oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Jetzt herunterladen
 
Kaufen Sie das MP3-Album für EUR 15,12
 
 
 
 
Have One on Me
 
Mehr Bilder ansehen
 

Have One on Me [Box-Set]

Joanna Newsom Audio CD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
Statt: EUR 18,99
Jetzt: EUR 17,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
Sie sparen: EUR 1,00 (5%)
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 5 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Donnerstag, 31. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
Kaufen Sie das MP3-Album für EUR 15,12 bei Amazon MP3-Downloads.


Joanna Newsom-Shop bei Amazon.de

Musik

Bild des Albums von Joanna Newsom

Fotos

Abbildung von Joanna Newsom
Besuchen Sie den Joanna Newsom-Shop bei Amazon.de
mit 5 Alben, 3 Fotos, Diskussionen und mehr.

Wird oft zusammen gekauft

Have One on Me + Ys + The Milk-Eyed Mender [Vinyl LP]
Preis für alle drei: EUR 49,97

Einige dieser Artikel sind schneller versandfertig als andere. Details anzeigen

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Ys EUR 15,99

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • The Milk-Eyed Mender [Vinyl LP] EUR 15,99

    Auf Lager. Zustellung kann bis zu 2 zusätzliche Tage in Anspruch nehmen.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details


Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Audio CD (26. Februar 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 3
  • Format: Box-Set
  • Label: Drag City (rough trade)
  • ASIN: B0034C263A
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 9.045 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Reinhören und MP3s kaufen

Titel dieses Albums sind als MP3s erhältlich. Klicken Sie "Kaufen" oder MP3-Album ansehen.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         


Disk 1:

Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Easy 6:03EUR 0,84
Anhören  2. Have One On Me11:02EUR 0,84
Anhören  3. '81 3:51EUR 0,84
Anhören  4. Good Intentions Paving Co. 7:02EUR 0,84
Anhören  5. No Provenance 6:25EUR 0,84
Anhören  6. Baby Birch 9:30EUR 0,84


Disk 2:

Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. On A Good Day 1:48EUR 0,84
Anhören  2. You And Me, Bess 7:12EUR 0,84
Anhören  3. In California 8:41EUR 0,84
Anhören  4. Jackrabbits 4:23EUR 0,84
Anhören  5. Go Long 8:02EUR 0,84
Anhören  6. Occident 5:31EUR 0,84


Disk 3:

Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Soft As Chalk 6:29EUR 0,84
Anhören  2. Esme 7:56EUR 0,84
Anhören  3. Autumn 8:01EUR 0,84
Anhören  4. Ribbon Bows 6:10EUR 0,84
Anhören  5. Kingfisher 9:11EUR 0,84
Anhören  6. Does Not Suffice 6:44EUR 0,84


Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Über 120 Minuten Musik, verteilt auf 18 teilweise episch lange Songs und drei CDs - das lässt erwarten, dass Joanna Newsom mit Have One On Me ein üppiges Paket mit Schwerstarbeit für die Sinne reicht. Und dann kommt es ganz anders, denn die singende Harfenspielerin versucht gar nicht, den überaus erfolgreichen und umschwärmten Vorgänger Ys zu überflügeln. Den hatte sie 2006 mit dem legendären Arrangeur Van Dyke Parks, Steve Albini und Jim O’Rourke aufgenommen, eine kaum zu toppende Kompetenz-Allianz. Vier Jahre später greift der Darling des Nu-Folk auf weniger prominente Namen zurück und arbeitete eng mit dem Komponisten , Multiinstrumentalisten und Balkan-Musik-Fachmann Ryan Francesconi aus Portland / Oregon zusammen. Das 3-fach-Album (CD wie LP) Song für Song zu sezieren ist kaum möglich, zu überwältigend und kaum zu verdauen ist diese Menge an Eindrücken, Details und spielerischen Feinheiten. Auffällig an Have One On Me, zu deutsch “Ich gebe einen aus”, ist aber die gereifte Stimme von Joanna Newsom, die trotz ihrer Gesangshöhe kaum noch pieps und kieks, all diese björk’sche Gesangsakrobatik vermeidet und nun mehr an Kate Bush erinnert. Der Verzicht auf die stimmlichen Eskapaden bei gleichzeitigen Beibehalten des permanenten Heben und Senkens der Stimme kommt den feinfühligen Stücken sehr entgegen, die sich trotz ihrer Länge kaum verlaufen und die Songstrukturen nicht aufgeben. Das macht Have One On Me zugänglicher, trotz einer Flut von Reizen, die von osteuropäischen zu asiatischen, von Folk, Jazz zu Soul reichen. Trotzdem: Je weiter man sich durch das Werk mit seinen opulenten Streichern und Bläsen wie schlichten Akustik-Passagen arbeitet, desto mehr verschwimmen die Erinnerengen an das zuvor Gehörte...obwohl Joanna Newsom auf komplexe Strukturen zugunsten Transparenz verzichtet. Ein Schicksal bleibt dem wunderschönen wie geheimnisvollen Have One On Me damit garantiert erspart, nämlich nach einigen Hördurchgängen bis auf die letzte Note dechiffriert worden zu sein. - Sven Niechziol

