Drei jahrzehnte im sonnigen Kalifornien leben, einer der besten Skateboarder der Welt zu sein und dabei noch beliebt und erfolgreich zu sein - wär träumt nicht von einem solchen Leben.
Tony Hawk hat das große Glück gehabt, ein solches Leben führen zu dürfen. Sean Mortimer hat die Erinnerungen Hawks schriftlich festgehalten: von der Kindheit und den ersten Stehversuchen auf dem Board, über die Entwicklung eigener Tricks und das Skating bei Powell in den 80er Jahren bis hin zum kommerziellen und medialen Erfolg in den später 90er Jahren.
Kaum ein anderer Skater dürfte auf sein Hobby bzw. Beruf einen dermaßen großen Einfluss gehabt haben wie Tony Hawk. Er erfand zig neuer Tricks, gewann viele Contests und macht durch seinen eigenen Companies (Birdhouse, Hawk Shoes) und nicht zuletzt das Skatespiel, das seinen Namen trägt Skateboarding populär.
Deshalb zeigt das Buch auch eine Entwicklung des Skateboarding als Ganzem auf: Angefangen bei den Freestylern und Straßensurfer der späten 70er, über die Beton-Pools der 90er bis hin zu den Riesenrampen der 90er: Tony Hawk hat die gesamte Entwicklung seines Sports miterlebt. Dabei werden auch die negativen Zeiten nicht verschwiegen - ähnlich wie die Wirtschaft boomte das Skaten immer wieder, erlebt aber auch seine Flauten.
Über Tonys Privatleben erhält man auch einige interessante Infos. Ziemlich lustig, wenn er von den wilden 80er Jahren erzählt oder den endlosen Trips in Mini-Vans, um von einem Skatepark zum anderen zu gelangen.
Für Skater und Leute, die es gern Skater geworden wären, bietet das Buch einen umfassenden Einblick in die Philosophie des Skatesports und zugleich eine historische Aufarbeitung. Da kann man noch mal richtig anfangen, zu träumen.