Das waren meine ersten spöttischen Gedanken, als ich HBK bei RAW sah, wie er seine neue Autobiographie präsentierte. Keine Frage Michaels ist ein fantastischer Wrestler und hat bestimmt viel erlebt, aber zu dem Zeitpunkt war es für mich einfach nur noch eine weitere Autobiogrphie, da es heutzutage so scheint, als würde jeder eine auf den Markt schleudern. Naja trotzdem gekauft, auch wenn ich mir nicht allzu viel erwartet hatte. Ich wurde schnell eines besseren belehrt. Das Buch ist in sehr simplen Englisch geschrieben, was den Geschichten aber nichts nimmt. Und ja ich meine Geschichten, denn einzelne Episoden die HBK aus seinem Leben erzählt sind so gut und nachvollziehbar geschildert, dass ich dachte eher daneben zu stehen als nur einen akkuraten Lebenslauf zu lesen. Dieses Gefühl wird durch die chronologisch immer passeneden schwarz-weiß Bilder, die hier und da eingefügt wurden, unterschtrichen.(In der Mitte gibt es auch eine Teil mit kolorierten Bildern). Kleines Beispiel wäre hier als Michaels seine unglaubliche Nervosität vor seinem ersten Kampf schildert, zumal er zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht wusste wie eine Match denn abläuft, obwohl er schon ein paar Monate Trainng hinter sich gebracht hatte. Sehr spannend das Ganze. Fernen machte mir dieses Buch keinen gezwungenen Eindruck, den ich bei der Ric Flair und Terry Funk Autobiographie teilweise sehr stark fühlte, es ist locker und leicht geschrieben, die einzelen Geschichten wurden gut zu Papier gebracht, so dass sie nicht aufgesetzt oder unecht wirken.
Leute, die wissen wollen, was in Montreal 97 beim berüchtigten Screw Job hinter den Kulissen passiert ist werden auf ihre Kosten kommen. Natürlich ist es nur Michaels' Seite des Geschehens, aber es werden dennoch alle beteiligten Namen gennant und das Ganze wird ehrlich und ausführlich abgehandelt, was nach so vielen Jahren auch einmal schwer nötig war. Gelangweilt haben mich die Passage über seinen gefunden Glauben und generell die religiös angehauchten Abschnitte (nehmen insgesamt aber nicht mehr als 10 Seiten in diesem 343 seitigen Buch ein) und gefehlt hat mir ein bisschen, dass die Hogan-HBK Fehde nicht angesprochen wurde, aber das war wahrscheinlich etwas zu kurzfrstig. 4 Sterne von mir teileise deswegen und weil doch keiner an Mick Foleys Have a nice Day rankommen kann.
In diesem Sinne...
Max