Andreas Borcholte, SpiegelOnline, Februar 17, 2010

Man stellt sich vor, wie diese junge, zarte Fee von einer Frau nachts an einem großen Panoramafenster in den Hills über Hollywood steht. Da unten glitzern die Lichter von Los Angeles, kalt und zu weit weg, um sie zu begreifen. Vielleicht hat sie ein Glas Wein in der Hand, vielleicht ist sie einsam, vielleicht träumt sie von den warmen Maisfeldern des Mittelwestens. Oder vom zauberhaften Land Oz. Vielleicht auch nur von dem einen, den sie liebt und der ihr fehlt. Und dann setzt sie sich an ihre Harfe und erschafft einen weiteren dieser wundersamen, wunderschön traurigen Songs, die nun auf ihrem neuen Album versammelt sind. Joanna Newsom, vor zwei Jahren mit ihrem Album "Ys" zur neuen Ikone weiblicher Singer/Songwriterkunst erhoben, ist zurück mit neuen Einblicken in ihr Gemütsleben. "I am no longer afraid of anything, save the life that, here, awaits. I don't belong to anyone. My heart is heavy as an oil drum", singt sie in "In California" mit ihrer hohen, manchmal schneidenden, oft verletzlich wirkenden Stimme über Harfe, Violinen und Piano. Etwas über zwei Stunden lang ist "Have One On Me". 18 Songs, einige bis zu elf Minuten lang, sind auf drei CDs verteilt - ein monumentaler Kraftakt von einem Album, das trotzdem so unbeschwert und kurzweilig wirkt, als bliebe die Zeit einfach stehen, wenn man Joanna Newsom in ihr musikalisches Reich folgt, in dem die Konventionen von Pop außer Kraft gesetzt sind. Sicher, man kann ihre Musik zum Appalachian Folk zurückverfolgen, zu Joni Mitchells frühen Alben, zu Kate Bush und zu Tori Amos, aber keine Analyse ihrer Einflüsse erklärt die Magie, die Joanna Newsoms Gesang und ihre behutsam aufgebauten Lieder entfalten. Wir wagen mal eine Prognose: Mehr Musikalität und Gefühl wird dieses Jahr kaum ein anderer Künstler bieten können. (10)

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 
(2)

 

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ausufernd.... 17. März 2010
Von Stephan Urban TOP 500 REZENSENT
Format:Vinyl|Von Amazon bestätigter Kauf
schön, dass es diese produktion auch als opulente 3-LP-box gibt. noch dazu zum zivilen preis, wenn ich auch schon stabiler gefertigte boxen und prachtvollere booklets gesehen habe.

dafür gibt's auf jedem LP-innencover ein dezentes schwarzweißfoto von frau newsom im korsett, die dem betrachter ihre langen beine vorführt. das ist nett anzusehen, aber das hat die dame gar nicht nötig. Ihre stimme klingt nach mischung aus joni mitchell und kate bush, sie kann auch ein wenig wie tori amos hauchen (ohne aber deren innere kraft zu haben) und zeigt doch eigenständigen charakter.

die songs sind spärlich mit piano und streichern instrumentiert. viele arrangements werden von einer zart gespielten harfe getragen, einem von mir sehr geschätzten, aber seltsamerweise unterrepräsentierten instrument. die klänge schweben, sind zeitweise nur hingetupft, verbreiten eine seltsam abgehobene athmosphäre.

stilistisch ist diese musik nicht einzuordnen, um trotzdem ein paar worthülsen einzustreuen, ein wenig folk, ein wenig pop aber in erster linie anders.

