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Heartland
 
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Heartland [Broschiert]

Joey Goebel , Hans M. Herzog
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 713 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (22. Juni 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257240376
  • ISBN-13: 978-3257240375
  • Originaltitel: Commonwealth
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 128.254 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Joey Goebel
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Eigentlich kommt Joey Goebel mit seinem mehr als 700 Seiten starken Roman um einige Wochen zu spät: Inzwischen ist Obama US-Präsident und weltgrößter Popstar. Aber verändert sich dadurch auch etwas in den Köpfen vieler Provinzler im Landesinneren des nordamerikanischen Kontinents? Held in "Heartland" ist Blue Gene Mapother, Sohn und schwarzes Schaf der mächtigsten und reichsten Familie in der Kleinstadt Bashford. Während sein älterer Bruder John für den amerikanischen Kongress kandidiert, verschreibt sich Blue Jean lieber den Freuden und Leiden der Arbeiterklasse: Wrestling, Job im Wal-Mart, Flohmarktstände und eine nicht ganz unkomplizierte Schwärmerei für die Punksängerin Jackie Stepchild. Als Blue Jean widerwillig zusagt, den Bruder bei dessen Wahlkampf zu unterstützen und Stimmen im einfachen Volk zu sammeln, kommen plötzlich alte Familiengeheimnisse an die Oberfläche, die nicht nur innerhalb des Mapother-Clans für große Aufregung sorgen. Wer Goebels wunderbar böse Politsatire aufgrund der aktuellen Ereignisse für überholt hält, kommt trotzdem nicht an einem der besten Romane des Frühjahrs vorbei. Denn mit dem Nachfolger seines Bestsellers "Vincent" legt der 29-jährige Autor seine Finger nicht nur auf die noch längst nicht verheilten Bush-Wunden. Er erzählt auch eine unglaublich anrührende Liebesgeschichte und legt ein Familienepos vor, das auch John Irving nicht durchgeknallter hinbekommen hätte. (cs) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Was haben Biertrinker und Wrestlingfans mit der großen Politik in Washington zu tun? Antwort: alles - Stimmen entscheiden, wer gewählt wird. John Mapother, Sohn der mächtigsten Familie im Provinznest Bashford, will in den amerikanischen Kongress, er hat nur keine Ahnung von der Welt seiner Wähler. Die hat aber sein jüngerer Bruder Blue Gene, das schwarze Schaf der Familie. Ein großer amerikanischer Roman, hochintelligent, voller Witz und Melancholie.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Endlich: Ein Boyle/Irving-Nachfolger scheint gefunden. Was Goebel hier abliefert ist ein 1A-Roman, der Büchern wie "TalkTalk", "Dr. Sex" oder "Witwe für ein Jahr" in nichts nachsteht.

Gerade für Nicht-Amerikaner zeichnet er ein pefektes Bild, prangert Populismus, Doppelzüngigkeit und Doppelmoral an, ohne selbst als Autor den Finger zu heben.

Nun. Die Idee ist nicht neu! Neu ist, dass es Goebel gelingt, das alles in ein herzzerreissendes Familienepos zu packen, das vor Konflikten (innerlichen und äußerlichen) nur so sprüht. Die Identifikation mit den Figuren gelingt ihm sehr schnell, so dass er ähnlich wie Irving den ganzen Dreck an die Oberfläche holen kann, ohne dass man Sympathie, Mitgefühl und Mitleid mit den Figuren verliert.

Und die setzt er dem vollen Programm aus: Die Geschichte vom Anfang und vom Ende, von Lügen und Wahrheit, von Liebe und Verrat, von Ungerechtigkeit und doch Gerechtigkeit in der Familie. Von kleinen und großen Machtspielen und der Ignoranz der Religion.

Das mag jetzt "martialisch" klingen. Ist es aber nicht. Denn es ist in eine ganz nachvollziehbare Familiengeschichte gepackt, die wütend und gleichzeitig milde stimmt.

NATÜRLICH muss man beim Lesen der Geschichte an die Bushs und Kennedys denken. Das war sicher auch beabsichtigt. Und das macht dann das Lesen auch zu einem Erlebnis. Das Buch beweist, das Ehre weder vererbar, noch käuflich ist. Das Lügen vor allem den Lügner zerstört.

Dass sich Goebel dabei einer Sprache bedient, die dabei auch alle Facetten Amerikas innerhalb dieser Konstellation wirklich hautnah vermittelt, ist vielleicht sein wahrer Geniestreich. Eben das, was normalerweise nur einem Boyle oder Irving gelingt.

Lesen, lesen, lesen!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Esther TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wahljahr ist! In der kleinen amerikanischen Provinzstadt Bashford. Der Sohn des größten Arbeitgebers John Mapother, der Inhaber eines Tabakkonzerns soll für den Kongress kandidieren - smart, gut aussehend, verheiratet, Mitte Vierzig - was will man mehr? Um auch die kleinen Leute, die Wrestlingfans unter der Wählerschaft für sich zu gewinnen, holt er das schwarze Schaf der Familie, seinen dreißig jährigen, ökonomisch wenig ambitionierten Bruder Eugene alias Blue Gene ins Boot. Dieser ungustiöse Kerl, der wenig auf sein Äußeres und das der anderen achtet, vertritt allerdings andere Werte, als der Rest der strahlenden Familie.

