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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
größtenteils gelungene Hommage!,
Von S. Erlemann "Media-Mania.de" (Good old Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Havanna: Eine kubanische Reise (Gebundene Ausgabe)
Kuba. Urlaubern geht das Herz auf, wenn sie an dieses Land denken. Exilanten hingegen, also Menschen, die Kuba verlassen wollten oder mussten, geraten in Wut über den Polizeistaat, die allgegenwärtige Diktatur, den Niedergang. Oder trauern um ein Paradies, das durch einen einzigen Menschen und seinen unbezwingbaren Willen zu einem erstarrten Etwas geworden ist. Bücher gibt es wahrlich genug über die Karibik-Insel, doch einen Comic? Einen Reisebericht, der in Bildern versucht, sich diesem Volk und seinem Schicksal zu nähern? Eine Collage von Eindrücken, die eine Skizze liefern sollen, wie Kuba heute, nach dem Rücktritt Fidel Castros, aus seinem Dornröschenschlaf erwacht - gegen alle existierenden Widerstände?
Reinhard Kleist hat versucht, seinen vierwöchigen Aufenthalt in Havanna in Bilder zu transformieren, seinen Seelenzustand und den der Menschen, denen er dort begegnet ist, mit Bleistift, Tusche und einigen wenigen Sätzen einzufangen. Und einfach hat es sich der mehrfach preisgekrönte Zeichner nicht gemacht. Er hat sich unter die Menschen gemischt, den real existierenden Sozialismus zu erfassen versucht, hat mit Fidel, dem Allgegenwärtigen, einen stummen Disput begonnen. Er hat versucht zu verarbeiten, was er gesehen hat, im Diskurs zu umreißen, was diese Realität so zwiespältig macht. So wunderschön, so erschreckend, so einmalig und so kaputt, so wertvoll und so fadenscheinig. "Havanna. Eine kubanische Reise" ist eine Hommage an die Menschen geworden. Und eine Anklage. Denn trotz der überall plakatierten und unübersehbaren Errungenschaften des karibischen Sozialismus bleibt auch dem Besucher nicht verborgen, wie dramatisch dieses Land unterjocht wurde und wird. Wie sehr der Polizeistaat in die alltäglichsten Dinge hineinragt, wie unerbittlich Castro ein ganzes Land, Millionen Bürger gängelt, kaserniert und unterjocht. Die Bilder, die dies alles dokumentieren sollen, sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Da gibt es nicht wenige Skizzen, die wie hingeschludert, wie unfertig wirken, die kaum mehr als Fingerübungen sind für einen so begabten, so versierten Zeichner, wie Kleist zweifellos einer ist. Immer wieder blättert man enttäuscht weiter, sieht zu wenig, sucht das Besondere, ohne es zu finden. Doch dazwischen finden sich Ansichten, Bilder, Zeichnungen, Skizzen, Eindrücke, die fast schon von begnadeter Genialität sind, die ein Land, ein Gefühl, ein Volk erfassen. Mit wenigen Strichen, etwas Farbe und einem sicheren Blick für die Details vermag Kleist dem fernen Betrachter einen Eindruck zu vermitteln, der so schnell nicht verblasst, der haften bleibt, der sich festsetzt. Diese "kubanische Reise" ist ein Kleinod an einmalig schönen Bildern. Zwischen dem Banalen, dem Normalen, dem Einfachen findet man Bilder, die perfekt sind. Dafür muss man dieses Comic-Buch einfach besitzen. Es immer wieder durchblättern, es immer wieder stundenlang durchforsten. Die Schlaglichter, die Kleist auf dieses Land wirft, sind wertvoller als Hunderte Seiten Bericht, wie Dutzende Zeitungsberichte, wie Tausende Fotos. Als Beispiel mag das Deckblatt dienen, das zeigt, wie der Zeichner arbeitet, wie er Personen, Gebäude und Bewegung erfasst, inszeniert, darstellt. Zwar ist dieser Comic nicht gerade sehr günstig, doch wer Kuba mag oder einen Eindruck dieses Landes erhalten möchte, sollte einen Blick riskieren. Stefan Erlemann Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die etwas andere Reisebeschreibung,
Von Kritischer_Leser (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Havanna: Eine kubanische Reise (Gebundene Ausgabe)
Mit Havanna ist Reinhard Kleist eine sehr schöne und doch gleichermaßen andere und unkonventionelle Reisebeschreibung gelungen. Mit seinen atmosphärischen Bildern und Grafiken gelingt es ihm immer wieder den Leser in seinen Bann zu ziehen. Mitunter hat man das Gefühl hupende Autos und laute Musik zu hören. Dazu kommen noch die interessanten Geschichten, die man als Kuba-Nicht-Auskenner sehr zu schätzen weiß. Alleine die Tatsache, dass es in Kuba offensichtlich kein richtiges Internet gibt, sondern statt dessen ein stark zensiertes Intranet fand ich sehr aufschlussreich. Besonders vor dem Hintergrund, dass in den teuren Nobelhotels Internet über WLAN problemlos verfügbar ist.Zusammenfassend kann ich sagen, dass diese doch sehr ungewöhnliche Reisebeschreibung jedem zu empfehlen ist, der sich auf gerne auf das etwas Besondere und Spezielle einlässt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mythos Kuba,
Von Kunstfreund (Brüssel) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Havanna: Eine kubanische Reise (Gebundene Ausgabe)
Hier erzählt der Comic-Autor durch ein Abfolge von Bildern eindrucksvoll über eine kubanische Reise. Als Tourist gibt er das Großstadtleben in Havanna, aber auch Eindrücke vom Hinterland und die Schicksale und Geschichten der Menschen, die er dort trifft als Reisetagebuch wieder. Illustrationen vom hektischen Treiben Havannas, eindrucksvolle Tuschezeichnungen und Aquarelle über das tägliche Überleben der Menschen in der zerfallenen Millionenstadt. Kuba ist auf jeden Fall eine Reise wert.
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