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Und was für eine Aussicht! Aufgetakelt in billigem Glamour spielen Weaver und Hewitt ein Mutter-Tochter-Gespann mit einer hinterhältigen Routine: Max (Weaver) lockt einen reichen Typen vor den Traualtar, und Tochter Page (Hewitt) verführt ihn, damit Mama den Seitensprung entdeckt und den Trottel vor dem Scheidungsrichter schröpfen kann. Sie haben gerade den Boss einer Autorennbahn (Ray Liotta) übers Ohr gehauen und befinden sich nun auf den Weg nach Palm Beach, Florida, wo sie einen keuchenden Tabakbaron (Gene Hackman) übertölpeln werden, um anschließend das süße Leben im Ruhestand zu genießen. So haben sie sich das jedenfalls vorgestellt.
Mit dem gleichen Humor bewaffnet, mit dem er Romy und Michele - Alle Macht den Blonden ausgestattet hatte, verlässt sich Regisseur David Mirkin auf die Klischeevorstellung, dass Sex alle Männer zu Idioten macht. In der Rolle als Pages künftiger Lover wird Jason Lee als intellektuell zurückgeblieben dargestellt, und ab diesem Punkt funktioniert der Film mal besser und mal schlechter. Wenn der Humor zum Tragen kommt -- wie das bei Nora Dunns Darstellung eines fürchterlichen Dienstmädchens der Fall ist -- bekommt man eine Ahnung vom vollen Potenzial dieses Films. Zusätzliche Wendungen -- von Hewitts Mikroröckchen und Wonderbras mal ganz abgesehen -- dürften die Aufmerksamkeit des Zuschauers aufrecht erhalten.
Aber möglicherweise wird er sich nach oben erwähnten glücklicheren Tagen mit Steve Martin und Michael Caine und deren fröhlichem Highlife an der Côte d'Azur zurücksehnen. Singer-Songwriterin Shawn Colvin tritt hier im Übrigen als Pfarrerin bei einer der Hochzeiten in einer Minirolle auf. --Jeff Shannon
Video Jakob Kurzinhalt
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Die Geschichte um Mutter und Tochter, die einsame Männer mit ihren Reizen einfangen und dann ausnehmen, wurde noch nie mit so einem Staraufgebot verfilmt. Allen voran Sigourney Weaver tut dieser Imagewandel von der Alienhunterin zum Vamp sichtbar gut. Man merkt Ihr die Freude an dieser Rolle sichtlich an. Die Hewitt kommt hier nicht wirklich hinterher, kann man mit Ihrer Optik satt punkten. Als kleines Häppchen gibt es eine Featurette mit Szenen vom Dreh, ein etwas amateurhaftes Promoreel, weitere Trailer, Starinfos und Produktionsinfos auf Textseiten.
Bild: An Kleidern und Wänden erkennt man schnell eine gewisse Blässe in den Farben, die zudem auch noch von einem immer präsenten, leichten Rauschen begleitet werden (01.02.35). Gelegentliche Kameraschwenks ziehen, bzw. ruckeln leicht nach (00.21.50, 00.22.02). Dies ist aber nur ein kleiner Makel, der nur stellenweise auftritt und das Gesamtbild nicht ernsthaft beeinträchtigt. Die Haare von Hewitt und Weaver sind bereits in kurzen Distanzen ein einziger Farbfleck. Einzelne Haare sind nur erkennbar, wenn der Darsteller direkt vor der Kamera steht. Die Kantenschärfe ist dagegen in Ordnung.
Ton: Die weit reichende percussive Musik ist sehr facettenreich und breitet sich mustergültig stereophon vor dem Zuhörer aus. Auch die Surroundkanäle unterstützen, leicht abgeschwächt, die akustische Raumbildung. Die Stimmen hingegen sind reichlich dünn geraten und einen Tick zu leise, so daß man in manchen Momenten schon genauer hinhören muß, um durch die Musik hindurch zu verstehen, was gerade gesagt wird. Die englischen Stimmen sind ein wenig besser zu verstehen, haben aber grundsätzlich das gleiche Problem der Verständlichkeit. --movieman.de