingers" bekam und als Reinkarnation von Duane Allman (1946-1971) bezeichnet wurde, sollte sich als Omen erweisen....

Einen breiten Raum nimmt Felders Familiengeschichte ein. Als zweiter Sohn eines deutschstämmigen Arbeiters wuchs er in finanziell ärmlichen Verhältnissen in Gainsville/FL auf. Anders als viele Musiker in der 60er Jahren folgte er nicht dem Ruf nach Kalifornien, sondern blieb an der Ostküste und heiratete seine Jugendliebe. Schließlich übersiedelte er doch noch in den gelobten Sonnenstaat und befand sich als Adler schließlich mehr "On the Road" und in Aufnahmestudios als bei seiner Familie. Felder beschreibt sehr plastisch seine Einsamkeit im exzessiven Leben seiner Bandkollegen. Obwohl er das Leben als Rockstars genoss und auch den damit verbundenen Verlockungen nicht immer widerstehen konnte, bildetenen für ihn seine Ehefrau und vier Kinder stets den Mittelpunkt. So erhebt Felder bezüglich Hotelzimmer, Groupies und Drogen keinerlei Klagen, dass er zu kurz gekommen sei...

Erst mit Kapitel 7 beginnt auf Seite 80 die Geschichte der Band und der Werdegang der Gründungsmitglieder, ihre musikalischen Vorbilder, frühere Gruppenmitgliedschaften, Kumpels, Spitznamen usw. Felders Feststellungen beim ersten Zusammentreffen in Boston (1972), wonach die Band keinen Chef besitzt und lediglich Frey sich zutraut, die Bühnenansagen zu machen, weist die vier Ur-EAGLES als einen Bund gleichberechtigter, junger Musiker aus. Auch Felders Bekenntnis, dass er seine späteren Kollegen persönlich mehr mochte, als musikalisch (weil sie ihm zu country-orientiert waren), zeigt die anfängliche gute zwischenmenschlische Chemie. Doch die Zeiten und die Personen änderten sich, denn als Songwriterduo fühlten sich Frey/Henley wie die neuen Lennon/Mc Cartney. Nichts was die anderen drei Adler schrieben hatten, war ihnen von vorneherein gut genug. Hier musste eine Note, dort ein Ton geändert werden, was dann meistens die Co-Autoreneigenschaft einbrachte. Zudem sang sich der Drummer Henley immer mehr in den Vordergrund. Die Gruppe entwickelte sich zu einer von Henley und Frey dominierten Duokratie, der sich auch die neumitglieder Walsh und Schmit unterzuordnen hatten. Neben musikalischen und menschlichen Differenzen führten Egomanien schließlich zum Split im Jahre 1980. Trotz allem gab es schließlich mit dem zu erzielenden finanziellen Gewinn einen Grund, dass im Jahre 1994 die "Hölle gefror" und die Band erneut zusammenkam. Die Claims wurden jedoch neu gesteckt. Wurde Felder z. B. auf dem 1977er Album für den Megahit "Hotel California" noch als Erster und damit als Hauptautor genannt, rückte er hierfür in der Version von "Hell Freezes Over" hinter Henley und Frey an die dritte Stelle. Anders als Leadon (1975) und Meisner (1977) hat Felder jedoch nicht gekündigt, sondern wurde, weil er als gleichberechtigter Partner der bereits 1973 geründeten Gesellschaft "Eagles Limited" einige unangenehme Fragen stellte, von den als "Göttern" bezeichneten Frey/Henley schlichtweg als Störenfried gefeuert...

Einen besonderen Reiz bieten Fakten aus der Rockgeschichte. So brachte "Fingers" dem drei Jahre jüngeren, ebenfalls aus Gainsville/FL stammenden Tom Petty das Gitarrespielen bei, während er selbst das Bottleneckspiel von Duane Allman erlernte. Zu seinen frühen Freunden zählte Stephen Stills, mit dem er 1961 in einer Band namens "Continentals" zusammenspielte. Seinen späteren EAGLES-Kollegen Bernie Leadon lernte er bereits 1963 kennen und spielte mit ihm im "Maundy Quintett". 1973 gab es in Denver ein Konzert bei dem "Crosby Still Nash & Felder" zusamenspielten. Bei der California Jam am 06.04.1974 vor 300.000 Zuschauern sprang Jackson Browne als Ersatz bei den EAGLES für Felder ein, weil dieser bei der Geburt seines ersten Sohnes Jesse dabei war. Daneben gibt es zahlreiche Anektoden, z. B. wie Felder seinem Idol B. B. die Hand drücken durfte, wie der dies bei Chet Atkin versäumte oder als er und Leadon von ihren Freundinnen mit zwei "Langhaarigen" in einem Imbiss "erwischt" wurden, die sich beim Herumdrehen als "Allman Brothers" entpuppten....

