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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Auf zum Guten Alten?, 21. September 2008
Nach den vielen Zugeständnissen und Pfadänderungen auf Mr. Beast, mit seinen zum Teil weniger tiefsinnigen, eingängigen Songs, dachte ich mir nicht, dass das neue Album so gut wird. Obwohl der Gesang weg ist, ist die Identifikation so eindeutig Mogwai dass es einen schaudert. Allerdings sind sie dieses mal viel karger und monolitischer. Die Nummern auf einen Nenner bringen ist ebenso unsinnig als einen Track vor zu skipen. Sie besinnen sich auf ihre Wurzeln, wenn in "Batcat" gekonnt wie in "like herod" von Young Team oder in "My father my King" gedronerockt und hypnotisch die Noise Wand aufgezogen wird. Danach wirds abwechselnd leise und laut, ruhig und noisig, die Ideen reichen dabei völlig aus, uns auf ein Neues mit diesem alten Rezept weich zu kochen. Natürlich haut einen das nicht mehr um aber das ist eigentlich gar nicht schlimm, dafür sind sie gereift, das Album ist als Ganzes viel weniger eingängig als alle Vorgänger. Man muss sich schon einwickeln lassen, wie in eine Wolldecke, um mit dem steinigen Sound warm zu werden. Die Band hat auf diesem Album wieder viele verschiedene Klangquellen ausgelotet, so gibt es immer wieder etwas Glockenspiel, Klavier, Keyboard und Synthesizer zu genießen. Die Nummer "the sun smells to loud" zum Beispiel verwundert dann auch noch mit allerhand popigen Noise-Melodien und einem klebrig eingängigen elektronischen Überbau, erstaunlich gut steht ihnen und dem Album diese kleine Postrock Pop-Hymne. Mir und sicherlich vielen Mogwai-Fans wirds gefallen, für die, die Mogwai durch Mr. Beast kennen und lieben gelernt haben, wird es sicherlich eine kleine Umstellung. Und wer für den Herbst eh noch nichts im Cd-Player liegen hat, kann sich diese schönen, saftigen Herbst-Wiesen und die gemütlichen Pub-Abende, in akustischer Form, ja ruhig mal zulegen. Soundscapes mit melankolischem Tenor und ausufernde Abfahrten in die weite, karge Landschaft der schottischen Heimat. Viel Spaß beim erkunden!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Mogwai enttäuschen nicht!, 18. September 2008
Nachdem etwas weniger komplexen, kompakteren, aber dadurch nicht schlechterem "Mr. Beast" präsentieren uns Mogwai auf Longplayer Nr. 6 wieder längere Stücke, die sich vielleicht eher an die Fans der ersten beiden Scheiben "Young Team" und "C.O.D.Y." richten, auch wenn sie weniger sperrig erscheinen.
Der Opener "I'm Jim Morrisson, I'm dead" ist gleich eines der Albumhighlights. Die ersten Pianonoten sind ein schöner Willkommensgruß und der Titel einer der stärksten auf "The Hawk is howling". Mit "Batcat" bieten die Schotten wieder ein krachiges Stück. Ein angenehmer Härtegrad, der von seinem Rockcharakter etwas an "Glasgow Mega-Snake" vom Vorgänger erinnert.
Die folgenden "Danphe and the Brain" (hätte gut auf "Mr. Beast" gepasst) und "Local Authority", das kürzeste Stück des Albums (4:15 min) kommen dann recht routiniert daher, bieten genau das, was man von Mogwai erwartet, ohne aber zu überraschen - frei nach dem Motto: gelernt ist gelernt.
"The Sun smells too loud" mit seinen dezenten wabbernden Elektrosound wirkt fröhlicher, leicht schräg - braucht ein paar Durchgänge.
Das im Anschluß spielende "King's Meadow" ist ein ruhiges, verträumtes Stück Musik mit Intermezzocharakter.