das songwriting orientiert sich in keiner phase an konservativen herangehensweisen, auch das übliche strophe/refrain-konzept kommt hier kaum vor und die lieder dauern so lange, wie sie dauern, manche ganz schön lange...
das hat hohes niveau und auch die sehr persönlichen texte tragen dazu bei, den geneigten hörer in den bann zu ziehen. zweifellos große kunst, wenn auch manchmal etwas langatmig.

beim sound wurde gleichwertige qualität leider nicht erreicht, die aufnahme ist zwar schnörkellos und brav, aber auch ein wenig undynamisch, blass und schlecht ausgeleuchtet.
das ist schade, die wirkung dieses albums wäre wohl stärker, wenn man - zumindest akkustisch - näher an frau newsom herankäme.

ein sterneabzug dafür wäre aber zu hart, somit mit gutem gewissen aufgerundet. von joanna newsom wird man heuer wohl noch hören!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
BÄM! 24. Februar 2010
Von David S.
Format:Audio CD
Eine Tripel-CD ... sowas gabs auch selten. Eigentlich muss man ja bei solchen Monumentalwerken sehr vorsichtig sein, weil meistens der der hörenswerte Anteil der Musik auf eine CD gepasst hätte, aber andererseits ist das hier ja eine Joanna-Newsom-CD also darf man mal gespannt sein. 3 CDs bedeutet 2 Stunden und 4 Minuten Spielzeit (!) beziehungsweise 18 Songs.

Die Musik ist (für alle die Joanna Newsom noch nicht kennen) dominiert von Frau Newsom eigenwilligem Gesang. Der Vergleich zu Kate Bush ist mittlerweile wirklich ausgewalzt, aber in einigen Liedern dieser CD hat er sich mir doch wieder aufgedrängt. Ansonsten sind die songs harfen- oder pianobegleitet und teilweise orchestriert mit allerlei Instrumenten. Insgesamt sind die Songs schlichter angelegt als auf Ys, was die Arrangements angeht, also weniger prosaisch, was man allein aus der im Mittel deutlich kürzeren Dauer der einzelnen Songs sehen kann. Auch ist das Ganze weniger "aus einem Guss" als Ys, was allerdings sehr zu begrüßen ist, da das Album sonst Gefahr liefe langweilig zu werden. Das Album aber als eine Mischung aus Ys und Milk-Eyed Mender zu beschreiben wird der Sache nicht gerecht. Auch wenn kein brutaler Bruch mit dem bisherigen Werk festzustellen ist sind doch in vielen Details subtile Weiterentwicklungen feststellbar - ein Umstand den ich besonders begrüße. Konsequent wird die bekannte Tonsprache um gewisse Elemente erweitert ohne den Bogen zu überspannen und nach Durcheinander zu klingen. Eine echte Parallele zu Ys stellt dagegen die Tatsache dar, dass man für dieses Album wohl einiges an Zeit benötigt. Erstens ist die Musik ein wenig sperrig (im positiven Sinne) und zweitens ist eben der zeitlich Umfang immens. Falls jemand irgendwo reinhöhren möchte bevor er die CD kauft oder nicht würde ich wohl "baby birch" empfehlen (In dem übrigens eine elektrische Gitarre zu hören ist... damit hätte ich nicht gerechnet). Über die Qualitäten von Joanna Newsom möchte ich wenig Worte verlieren sondern am Besten einfach eine Textpassage aus dem Outro von Baby-Birch hier zitieren, die mir besonders gut gefallen hat:

"There is a blacksmith,
and there is a shepherd,
and there is a butcher boy,
and there is a barber, who's cutting
and cutting away at my only joy.
I saw a rabbit,
as slick as a knife,
and as pale as a candlestick,
and I thought it'd be harder to do,
but I caught her, and skinned her quick:
held her there,
kicking and mewling,
upended, unspooling, unsung and blue;
told her 'wherever you go
little runaway bunny,
I will find you.'
And then she ran,
as they are liable to do."

