Schade um das eigentlich spannende Thema.
Die Authoren schildern gebetsmühlenhaft und sehr schwarz-weiss-malerisch, wie böse und unehrenhaft einerseits die Amerikaner gewesen sein sollen.
Und andererseits, wie ehrenhaft und ausschliesslich den hehren Zielen einer friedvollen Aufklärung verhaftet die Ostblockstaaten gewesen sein sollen.
Ach, wie friedliebend war doch wohl die DDR:
Von Schiessbefehl, Entführung, Auseinanderreissung von Familien, Folter oder gar Mord (alles im Sinne der "höheren Sache") allerdings keine Rede.
Am Ende des Buches werden dann auch noch Bibelzitate (!) bemüht, um die Geheimdienst-Organe gerade der DDR in einem besonders moralischen Licht erscheinen zu lassen. Das halte ich für recht geschmacklos.
Spannung Null. Das Buch beschränkt sich auf "Schilderung der Aktenlage".
Enttäuscht
Günter Gabelunke