"My life in the Eagles (1974- 2001)" ist ein hochinformtives und emotional packendes Zeitdokument der Rockgeschichte. Besondere Bonbons sind 3 Fotostrecken à 8 Seiten (u. a. mit allen 7 EAGLES bei ihrer Aufnahme in die "Rock & Roll Hall Of Fame" am 12.01.1998) und dem "Who is Who" im Rockbussiness im Form eines abschließenden, achseitigen Personenindex.

Soweit nicht Cameron Crowes Film "Almost Famous" (1980) eingeflossen, ruft das spannende Thema förmlich nach einer Verfilmung mit einem gigantischen Soundtrack. Hierzu müsste "der Eine oder der Andere" noch (finanziell) überzeugt werden....

5 Amazonsterne!
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. November 2007
Don Felder war wohl die tragende Figur im musikalischen Umschwung der Eagles vom Country-Sound hin zu eher rockigen Klängen. Zahlreiche fantastische Soli von Eagles-Klassikern entsprangen seinen Fingern (One of these nights, New kid in town, etc.) und nicht zuletzt steuerte er die Musik und die Grundidee zum zeitlosesten Evergreen der fünf (Wahl-)Kalifornier bei: Hotel California. Auf der Bühne wirkt "Fingers" eher zurückhaltend, songdienlich und bescheiden, so könnte man auch meinen, dass er hinter den Kulissen ein ausgegliches Wesen an den Tag legt. Tatsächlich aber erweist sich Felder als eher misstrauischer und monierender Charakter, was die Größe der Hotelzimmer, die Anzahl der eigenen Songs auf dem nächsten Eaglesalbum, den Anteil der Drogen und Groupies angeht. Und das führte wohl auch unweigerlich zu seiner Kündigung im neuen Jahrtausend. Wahrscheinlich hätte er ebenso wie Schmit und Walsh akzeptieren sollen, dass Mr. Henley und Mr. Frey einen größeren Anteil an der Reuniontorte beanspruchen und diesen wohl auch verdienen.
Allerdings soll Don Felder an dieser Stelle nicht durchweg negativ dargestellt werden: Als einziger Ehemann mit Kindern bemühte er sich lange, den Versuchungen eines Tourneelebens zu widerstehen, was ihm verständlicherweise nicht immer gelang. Dass seine Ehe erst Ende der 90er an den Folgen der Exzesse in den 70ern scheitern sollte, klingt fast tragisch.
Man sieht: Das Buch bietet tolle und interessante Details aus dem Leben eines Eagles und stellt auch eine andere Sichtweise da, als man ansonsten aus dem auschließlich in Interviews auftretenden "Gods" Henley und Frey entnehmen kann. Außerdem viele Fotos, die man sonst nicht finden würde.
Mein Prädikat: Für einen Eagles-Fan unverzichtbar!
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. November 2009
Auf dieses Buch bin ich rein zufällig aufmerksam geworden, doch aus dem ursprünglich geplanten Reinschnuppern wurde fast eine Sucht, die Geschichte dieses außerordentlich begabten Gitarristen und der Eagles während seiner Mitgliedschaft so schnell wie möglich zu verschlingen. Don Felder bemüht sich bei aller verständlichen Wut, auch die Talente und guten Seiten an seinen früheren Bandkollegen zu finden und zu dokumentieren, wobei man ihm durchaus vorwerfen kann, als Leadgitarrist der Eagles praktisch unentwegt seiner eigenen Naivität gefrönt zu haben. Aber sind wir alle mal ehrlich: Wer von uns hätte diese Gelegenheit nicht beim Schopf ergriffen?