Insgesamt kann man wohl sagen, dass alle, die Joanna Newsom schon vorher mochten hier voll auf ihre Kosten kommen werden. Wer Joanna Newsom vorher nicht mochte wird hier wohl auch nicht zum Fan werden. Für mich allerdings bis jetzt ganz klar das spannendste Album 2010 ... viel Spaß beim hören.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
83 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von song_x
Format:Audio CD
Wer erinnert sich nicht an die erste Begegnung mit Joanna Newsoms Stimme!? Ein wenig schrill und kindlich-naiv klang sie auf ihrem Debut THE MILK-EYED MENDER (2004). Kurze Songs mit Harfe, die verzücken, aber auch irritieren konnten. Fasziniert war man von der emotionalen Direktheit dieser Musik, und bald suchten Kritiker dafür nach den richtigen Wörtern und Referenzen. Auf einmal schien da wieder ein seltenes helltönendes Original (wie Björk, und davor Kate Bush) neue Räume zu erkunden. Die Independant-Szene hatte eine neue, schräg singende Heldin mit Pippi Langstrumpf-Flair, aber insgeheim fragte man sich schon, ob der Zauber beim nächsten Mal noch wirken würde.

YS (2006) ließ alle Befürchtungen zerbröseln. Auf einmal begegneten uns phantastisch ausufernde Lieder, jenseits der Regeln für Strophe und Refrain. Mit den ausgefeilten Produktionstechniken von Jim O Rourke und Steve Albini sowie raumgreifenden Violinen und Violas von Altmeister Van Dyke Parks entstand ein überragendes Werk. Als vielen dämmerte, daß YS rasch Klassiker-Status erlangen würde, stand die Frage im Raum, ob das denn nun der Gipfel war, und ob allmählich alle Exzentrik einer sanfteren Gang- und Sangesart weichen würde.

HAVE ONE ON ME ist nicht nur ein simpler Trinkspruch (und eine sexuelle Anspielung), es ist auch die Fortsetzung des Zaubers mit neuen, nie ganz greifbaren Rezepturen, in einem Werk, in dem Momente der Trunkenheit in allen möglichen Formen (Sex, Liebe, Umnachtung etc.) reich gesät sind. Es gibt in diesem Dreifach-Album die kurzen, nur von der Harfe begleiteten Lieder (auf einigen Songs wechselt sie zum Klavier); es gibt die langen Songgebilde, die zwar beim ersten Hören geradliniger daherkommen als beim Vorgänger, aber dann doch eigenartige Wendungen und Kurven einschlagen.

Die Lieder beginnen oft spartanisch, und dann wird ihnen gutes altes Cinemascope eingehaucht. Der Gitarrist und Tambura-Spieler Ryan Francesconi arrangierte viele Parts mit Holzbläsern und Streichern. Einiges hört sich exotisch an, neben der Tambura etwa die Kaval, die ebenfalls aus dem Osten Europas kommt. Auch die Kora, eine 21-saitige Harfe aus Mali, darf zum Duett mit Newsoms europäischer Harfe aufspielen (außer Frage steht, daß Joanna Newsom die archaische Koramusik eines Toumani Diabate sehr schätzt und diese in ihrem Studium nicht minder intensiv studierte wie die weltoffene Klassische Musik eines Claude Debussy - subtil fließen hier Klangspuren des Impressionisten ein). Solche Duftnoten anderer Kulturen hinterlassen häufig einen schalen Nachgeschmack - bei dieser Jägerin alter spirits und vibes passen sie bestens zu den Roots-haltigen Banjo-Sounds und anderen Schwingungen eines lang vergangenen Amerika!

Und die Themen der Songs? Die Texte von Ms. Newsom können durchaus mal Schwindel erzeugen (manch kryptische Bilder entziehen sich einer schnellen Deutung), dann wieder ist der Wortwitz scharfzüngig, und die gute alte Tante Liebeslied um einige hinreißende Zeilen bereichert! - I regret how i said to you, Honey, just open your heart, when I have got trouble even opening a honey jar. Vieles dreht sich ums Verbandeln und Entbandeln, um die Balance von In-Sich-Ruhen und Außer-Sich-Sein. Dazu gesellt sich ein On-The Road-Gefühl, das Sich-Treiben-Lassen, das Zurückkommen zu den Wurzeln.

Manches davon macht sich eine wunderlich alte Sprache zunutze, die den Straßenstaub gar nicht erst abschütteln muß. HAVE ONE ON ME mischt Autobiographisches, Fiktives und Mythisches in einer Perfektion, die an einen gewissen Herrn Dylan erinnert. Kein Wunder, daß sie zu ihren Lieblingsautoren Carson McCullers und William Faulkner zählt (nehmen Sie sich mal bei Lust und Laune die Neuübersetzung von Faulkners LICHT IM AUGUST vor, oder John Steinbecks FRÜCHTE DES ZORNS, und Sie erfahren mehr darüber, welche Quellen die Lady auf HAVE ONE ON ME u.a. anzapft, als von diesem ganzen Elfenquatsch, der ihr angedichtet wird!)

