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Headhunter
 
 
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Headhunter [Broschiert]

Jo Nesbø
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (109 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Aurorenvita: Jetzt lesen [152kb PDF]| Leseprobe: Jetzt reinlesen [1.29mb PDF]
  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (16. Juli 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548280455
  • ISBN-13: 978-3548280455
  • Originaltitel: Hodejegerne
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (109 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.259 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jo Nesbø
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein erstklassiger Thriller, eine Wahnsinnsgeschichte - die alles toppt.« Dagbladet »Headhunter ist so perfekt gebaut und geschmeidig erzählt, dass es sinnlos ist, sich dem Strudel widersetzen zu wollen.« Frankfurter Rundschau, Sylvia Staude, 24.07.10 »Schnelle, böse Geschichte um einen präpotenten Headhunter, der an seine Grenzen stößt.« KrimiWelt-Bestenliste, Juli 2010

Kurzbeschreibung

Roger Brown genießt als Headhunter in Wirtschaftskreisen einen exzellenten Ruf. Was niemand weiß: Er raubt seine Klienten aus, bringt sie um ihre Kunstwerke. Auf einer Vernissage lernt Brown den Holländer Clas Greve kennen. Greve scheint ihm die perfekte Besetzung als Geschäftsführer eines GPSUnternehmens. Die Männer kommen ins Geschäft, und so erfährt Brown, dass Greve einen lange verloren geglaubten Rubens besitzt. Am nächsten Tag stiehlt Brown das wertvolle Gemälde. Doch Greve erweist sich als hartnäckiger Gegner. Eine gnadenlose Verfolgungsjagd beginnt.

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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Personalvermittlung mit tödlichen Folgen, 23. Juli 2010
Von 
Dr. Ursula Kempf (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Headhunter (Broschiert)
Nach acht Kriminalfällen um den alkoholkranken Ermittler Harry Hole legt das Multitalent Jo Nesbø nun seinen ersten Thriller vor. Im Zentrum des Geschehens steht der 35-jährige Erfolgsmensch Roger Brown, der "hellste Stern am Headhunterhimmel". In der Personalvermittlungagentur Alfa ist er der King. Der Kandidat, den er erwählt, bekommt den hochdotierten Top-Job. Nach dem Neun-Stufen-Modell des FBI wählt er im Bewerbungsgespräch den geeignetesten Kandidaten aus.

"Ich setze mir immer das Ziel, einen Kandidaten zu dem Geständnis zu bringen, daß er nur blufft und für den Job nicht geeignet ist. Schafft er es durch die neun Stufen, ohne ein solches Geständnis abzulegen, ist die Annahme berechtigt, daß er sich selbst tatsächlich für qualifiziert hält. Und solche Kandidaten suche ich."

Bei den Beschreibungen der Bewerbungssituation für die hochdotierten Jobs in der Wirtschaftsbranche blitzt das fundierte Insiderwissen Nesbøs durch, der sich sein Geld in jungen Jahren nach einem Studium der Wirtschaft als Finanzanalyst und Börsenmakler verdient hat.

Verheiratet ist der Sohn eines Chauffeurser mit Diana, einer verwöhnten Tochter aus den besten Kreisen der Stadt. Diana ist eigentlich viel zu schön für seinen Geldbeutel. Das führt ihn zu seinem Zweitjob: dem Kunstdiebstahl. Zu stehlende Kunstobjekte aquiriert er im Bewerbungsgespräch. Seine ahnungslosen Klienten offerieren ihm vertrauensvoll den entsprechenden Sicherheitsdienst. Die Lücke in der Steuerungszentrale der entsprechenden Wachgesellschaft hat er selbst eingestellt. Ove Kjikerud ist sein Kompagnon. So wird der Kunstraub zum Kavaliersdelikt, das ihm die Liebe seiner anspruchsvollen Frau sichert. Das Blatt wendet sich als der Holländer Clas Greve zum Vorstellungstermin erscheint. Er macht einen exzellenten Eindruck, hat eine bewegte Vergangenheit bei einer militärischen Elite-Einheit und hat ein lange Jahre vermisstes echtes Rubens-Bild an der Wand hängen.

