Wie schafft es ein junger Mann...
-Sohn von griechischen Einwanderern nach Australien...
-verstrickt in die einerseits stark zwingende Aufrechterhaltung der griechischen Kultur in der Fremde durch die Familie...
-unterworfen von vorgeprägten, stark vermännlichten Vorstellung und Erwartungen, übertragen durch den Vater...
...seine schwule Identität zu finden?
Wir werden hier Zeuge der Schwierigkeiten und beinahe Unmöglichkeiten dieses Unterfangens. Die Problematik zeigt sich hier verdoppelt, der Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen Australien zusammen mit der Abneigung (sowohl eigene als auch äussere Einflüsse), als Mann Männer lieben zu können.
Dieser Film dokumentiert die grosse Kluft zwischen der Einfachheit, schwulen Sex zu haben mit der Schwierigkeit, wirklich eine schwule Neigung integriert zu haben und Nähe bishin zu Liebe unter Männern zulassen zu können.
Alex Dimitriades brilliert in der Rolle des 19 jährigen Ari. Selten habe ich so glaubwürdige Verkörperung einer schwierigen Rolle gesehen, zu Recht spricht man vom neuen Shootingstar an Australiens Filmhimmel.
Sehr schonungslos echt und offen wird hier gezeigt, was Sache ist. Australien hat schon in der Vergangenheit mit sehr klaren Bildern seine Menschen beleuchtet und tut es hier einmal mehr, ohne sich selbst ins schönste Licht zu rücken. Das ist mutig und sollte viel mehr gemacht werden. Das macht Filme wertvoll und vermag Menschen zu erreichen!