Songweise wirkt das so, als habe Joanna Newsom vor sich hin fabuliert, an entlegenen Orten, in Bildern, die Traumszenen beschwören und sich auf manche Dunkelheit einlassen. Das Herz bleibt ein einsamer Jäger. (Kleine Fußnote nebenher - Newsom war eine Zeitlang zusammen mit Bill Callahan (aka Smog); da muß sie auch Muse gewesen sein, denn manche von YS abstrahlende Streicherklänge inspirierten sein letztjähriges Klasse-Album I WISH WE WERE AN EAGLE. Und auch die Alben von Smog sind ja, man denke an die Highlights, RED APPLE FALLS und KNOCK KNOCK, wundervoll knorrige Zeugnisse des Driftens und Nie-Ankommens und Zurücksehnens - Sie kennen dieses Platten nicht? Bitte nachholen!).

Die Stimme ist über die Jahre anders geworden, hat sich entwickelt, findet - buchstäblich - etwas tiefer gelegte Räume (kurze Kiekser gibts trotzdem noch). Erste Kritiken ziehen (was die Anmutung des Gesangs und die Schwingungen leicht gospeliger Momente angeht), Vergleiche zu Nina Simone, Laura Nyro und Joni Mitchell (da wäre beim ersten Album keiner drauf gekommen!). Bei HAVE ONE ON ME bleibt alles in Bewegung, in allerfeinsten Texturen. Auch wenn der Kelch einiger Lieder hier und da überfließt (have one on me, Joanna, cheers), ist das Werk erstaunlich formbewußt. Durchgearbeitet. Durchdacht. Der Zauber nimmt stets neue Formen an, und eine Formel dafür ist, zum Glück, nicht abrufbar!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
Klasse Album
Wunderschön, aber nur kaufen wenn man weiß was man später hören wird.
Die Aufmachung ist sehr gut gestaltet und der Preis einfach unschlagbar. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Hauke Sandhaus veröffentlicht
Cheers!
"Have one on me" ist im Vergleich zu "Ys" wesentlich zugänglicher. Mit (relativ) kürzeren Songs und (relativ) einfacheren Arrangements. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von _pearlfisher_ veröffentlicht
Talentierte Musikerin
Joanna Newsom spielt auf dieser Aufnahme Harve und KLavier und singt ihre selbst gedichteten und komponierten Lieder in einer wunderbaren Weise. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Andreas Mathys veröffentlicht
Gute Aufnahme - Vinyl OK
Über die Musik ist hier eigentlich schon alles gesagt worden, dafür gibt's auch von mir vier Sterne. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Norbi veröffentlicht
Gute Aufnahme - Vinyl OK
Über die Musik ist hier eigentlich schon alles gesagt worden, dafür gibt's auch von mir vier Sterne. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Norbi veröffentlicht
crazy - but true
nachdem ich den titel "in california" im radio (!!!) in irland in voller länge gehört hatte, musste ich dieses album unbedingt haben - und bereue es nun keineswegs. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Rainer aus Wels veröffentlicht
Frechheit!!!
Leider Gottes habe ich die Warnung eines vorherigen Rezensenten, welcher auf Pressmängel hinwies, ignoriert, und mir die Platte trotzdem gekauft. Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von - veröffentlicht
Diese Musik schlägt Haken wie ein Feldhase
Albumcover lügen nicht: wir sehen Joanna Newsom auf einem Diwan, umgeben von Bambi, Leopardenfell-Stuhl, Pfau, chinesischem Wandteppich und allerhand Nippes, und genau die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Mai 2010 von dreamjastie
staunen
second try: diese kritik, nach dem - endlich mal nicht ausgefallenen - hamburger konzert verfasst, auf dieses ereignis hin aufgeschoben gewesen, stellt eine huldigung des werks... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Mai 2010 von J. Wagner
Kinderstimme?
Joana Newson hat sicher Talent, jedoch finde ich dieseBegabung noch nicht ausgereift,
so dass mir die (fast) euphorischen Bewertungen nicht gerechtfertigt erscheinen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Mai 2010 von Gottfried Ofner
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:











Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de