Bereits mit den ersten Sätzen ist der Leser mitten in der rasanten Handlung. Ein mysteriöser Unfall zwischen einem Lastwagen und einem PKW. Was soll das heißen? Wie konnte das passieren? Und warum? Ein Auftakt mit dem Paukenschlag. Und wieder entwickelt sich der typische Nesbø-Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Und man blättert wieder fiebrig Seite um Seite weiter, und taucht immer tiefer ab in die spannende und rasante Handlung. Die Person des Machtmenschen Roger Brown war mir zunächst maximal unsympathisch. Kleiner Mann mit großem Geltungsbedürfnis! Ungemein von sich eingenommen, arrogant, zynisch und manipulativ. In eigenen Worten: "Und ich lächle so, weil ich so bin: professionell, analytisch und ohne gefühlsmäßiges Engagement. Das ist nicht sonderlich schwer. Aber ich bin der Beste von allen." Seine atemberaubend schöne, aber leider anspruchsvolle Frau Diana bezeichnet er selbst als "Geldvernichtungsmaschine". Erst im Laufe der Entwicklungen als der "Kopfjäger" zum Gejagten mutiert, erwachen meine Sympathien für den vielschichtigen Helden. Denn er findet durchaus intelligente Lösungen für seine nicht enden wollenden Probleme. Und das liest sich ungemein spannend, intelligent konstruiert und aufgelöst und durchgehend unterhaltsam. Auch das Thema des Thrillers ist mal völlig anders. Kaum angefangen konnte ich das Buch jedenfalls nicht mehr aus der Hand legen, bis nicht auch die letzte Seite umgeblättert war.

In seiner Jugend von einer Profifußballkarriere geträumt mußte Jo Nesbø nach einem Kreuzbandriss beider Kniegelenke noch einmal völlig umdenken. Hat während der Militärzeit am Abendgymnasium das Abitur nachgeholt und Wirtschaft studiert. Hat als Finanzanalytiker und Börsenhändler gearbeitet und ist in seiner wenigen Freizeit mit einer Musikband erfolgreich durch die Lande getourt. Erst nach einem Burnout 1997 hat er das gemacht, was ihm wirklich Freude macht. In nur sieben Wochen hat er seinen ersten Krimi Der Fledermausmann geschrieben. Die Geburt des Harry Hole. Seitdem sind sieben weitere Bände mit dem weltweit beliebten Anti-Helden mit Stärken und offensichtlichen Schwächen und der Achillesferse Alkohol gefolgt. Mit dem Headhunter Roger Brown hat er einen zweiten interessanten Helden mit Ecken und Kanten geschaffen. Auch er hat das Potential zum Serienhelden. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was diesem Teufelskerl Nesbø noch so alles einfällt.
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48 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Besseres von Nesbö gewohnt, 4. August 2010
Von 
Tobias Fabian-Krause (Landau, Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Headhunter (Broschiert)
Denke ich an Jo Nesboe, denke ich an Harry Hole. Vielleicht denkt sich Jo Nesboe: genau der Fehler! und macht deswegen ein paar Lockerungsübungen und zeigt, dass er auch ohne den desparaten, sich zu Tode siegenden Spitzenermittler und Außenseiter schreiben kann.

Denn "Headhunter" ist anders: Ich-Erzähler, nicht nur brilliant, sondern auch gesellschaftlich erfolgreich ("mit Renomee"), wie Hole aber verletztlich, voller Ängste und deswegen gefährlich und gefährdet, anders als Hole aber prinzipiell daran interessiert, die Welt, in der er lebt zu erhalten, während Hole dies ohnehin nur bedingt zu wollen scheint, wobei sowohl der Headhunter als auch Hole schlussendlich reichlich selbstverschuldetes Chaos durchleben.

Der Einblick in die Welt der Headhunter ist spannend, wenn er auch letztlich überzeichnet wirkt - allein schon die Idee mit der FBI-Verhörtechnik scheint mir doch eher dem Gruselkabinett der Headhunterphobien zu entstammen als der Realität (aber wer weiß, was ich alles nicht weiß). Der Einblick in die Kunstsammlerszene bleibt (wohl gewollt?!) oberflächlich. Auf ein paar Umwegen kommt es dann in typischer Nesboe-Manier wieder zum Kampf Mann gegen Mann, bei dem natürlich auch eine Frau ein tragisches Ende findet und bei dem natürlich eine Beziehung am Abgrund steht und bei dem mindestens einer der beiden Kämpfer genial und schwerstgradig psychisch gestört ist (und man sich ständig fragt, auf welchen der beiden das nun (mehr) zutrifft).

