Genau darum geht es in Frank E. Flowers Film -Haven-. Lassen sie sich überraschen, was mit dieser Gewichtsangabe gemeint ist; jedenfalls wenn sie es bis zum Ende schaffen. Mich persönlich hat -Haven-, der bereits im Jahr 2004 produziert wurde, nicht überzeugt. Aber sie wissen ja: Die Geschmäcker sind verschieden. Zunächst zur Story:
Da geht es schon los. Eigentlich geht es um zwei Geschichten. Da ist zum einen der Geschäftsmann Ripley, der mit seiner Tochter Pippa auf die Cayman Islands fliehen muss, da seine dunklen Bankgeschäfte aufgeflogen sind. Zum anderen geht es um die Liebesgeschichte zwischen Shy(Orlando Bloom) und Andrea(Zoe Saldana). Shy ist ein introvertierter junger Mann, der auf der Insel Gelegenheitsjobs macht und Andrea ist die Tochter seines Chefs. Wie Flowers die Geschichte von Ripley mit der von Andrea und Shy verknüpfen will, das ist interessant angedacht, kommt zeitweise jedoch völlig verwirrend daher und ist alles andere als stimmig. Als Beispiel sei nur die nicht nachvollziehbare Wandlung Andreas angeführt.
-Haven- wirkt durch den abrupten Wechsel der Handlungsebenen völlig zerbrochen. Wie mit einem Holzhammer scheinen die Geschichten zusammengezimmert zu werden, das hakt und hängt an vielen Ecken. Auch wenn Flowers mit gewagten Zeitsprüngen den Bogen schlagen will, gelingt das nur in Ansätzen. So kommt -Haven- wie ein unvollendetes Werk aus der Fertigstellung und kann im Plot nur schwerfällig, wenn überhaupt, überzeugen.
An der Schauspielleistung von Orlando Bloom oder seinen Kollegen gibt es nichts zu meckern. Wäre -Haven- allerdings Kino der Güteklasse 1A, seien sie sich sicher, die DVD hätte keine 5 Jahre gebraucht, um bei uns an den Start zu gehen.
Letztendlich bleibt mal wieder nur mein Lieblingsrat: Entscheiden sie selbst! Vielleicht erscheint ihnen das, was sich mir so unvollkommen und zerrissen präsentierte, ja als stimmige, große Filmkunst. Ich konnte mich für den Film nicht übermäßig begeistern. Das soll ja nicht heißen, dass jeder das so sehen muss.