Der Büchermarkt wird derzeit überschwemmt von Biographien ehemaliger Superstars des Wrestling.
Mick Foley's erstes Buch "Have a nice day - a tale of blood and sweatsocks" ist schon jetzt ein absoluter Klassiker! Und das ist keinesfalls übertrieben, denn der lockere und vor allem nie langweilige Schreibstil macht das Buch zu einem absoluten Muß. Auch Leute, die mit Wrestling nichts am Hut haben, werden ihre Freude daran haben. Wenn man bedenkt, dass das Buch großteils von Foley alleine mittels "brainstorming auf Papier" entstanden ist, dann alle Achtung. Nicht zu unrecht ist dieses Buch auf der New York Times Bestsellerliste zu finden gewesen.
In diesem Buch beschreibt Mick Foley seinen Werdegang im Wrestlingbusiness - er erzählt, wie er das Handwerk von der Pieke auf gelernt hat. Die unzähligen Stunden in Dominic Denucci's gym, die langen Reisen zu den verschiedenen Arenen und natürlich die äußerst harte Arbeit und ständige Selbstüberwindung, um ein Star zu werden.
In dem über 700 Seiten starken Buch geht Foley sehr detailliert an die Sache heran; selbst sein Familienleben kann man gut mitverfolgen. Die ständigen ups and downs seiner so illustren Karriere veranlassen einen stets weiterzulesen. Man kann sich alles bildhaft vorstellen - man glaubt mit Foley im Ring zu stehen. Herrlich, wie er am Anfang den Verlust seines Ohres bei einem Auftritt in Deutschland beschreibt. Der Mann spricht Deutsch, keine Frage!
Man bekommt einen sehr guten Einblick in das Entstehen bzw. Wirken seiner Charaktere (Cactus Jack, Mankind, Dude Love, Mick Foley).
Wie gesagt, ein Klassiker! Und ein Beweis dafür, was in den USA als "Nobody" so alles möglich ist, denn viele zweifelten an einen Erfolg.
Kurzum: unbedingt kaufen, viel Lesespaß um wenig Geld!