Was als kritische Politkomödie einen blendenden Anfang nimmt, endet in einer unerfüllten Liebes- und etwas weinerlichen Familiengeschichte mit schlussendlichem Happy End - hmpffffffffff.

Sehr erfrischend startet Goebel seinen Roman rund um die aktuelle amerikanische Politik (er nimmt eine Prise Al Gore, mischt diesen in erz-republikanische, konservative Basis, gespickt mit gut aussehenden Menschen) und bedient sich der amerikanischen Sichtweise des Irakkrieges und der aktuellen Situation im Irak aus Sicht der Amerikaner als zentrales Wahlkampfthema - sehr mutig und ausgezeichnet in Szene gesetzt. Die Begegnungen der beiden ungleichen Brüder mit dem Volk sind zumal sehr detailliert beschrieben, strotzen jedoch von kleinen Seitenhieben und das erfrischt.

Etwa ab der Hälfte kommt ein tief vergrabenes Familiengeheimnis ans Tageslicht und bedroht den Wahlkampf und nicht zuletzt die wiedererlangte Familieneinigkeit. Über das Geheimnis kann man streiten - zumal ist es ein wenig pathetisch und überzeichnet, zumal ist es für mich nicht unvorstellbar, dass Kongressabgeordnete solch dunkle Flecken hinter ihrem weißen Öffentlichkeitslächeln verschanzen.

An Vergleiche mit den amtierenden Kaisern der amerikanischen Gegenwarts- und Unterhaltungsliteratur wage ich mich hier nicht. Ein kritischer, sarkastischer und (zwischen den Zeilen) humorvoller Roman mit einem spannenden und erfrischend neuen, aktuellen Thema. Dass Goebel an Zwischentönen in seiner unmissverständlichen, schwarz-weißen Darstellung spart, dass die Guten besser und die Bösen machthungriger werden, nimmt der Geschichte etwas Raffinesse und dass hier nicht der wesentlich treffendere Originaltitel Commonwealth" beibehalten wurde, ist für mich ein kleiner Wehrmutstropfen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wahnsinnig gut 2. August 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist schon witzig, aber nach dem zweiten Buch, das ich von Joey Goebel gelesen habe, scheint es mir, dass er eine wahnsinnige Vorliebe für unheimlich schwere Familienverhätnisse hat - und schwere Lebensverhältnisse obendrein!

Die Geschichte von Blue Gene Mapother und seiner liebenswürdig schrulligen Familie sind noch skurriler geraten, als sie in "Vincent" schon waren, aber das ist egal. Eine amerikanische Industriemagnatenfamilie wird dermaßen aufgebröselt und vetrackt dargestellt - das macht einfach nur Spaß zu lesen.
Der Anfang ist ein wenig schwer und da man schon alleine vom Klappentext relativ weiß, kommt die Geschichte ein wenig schwerfällig in Fahrt, was dann folgt lässt aber an Geschwindigkeit nichts zu wünschen übrig.
Es ist herrlich über die Bemühungen einer Familie zu lesen, die versucht nach außen so vollkommen perfekt zu sein, in sich aber zerstritten, verlogen und kaputt ist, dennoch an Gott und Amerika glaubt und darum zu allem bereit ist. Alle steigern sich wie wahnsinnig in den Wahlkampf und versuchen auch Blue Gene mitzuziehen, was aber nur hier und da klappt da alle ständig über das unüberschaubare Netz aus Lügen in der Familie stolpern.
Das finde ich persönlich eh den interessantesten Aspekt in diesem Buch. Es ist schon teilweise arg absurd, was man aus den USA so alles hört, vor allem in Zeiten der Wahlkämpfe, aber was Joey Goebel hier verarbeitet ist teilweise einfach nur zum Scheien komisch - obwohl sehr viele Amerikaner diese Themen als selbstversändlich und vollkommen ernst aufnehmen, eben den Patriotismus, den Krieg und Gott.

All das ist wunderbar verpackt in einen vollkommen verrückten und lesenswerten Roman mit so vielen unterschiedlichen obskuren Charakteren, die man trotzdem alle irgendwie gerne hat. Dieses Buch eignet sich perfekt zum Lesen und Spaß haben, aber auch um sich ein wenig Gedanken über die lieben Amerikaner zu machen. Und wer Joey Goebel eh schon mal gelesen hat - für den ist dieses Buch Pflicht! Wahnsinnig gut.
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Vor 17 Monaten von Lisa Wolters-Schaer veröffentlicht
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Veröffentlicht am 16. Februar 2010 von Valentine
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Veröffentlicht am 3. November 2009 von Gump
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