"I love You, I'm going to blow up Your School" bietet erneut solide Arbeit, wobei auch dieser Titel wächst und mit jedem Durchlauf an Intensität gewinnt, wohingegen mit "Scotland's Shame" ein Höhepunkt eingespielt wurde, bei dem man bereits nach dem ersten Hören staunt. Grandioses Stück, das richtig wohlige Atmosphäre schafft und die Stärken Mogwais auf "The Hawk is howling" vielleicht am stärksten andeutet. Zunächst verträumt, entwickelt es sich mit dem typischen Gitarrensound zu einem meiner liebsten Stücke in der Mogwai-Diskographie.
"Thank You Space Expert" ist einfach nur schön und gar nicht so experimentell wie uns der Titel vielleicht suggerieren will.
Mit "The Precipice" wird man verabschiedet wie man begrüßt wurde, nämlich absolut standesgemäß. War "I'm Jim Morrisson, I'm dead" ein gutes Beispiel, daß Mogwais Stärke in den ruhigeren Stücken liegt, demonstriert "The Precipice", daß ihre Stärken... auch im Krachigeren, Schrammeligen liegen und das ohne zu sehr an Lautstärke zu zulegen.
"The Hawk is howling" ist ein gutes Album. Phasenweise vielleicht etwas zu routiniert, aber dennoch mit grandiosen Beiträgen. Sowohl die Liebhaber der ersten Alben können hier befriedigt werden, aber auch die neueren Zuhörer, die vielleicht erst durch "Mr. Beast" auf Mogwai aufmerksam wurden.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Alte Stärken veredelt, 24. September 2008
Ich muss sagen, ich war nie ein echter Mogwai-Fan. Mir war die Musik, die sie machten, nicht eigenständig genug; so als hätte man so etwas schon bei etlichen anderen instrumentalen Post-Rock Bands gehört.
Wenn ich auf meinem Mp3-Player die Zufallsfunktion laufen hatte und Mogwai dranwar, kamen mir gleich mehrere Bands in den Sinn, die das hätten sein können.
Heute brauche ich ein paar Sekunden und ich weiß ganz genau: das sind die Jungs aus Glasgow.
Alles fing mit dem Album "Happy Songs For Happy People" an. Für mich das beste Album der Band seit "The Hawk Is Howling". "HSFHP" zog mich nicht sofort in seinen Bann, ich musste mich auf diese zerbrechlichen, sich langsam entwickelnden Songstrukturen einlassen. Doch dann machte es Klick, und ich wusste, das sind Mogwai.
"Mr. Beast" war dann wieder etwas Neues. Kurze Songs, die in laut und leise aufgeteilt waren. Mich konnte es nicht besonders überzeugen und meine Hoffnungen für "The Hawk Is Howling" waren begrenzt. Als ich dann einen der neuen Songs auf ihrer Myspace-Seite hörte, war eigentlich gar keine Hoffnung mehr da. Was ich da hörte waren nicht mehr Mogwai. Seltsames Country-Party-Elektro Geschrubbel. Ich meine das Lied mit dem wohl seltsamsten Titel des Albums: "The Sun Smells Too Loud".
Jetzt, nach sehr vielen Hördurchgängen, weiß ich, das auch dieser Song in das Ganze des Albums passt. Eine Art Gag im Mittelteil des Albums. Nichts was man ernst nehmen sollte, sozusagen eine kleine Pause.
"The Hawk Is Howling" greift wieder das Grundkonzept von "Happy Songs For Happy People" auf. Wunderbare Spannungsbögen, längere Lieder und eine Stimmung zwischen Melancholie und Freude. Alles lebt. Gesangsansätze fallen dieses Mal komplett aus, doch die Musik spricht für sich selbst.
"I'm Jim Morrison, I'm Dead", "I Love You, I'm Going To Blow Up Your School", "Scotlands Shame" und "Thank You Space Expert" sind gleich vier Supersongs auf einem Album. Auch die etwas kürzeren, vermeintlichen "Lückenfüller" sind so gut durchdacht und strukturiert, dass man seine Freude hat an der Vielschichtigkeit und Schönheit des Mogwai'schen Klangkosmos hat.
Mogwai sind Mogwai und beweisen mit diesem Album einmal mehr, weshalb sie sozusagen das Aushängeschild des Post-Rock sind.
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