Durch die Eagles und deren Erfolg wurde "Fingers" Felder selbst reich und berühmt, doch er hat sehr lange die dunklen Seiten seines Erfolgs verdrängt und seinen früheren Mitstreitern Bernie Leadon und Randy Meisner auch nicht wirklich zur Seite gestanden, als diese aus der Band getrieben wurden (im Falle Leadons war Felders Einstieg in die Combo sogar eine der Hauptursachen, denn erst durch den neuen Gitarristen und dessen Spielweise ließen die Eagles die Country & Western-Wurzeln ihrer Gründerjahre hinter sich). Und das ist auch das Problem, das ich mit Felders Darstellung habe: Klar sind Don Henley und Glenn Frey über alle Maßen geldgierig (das war praktisch der einzige Grund für die unerwartete Eagles-Reunion 1994) und auch bereit, für den schnöden Mammon quasi über Leichen zu gehen. Um das zu erkennen, muss man in vielen Berichten, Interviews oder per Video dokumentierten Szenen (wie beispielsweise der Aufnahmezeremonie zur Rock And Roll Hall Of Fame 1998) nur ein wenig genauer hinsehen oder -hören und zwischen den Zeilen lesen. Aber Felder kann keinesfalls behaupten, dass ihm das nicht immer bewusst war (sonst hätte er bestimmt nicht die vielen Anekdoten zu berichten, die diesen Eindruck bezüglich >The Gods< Henley & Frey unterstützen), und die ebenfalls wohldokumentierte Tatsache, von den beiden "Frontmännern" musikalisch auf seinen Job als Leadgitarrist reduziert worden zu sein, hat er zwar innerlich widerstrebend, aber angesichts der damit verbundenen Knete wesentlich leichter verdaut als den faulen Deal, den ihm Henley, Frey und Manager Azoff nach der Reunion der Band ultimativ angeboten haben, was letzten Endes zu seinem Rausschmiss (und einer Klage plus Gegenklage mit hochdotierter außergerichtlicher Einigung) führte - und wohl auch zu diesem Buch, das ohne Felders Demission wohl nie entstanden wäre.

Insofern ist es zwar nachvollziehbar, dass sich Don Felder als Opfer zweier Geldgeier sieht und besonders von seinen Ex-Kollegen Joe Walsh und Timothy B. Schmit, die den gleichen Deal widerspruchslos geschluckt und ihm danach quasi die Freundschaft gekündigt haben, enttäuscht ist; andererseits erscheint es mir fraglich, ob Felder wirklich, wie er im Buch nebenbei einfließen lässt, Walsh und Schmit auf die gleiche pekuniäre Ebene gehoben hätte, hätten Henley und Frey ihn wieder zum finanziell gleichberechtigten Partner gemacht. Denn als Walsh 1976 Leadon und Schmit 1977 Meisner ersetzte, gab es für die beiden Neulinge keine Anteile an Eagles Ltd., der Firma, die sich um die Verteilung des von der Band erwirtschafteten Gewinns kümmern sollte, und auch keinerlei Aktivitäten von Felder, diesen Zustand zu ändern. Zudem kann man aus den vielen kleinen Geschichten über die Eigenheiten von Henley & Frey auch ableiten, dass das Verhältnis zwischen Felder und >The Gods< ohnehin nie wirklich positiv war - es war gewissermaßen eine Abhängigkeit eines talentierten Musikers von zwei anderen talentierten, aber - vorsichtig ausgedrückt - mit mehr Durchsetzungsvermögen ausgestatteten Musikern, die den aufmüpfigen Mucker schließlich auf die rüde Art aus dem Eagles-Universum verstoßen haben. Und das alles zweifellos nur des Geldes wegen.

