Ich habe die ersten Romane von Mo Hayder verschlungen. Mit "Tokio" und der "Sekte" ging es abwärts. Nun hatte ich mich auf ein Comeback von Inspektor Caffery gefreut. Aber was für eine Enttäuschung! Hier nur mal eine erste, spontane Auflistung der Dinge, die mich an diesem Buch gestört haben (auch auf die Gefahr des einen oder anderen SPOILERS):
- Der Titel ist mit das dramatischste an diesem Buch. Zum Thema "Haut" folgt eigentlich viel zu wenig, um diesen zu rechtfertigen. Wie wäre es mit "Falsche Selbstmorde"?
- Die Story ist so konfus, das ich immer das Gefühl hatte, dass die Autorin da 2-3 Romanfragmente zu Hause rumliegen hatte, und daraus dann einen gezimmert hat, um den Wünschen ihres Verlegers gerecht zu werden.
- Es ist mit Abstand der unspannendste Roman von Mo Hayder. Die Anzahl der Seiten, wo es wirklich zur Sache geht (Es ist ja angeblich ein "Psychothriller"), kann man an den Fingern einer Hand abzählen.
- Der eigentliche Täter bleibt farblos und kommt erst sehr spät ins Bild. Es wird keinerlei Motivation zu seinen Taten geliefert. Und sein Ende ist laaaaangweilig!
- Das Buch wimmelt von kruden, seltsamen Figuren, die mit der Handlung eigentlich nichts zu tun haben, die man besser weg gelassen hätte und die die ganze Handlung (?) noch undurchsichtiger machen, als die eh schon ist (Amos Chipeta, der "Walking Man"?????)
- Die handelnden Ermittler agieren derart stümperhaft und verstossen andauernd gegen allgemeine Regeln und Verschriften (Regel 1: Sich nie allein in Gefahr zu begeben!), sind teilweise sogar kriminell, dass man sich fragen muß, ob die angeblich Guten nicht doch die Bösen sind.
- Wie kann eine Frau, die einmal so spannende Bücher wie den "Vogelmann" abgeliefert hat, derart landweilig sein?
Ich denke, dass Mo Hayder mich nun als Leser endgültig verloren hat!