Power Metal scheint zurzeit wieder in zu sein, denn im Moment werden in diesem Genre so viele Alben veröffentlicht, wie schon lange nicht mehr. Woran mag das liegen? Man weiß es nicht, ich weiß nur, dass mir diese Musik einfach gefällt und daher bin ich froh, dass die Bands derzeit wirklich starke Alben auf den Markt werfen!
Gesagt, getan. Auch Stormwarrior reiht sich ein in die Riege der hervorragenden Veröffentlichungen. -Heading northe- ist druckvoll und strotz so richtig vor Kraft und Innovation. Der rotzige Gesang des Frontmannes wirkt niemals nervig und auch das typische -Wir sind die Besten-Gehabe wird von Stormwarrior nicht an den Tag gelegt. Die ziehen einfach ihr Ding durch und achten (Gott sei Dank!) mehr auf die musikalische Qualität, als auf das Image. Und daher ist -Heading northe- ein super Album geworden!
Der Titeltrack strotzt vor Power und Eingängigkeit. Und genau so sollte es eigentlich auch sein, wenn man sich selbst schon als Power-Metal-Band bezeichnet. -Metal legacy- erinnert zwar stark an die schwedischen Kollegen von Hammerfall, doch mir persönlich gefallen die Stormwarriors besser. Doch wiederum gilt: volle Power ohne dabei die gefälligen Melodien zu vergessen. Einfach top!
-The holy cross- stellt mit über 7 Minuten den längsten Song der Platte dar. Epische Melodie trifft auf Weltklasse-Gitarren-Riffs. Hier wird einem sicher nicht langweilig. -Iron gods- klingt zwar ein wenig schwülstig und übertrieben und auch wenn der Text nicht unbedingt ein literarisch hochwertiger Erguss ist, gibt es an der musikalischen Seite nichts auszusetzen.
Auch folkloristisch Elemente verzieren den Sound von Stormwarrior, wie zB auf 'Ragnaroek-. -Heading northe- ist ein wahrlich starkes Album geworden, das um den Thron des Metal-Albums des heurigen Jahres sicherlich mitkämpfen darf. Wie man sieht, kämpft der Krieger niemals umsonst!