Aus: ekz-Informationsdienst Nr. 10/03
Der Autor ist Psychologe und seit 30 Jahren querschnittgelähmt. Er sieht im Erleben von Partnerschaft und Sexualität einen entscheidenden Bereich für die Umsetzung des Selbstbestimmungsprozesses von Behinderten. Grundlage für diesen Band sind Erfahrungsberichte, die er im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit in der Sexualberatung im Institut zur Selbst-Bestimmung Behinderter" (ISSB) erhalten hat. Zudem beschreibt er, wie die Arbeit mit behinderten Menschen in dieser Beratungsstelle durchgeführt wird. Zusätzlich zu den Titeln "Behinderte Sexualität - verhinderte Lust" (ID 26/02; enthält u.a. Beiträge eines Kongresses zu diesem Thema) sowie "Sexualität und Behinderung" (ID 50/98; enthält Beiträge einer Fachtagung). Insbesondere für Betroffene, die sich über die Arbeit des ISSB informieren wollen. Keine wissenschaftliche Auseinandersetzung, sondern als Sprachrohr für Betroffene gedacht. (3) Anke Märk-Bürmann
Kurzbeschreibung
Beziehungen mit Nähe und Sexualität zu leben, ist für Menschen mit Behinderung äußerst schwierig. Kontakt aufnehmen gängiges Schönheitsideal Orte für Intimität erotische Hilfsmittel sind nur einige Themen, die alle interessieren, über die aber nie offen gesprochen wird. Dieses elementare Bedürfnis behinderter Menschen greift das Buch facettenreich auf mit Tipps und Kontaktadressen.
Der Verlag über das Buch
Dieser Reiseführer in Sachen Erotik vermeidet es, über die Welt zu jammern. Ergeben sich Probleme, so sollen sie wahrgenommen und aufgelöst werden. Viele Behinderte leben so, als seien sie ganz normal. Sie schießen sogar über das Ziel hinaus. Weil alle Welt glaubt, unser Leben sei voller Probleme, leben sie als Gegenbild die permanente Fröhlichkeit. Bis sie in die Verlegenheit kommen, die Bettdecke aufschlagen zu müssen. Partnerschaft und Sexualität sind die beiden Lebenserfahrungen, die der Emanzipationsbewegung Behinderter den entscheidenden Emanzipationsschub geben werden. Um das zu erreichen, genügt es nicht, an der Gesellschaft zu arbeiten, zunächst haben wir an uns selber genug zu tun.