Eine absolut interessante und spannende Lektüre, aber aufgrund der speziellen und keinesfalls objektiven Sichtweise eines ehemaligen Mitglieds einer der erfolgreichsten Bands aller Zeiten mit Vorsicht zu genießen.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Februar 2015
For anyone who came of age during the seventies, The Eagles really were the soundtrack of those lives. Coming also from a Detroit suburb, as did Glenn Frey, had me believing that The Eagles truly were the band of all bands. Don Felder's devastating, eye opening account of the true nature of the beast that was The Eagles is a must read for anyone who lived life and did things with The Eagles songs running in the background. Felder's account will make you second guess those time. I'm still an Eagles fan, but with much less awe. And I'll likely read his book again as well. And enjoy it even more.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Februar 2013
Felder beschreibt sein Leben vor, während und nach seiner Zugehörigkeit zu den Eagles. Überzeugend und zugleich desillusionierend ist das, was er über die Zeit als Eagle schreibt. Ränke, Missgunst, Eifersucht, Größenwahn, Arroganz - all dies findet sich im Mikrokosmos dieser Band, bei der eher überraschend erscheint, dass trotz der Querelen die Band noch zu grandioser Musik gefunden hat. Der fehlende fünfte Stern ist dem Umstand geschuldet, dass Felder seinen Eheproblemen bzw. seinem Liebesleben etwas zu larmoyant nachgeht. Dennoch: als Zeitdokument lesenswert
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. September 2013
Don Felder defends himself well, but there are clearly several more stories yet to be told: his long-suffering wife's story; Glenn Frey's story. This autobiography is so well written that you can start to write those stories yourself, whilst still empathizing with the astonishingly talented author. For any Eagles fan this is a must-read. Actually, it's a must-read for anyone who likes a good life story.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
"Oh well, it's been a good day in hell...."

......der Refrain des EAGLES-Songs zu dem Donald William "Don" Felder 1974 erstmals seinen (Silde)Gitarre-Beitrag leistete und dafür von Glenn Frey den Spitznamen "Fingers" bekam und als Reinkarnation von Duane Allman (1946-1971) bezeichnet wurde, sollte sich als Omen erweisen....

Einen breiten Raum nimmt Felders Familiengeschichte ein. Als zweiter Sohn eines deutschstämmigen Arbeiters wuchs er in finanziell ärmlichen Verhältnissen in Gainsville/FL auf. Anders als viele Musiker in der 60er Jahren folgte er nicht dem Ruf nach Kalifornien, sondern blieb an der Ostküste und heiratete seine Jugendliebe. Schließlich übersiedelte er doch noch in den gelobten Sonnenstaat und befand sich als Adler schließlich mehr "On the Road" und in Aufnahmestudios als bei seiner Familie. Felder beschreibt sehr plastisch seine Einsamkeit im exzessiven Leben seiner Bandkollegen. Obwohl er das Leben als Rockstars genoss und auch den damit verbundenen Verlockungen nicht immer widerstehen konnte, bildetenen für ihn seine Ehefrau und vier Kinder stets den Mittelpunkt. So erhebt Felder bezüglich Hotelzimmer, Groupies und Drogen keinerlei Klagen, dass er zu kurz gekommen sei...

Erst mit Kapitel 7 beginnt auf Seite 80 die Geschichte der Band und der Werdegang der Gründungsmitglieder, ihre musikalischen Vorbilder, frühere Gruppenmitgliedschaften, Kumpels, Spitznamen usw. Felders Feststellungen beim ersten Zusammentreffen in Boston (1972), wonach die Band keinen Chef besitzt und lediglich Frey sich zutraut, die Bühnenansagen zu machen, weist die vier Ur-EAGLES als einen Bund gleichberechtigter, junger Musiker aus. Auch Felders Bekenntnis, dass er seine späteren Kollegen persönlich mehr mochte, als musikalisch (weil sie ihm zu country-orientiert waren), zeigt die anfängliche gute zwischenmenschlische Chemie. Doch die Zeiten und die Personen änderten sich, denn als Songwriterduo fühlten sich Frey/Henley wie die neuen Lennon/Mc Cartney. Nichts was die anderen drei Adler schrieben hatten, war ihnen von vorneherein gut genug. Hier musste eine Note, dort ein Ton geändert werden, was dann meistens die Co-Autoreneigenschaft einbrachte. Zudem sang sich der Drummer Henley immer mehr in den Vordergrund. Die Gruppe entwickelte sich zu einer von Henley und Frey dominierten Duokratie, der sich auch die neumitglieder Walsh und Schmit unterzuordnen hatten. Neben musikalischen und menschlichen Differenzen führten Egomanien schließlich zum Split im Jahre 1980. Trotz allem gab es schließlich mit dem zu erzielenden finanziellen Gewinn einen Grund, dass im Jahre 1994 die "Hölle gefror" und die Band erneut zusammenkam. Die Claims wurden jedoch neu gesteckt. Wurde Felder z. B. auf dem 1977er Album für den Megahit "Hotel California" noch als Erster und damit als Hauptautor genannt, rückte er hierfür in der Version von "Hell Freezes Over" hinter Henley und Frey an die dritte Stelle. Anders als Leadon (1975) und Meisner (1977) hat Felder jedoch nicht gekündigt, sondern wurde, weil er als gleichberechtigter Partner der bereits 1973 geründeten Gesellschaft "Eagles Limited" einige unangenehme Fragen stellte, von den als "Göttern" bezeichneten Frey/Henley schlichtweg als Störenfried gefeuert...

