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Düster umwölkt croont Bowie zur Elektronik-Ballade "Sunday". Das Pixies-Cover "Cactus" ist eine Rocker-Zirkusnummer, "Slow Burn" schon dank der Gitarre von Who-Maestro Pete Townsend ein Heavy-Highlight. "Afraid", vor einem Jahr im Internet, hat sich zur beachtlichen Swingin'-London-Geräuschkulisse mit Zitaten von Beatles bis Punk entwickelt. Der Neil-Young-Song "I've Been Waiting For You" kommt mit der Gitarre von Ex-Nirvana Dave Grohl entsprechend heavy herüber. Die andere Seite der Medaille sind die Streicherarrangements auf Liebesliedern wie "I Would Be Your Slave" und dem UFO-Song "Gemini Spacecraft", sozusagen die Urlaubsreise von Major Tom. Vom Rezitativgesang bis zum Falsett, mal losgelöst, mal an der Front, Bowie steigt abermals wie Phoenix aus der Asche. --Ingeborg Schober
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Das war in den 70ern, in den 80ern und sicher auch noch in den 90ern. Drei Jahrzehnte, in denen Bowie den Bogen vom theatralischen Pose-Glam-Rock des Ziggy Stardust über die tanzbare Let's Dance Zeit bis hin zum techno-schwangeren Earthling spannte.
Was ist davon geblieben? Nach dem ersten Hören macht sich Enttäuschung breit. Keine Überraschungen, nichts "Unerhörtes". Aber der Schein trügt. Nach mehrmaligem Anhören offenbahrt dieses Album Bowies ganze Kraft als Songwriter und wird zur einer Rückschau auf seine fast 40-jährige Karriere. Dass es ihm dabei gelingt nicht zum Selbst-Kopisten zu werden ist ein weiteres Indiz für seine große musikalische Qualität.
Aber eins ist schon irgendwie auffällig. Nach U2 hat nun auch David Bowie ein Werk veröffentlicht, das von der entspannten Rückbesinnung auf die eigenen musikalischen Karriereschritte lebt. Einfallslosigkeit? Oder die Folge eines Gefühls, dass ein neues Millennium nicht mit musikalischen Revolutionen gleichgesetzt werden kann? Wer weiß das schon. Und außerdem: Wichtig ist das eigentlich sowieso nicht. Das Album gefällt, darauf kommt es an.
4 Sterne für das beste Bowie-Album seit "Scary Monsters".
"Heathen" überzeugt v.a. Lesen Sie weiter...
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