Nesboe überraschte mich im "Headhunter" damit, dass er im Epilog plötzlich die gesamte Geschichte noch einmal umdrehte und umdeutete. Ich möchte hier nicht zu viel vom eigentlichen Plot verraten, weswegen ich nicht konkreter werde, aber spätestens an dieser Stelle fand ich den Krimi einfach schwach. Es tauchte zwar nicht der große Unbekannte auf, aber dennoch wurde auf eine für meinen Geschmack höchst unoriginelle Art und Weise die Handlung nochmal umgekrempelt. Als Leser war ich mindestens genau so überrascht, wie ich über diese plumpe Wendung enttäuscht war. Ich wusste keinen anderen Nesboe-Roman, der vergleichbar banal aufgelöst worden wäre. Auch der Beziehungsaspekt wird unglaubwürdig und psychologisch nur schwer nachvollziehbar aufgelöst.
Außerdem hat es mich ehrlich gesagt gestört, dass sich eine der Hauptpersonen zwischendurch über 10 Seiten in menschlichem Kot wälzt bzw. mit diesem beschmiert ist. Sinnlos ekelhaft!

Ich will das Buch insgesamt nicht zerreden: es hat seine Stärken. Die Business- und Headhunterszene ist, wenn auch übertrieben, so doch in Ansätzen realistisch und vor allem unterhaltsam geschildert. Die Spannung bleibt über weite Strecken erhalten. Insgesamt ist das Buch auch unterhaltsam. Dennoch: Nesboe ist zur Zeit eigentlich nach Sieg Larsson mein zweitliebster Krimiautor und Werke wie allen voran "Rotkehlchen", aber auch z.B. "Leopard" oder "Schneemann" sind einfach Werke, die mich sehr verwöhnt haben, so dass ich "Headhunter" einfach nur vergleichsweise zweitklassig fand.

Nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Lesbar, gut, aber auch keine große Lücke, wenn man nicht gelesen hat. Wer es noch nicht hat, sollte stattdessen besser die Hole-Bücher, am besten in der Enstehungsreihenfolge lesen.
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41 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Mann mit Renommee ..., 18. Juli 2010
Von 
goat (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Headhunter (Broschiert)
Roger Brown ist Headhunter. Und er ist der Beste! Wenn er mit dem Finger schnippt, springen die Anderen. Er hat alles, was man mit Geld kaufen kann - dank seines kleinen Zusatzgeschäftes, denn Roger Brown stiehlt die Kunstgemälde seiner Klienten.
Bei dem Lebenswandel, den er und seine Frau führen, bleibt ihm auch nichts anderes übrig, denn ohne seinen Nebenverdienst könnte er nicht einmal sein Haus halten. Als seine Frau ihm einen potentiellen Klienten vorstellt, muss er sich mächtig ins Zeug legen, denn dieser hat zufällig ein ganz kostbares Gemälde in seinem Besitz. Und da kann Roger einfach nicht widerstehen.
Doch bei seinem letzten und größten Coup wendet sich plötzlich das Blatt und Brown ist der Gejagte. Und als er erkennen muss, wer ihn verraten hat, ist es beinahe zu spät.

Da ich noch keines seiner Bücher kenne, ist der Headhunter von Jo Nesbø mein Debüt und ich habe somit keinen Vergleich zu den Harry Hole Romanen.
In meinen Augen ist dieser Roman sehr gelungen. Der Autor schreibt fesselnd und überzeugt durch eine stimmige Story, die zwar manchmal etwas übertrieben wirkt aber nicht unglaubwürdig. Einige Szenen waren etwas unangenehm und haben ihr Ziel, den Leser zu schocken wohl erreicht (zumindest bei mir).
Etwas unnötig fand ich den Prolog, denn dieser ist Ausgangspunkt für gar nichts und dient nur der Effekthascherei. Aber das hat Jo Nesbø eigentlich gar nicht nötig.

Das spannende an diesem Thriller sind die vielen unvorhersehbaren Wendungen und das gut durchdachte Szenario in diesem Katz- und Mausspiel. Sein Protagonist Roger Brown ist ein kleiner arroganter Gauner, den man aber trotz allem irgendwie sympathisch findet. Bleibt abzuwarten, ob sein Platz in dieser Serie gesichert ist.
Ich würde es begrüßen, denn Headhunter hat mich überzeugt, nachdem ich es nicht wieder aus der Hand legen konnte, bis ich es ganz durchgelesen hatte.
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