Einen besonderen Reiz bieten Fakten aus der Rockgeschichte. So brachte "Fingers" dem drei Jahre jüngeren, ebenfalls aus Gainsville/FL stammenden Tom Petty das Gitarrespielen bei, während er selbst das Bottleneckspiel von Duane Allman erlernte. Zu seinen frühen Freunden zählte Stephen Stills, mit dem er 1961 in einer Band namens "Continentals" zusammenspielte. Seinen späteren EAGLES-Kollegen Bernie Leadon lernte er bereits 1963 kennen und spielte mit ihm im "Maundy Quintett". 1973 gab es in Denver ein Konzert bei dem "Crosby Still Nash & Felder" zusamenspielten. Bei der California Jam am 06.04.1974 vor 300.000 Zuschauern sprang Jackson Browne als Ersatz bei den EAGLES für Felder ein, weil dieser bei der Geburt seines ersten Sohnes Jesse dabei war. Daneben gibt es zahlreiche Anektoden, z. B. wie Felder seinem Idol B. B. die Hand drücken durfte, wie der dies bei Chet Atkin versäumte oder als er und Leadon von ihren Freundinnen mit zwei "Langhaarigen" in einem Imbiss "erwischt" wurden, die sich beim Herumdrehen als "Allman Brothers" entpuppten....

"My life in the Eagles (1974- 2001)" ist ein hochinformtives und emotional packendes Zeitdokument der Rockgeschichte. Besondere Bonbons sind 3 Fotostrecken à 8 Seiten (u. a. mit allen 7 EAGLES bei ihrer Aufnahme in die "Rock & Roll Hall Of Fame" am 12.01.1998) und dem "Who is Who" im Rockbussiness im Form eines abschließenden, achseitigen Personenindex.

Soweit nicht Cameron Crowes Film "Almost Famous" (1980) eingeflossen, ruft das spannende Thema förmlich nach einer Verfilmung mit einem gigantischen Soundtrack. Hierzu müsste "der Eine oder der Andere" noch (finanziell) überzeugt werden....

5 Amazonsterne!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Dezember 2013
Quite interesting. Especially the Formative years of the Eagles are interesting. Felder paints the picture of an enthusiastic guitarist who really Struck it big.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
"Oh well, it's been a good day in hell...."

......der Refrain des EAGLES-Songs zu dem Donald William "Don" Felder 1974 erstmals seinen (Silde)Gitarre-Beitrag leistete und dafür von Glenn Frey den Spitznamen "Fingers" bekam und als Reinkarnation von Duane Allman (1946-1971) bezeichnet wurde, sollte sich als Omen erweisen....

Einen breiten Raum nimmt Felders Familiengeschichte ein. Als zweiter Sohn eines deutschstämmigen Arbeiters wuchs er in finanziell ärmlichen Verhältnissen in Gainsville/FL auf. Anders als viele Musiker in der 60er Jahren folgte er nicht dem Ruf nach Kalifornien, sondern blieb an der Ostküste und heiratete seine Jugendliebe. Schließlich übersiedelte er doch noch in den gelobten Sonnenstaat und befand sich als Adler schließlich mehr "On the Road" und in Aufnahmestudios als bei seiner Familie. Felder beschreibt sehr plastisch seine Einsamkeit im exzessiven Leben seiner Bandkollegen. Obwohl er das Leben als Rockstars genoss und auch den damit verbundenen Verlockungen nicht immer widerstehen konnte, bildetenen für ihn seine Ehefrau und vier Kinder stets den Mittelpunkt. So erhebt Felder bezüglich Hotelzimmer, Groupies und Drogen keinerlei Klagen, dass er zu kurz gekommen sei...

Erst mit Kapitel 7 beginnt auf Seite 80 die Geschichte der Band und der Werdegang der Gründungsmitglieder, ihre musikalischen Vorbilder, frühere Gruppenmitgliedschaften, Kumpels, Spitznamen usw. Felders Feststellungen beim ersten Zusammentreffen in Boston (1972), wonach die Band keinen Chef besitzt und lediglich Frey sich zutraut, die Bühnenansagen zu machen, weist die vier Ur-EAGLES als einen Bund gleichberechtigter, junger Musiker aus. Auch Felders Bekenntnis, dass er seine späteren Kollegen persönlich mehr mochte, als musikalisch (weil sie ihm zu country-orientiert waren), zeigt die anfängliche gute zwischenmenschlische Chemie. Doch die Zeiten und die Personen änderten sich, denn als Songwriterduo fühlten sich Frey/Henley wie die neuen Lennon/Mc Cartney. Nichts was die anderen drei Adler schrieben hatten, war ihnen von vorneherein gut genug. Hier musste eine Note, dort ein Ton geändert werden, was dann meistens die Co-Autoreneigenschaft einbrachte. Zudem sang sich der Drummer Henley immer mehr in den Vordergrund. Die Gruppe entwickelte sich zu einer von Henley und Frey dominierten Duokratie, der sich auch die neumitglieder Walsh und Schmit unterzuordnen hatten. Neben musikalischen und menschlichen Differenzen führten Egomanien schließlich zum Split im Jahre 1980. Trotz allem gab es schließlich mit dem zu erzielenden finanziellen Gewinn einen Grund, dass im Jahre 1994 die "Hölle gefror" und die Band erneut zusammenkam. Die Claims wurden jedoch neu gesteckt. Wurde Felder z. B. auf dem 1977er Album für den Megahit "Hotel California" noch als Erster und damit als Hauptautor genannt, rückte er hierfür in der Version von "Hell Freezes Over" hinter Henley und Frey an die dritte Stelle. Anders als Leadon (1975) und Meisner (1977) hat Felder jedoch nicht gekündigt, sondern wurde, weil er als gleichberechtigter Partner der bereits 1973 geründeten Gesellschaft "Eagles Limited" einige unangenehme Fragen stellte, von den als "Göttern" bezeichneten Frey/Henley schlichtweg als Störenfried gefeuert...

Einen besonderen Reiz bieten Fakten aus der Rockgeschichte. So brachte "Fingers" dem drei Jahre jüngeren, ebenfalls aus Gainsville/FL stammenden Tom Petty das Gitarrespielen bei, während er selbst das Bottleneckspiel von Duane Allman erlernte. Zu seinen frühen Freunden zählte Stephen Stills, mit dem er 1961 in einer Band namens "Continentals" zusammenspielte. Seinen späteren EAGLES-Kollegen Bernie Leadon lernte er bereits 1963 kennen und spielte mit ihm im "Maundy Quintett". 1973 gab es in Denver ein Konzert bei dem "Crosby Still Nash & Felder" zusamenspielten. Bei der California Jam am 06.04.1974 vor 300.000 Zuschauern sprang Jackson Browne als Ersatz bei den EAGLES für Felder ein, weil dieser bei der Geburt seines ersten Sohnes Jesse dabei war. Daneben gibt es zahlreiche Anektoden, z. B. wie Felder seinem Idol B. B. die Hand drücken durfte, wie der dies bei Chet Atkin versäumte oder als er und Leadon von ihren Freundinnen mit zwei "Langhaarigen" in einem Imbiss "erwischt" wurden, die sich beim Herumdrehen als "Allman Brothers" entpuppten....

"My life in the Eagles (1974- 2001)" ist ein hochinformtives und emotional packendes Zeitdokument der Rockgeschichte. Besondere Bonbons sind 3 Fotostrecken à 8 Seiten (u. a. mit allen 7 EAGLES bei ihrer Aufnahme in die "Rock & Roll Hall Of Fame" am 12.01.1998) und dem "Who is Who" im Rockbussiness im Form eines abschließenden, achseitigen Personenindex.

Soweit nicht Cameron Crowes Film "Almost Famous" (1980) eingeflossen, ruft das spannende Thema förmlich nach einer Verfilmung mit einem gigantischen Soundtrack. Hierzu müsste "der Eine oder der Andere" noch (finanziell) überzeugt werden....

5 Amazonsterne!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen