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Hausaufgaben [Taschenbuch]

Jakob Arjouni
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

Dezember 2005
War er seiner Familie, seinen Schülern nicht immer ein leuchtendes Vorbild? Und nun muß Deutschlehrer Joachim Linde "peinlichstes Privatleben" vor seinen Kollegen ausbreiten, um seine Haut zu retten. Denn alles in seinem Leben scheint die schlimmstmögliche Wendung genommen zu haben.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 6 (Dezember 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257235046
  • ISBN-13: 978-3257235043
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,2 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 49.009 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jakob Arjouni, geboren 1964 in Frankfurt am Main, veröffentlichte Romane, Theaterstücke, Erzählungen und Hörspiele. Er war 21 Jahre alt, als sein Frankfurter Privatdetektiv Kemal Kayankaya in ›Happy birthday, Türke!‹ zum ersten Mal ermittelte, ein hochgelobtes Debüt (1991 unter der Regie von Doris Dörrie verfilmt). Es folgten vier weitere Fälle, für ›Ein Mann, ein Mord‹ (dritter Fall) erhielt Jakob Arjouni 1992 den Deutschen Krimipreis. Seine Romane ›Hausaufgaben‹, ›Chez Max‹ und vor allem der Roman über einen ostdeutschen Nazimitläufer, ›Cherryman jagt Mister White‹, sind mittlerweile Schullektüre. Das Thema, das sich wie ein roter Faden durch Arjounis Werk zieht, ist die Auseinandersetzung mit Gewalt in all ihren Formen. Seine Leser liebten ihn für seine spannenden, scharfzüngigen, sprachlich unprätentiösen, witzigen und klugen Bücher. Sein Werk ist in 23 Sprachen erschienen. Er starb am 17. Januar 2013 in Berlin.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhaft gut! 19. Februar 2009
Von Meg
Format:Audio CD
Ich gehöre zu den absoluten Hörbuch-Fans. Und ich habe einen recht hohen Anspruch an den Schriftsteller ebenso wie an den Vorleser. Hier kommt beides aufs Vollendetste zusammen - Jakob Arjouni, der gekonnt Psyche und Handlung der Protagonisten beschreibt, und Rufus Beck, ein genialer Vorleser. Ich habe jedes Wort genossen!

Anders gestaltet es sich allerdings, wenn Jakob Arjouni selber vorliest - wie bei "Chez Max" der Fall. Er schafft es nicht, dem Hörer die Personen so zu vermitteln, dass sie ihm nahe kommen. Er liest jeden Satz in immer dem gleichen Tonfall mit immer der gleichen Betonung - einfach öde zum Abschalten! Das habe ich schon innerhalb der ersten CD getan - es war leider unerträglich. Dabei hatte ich mich -nach "Hausaufgaben" total drauf gefreut. Schreiben kann er ganz wunderbar, aber das Vorlesen sollte er lieber anderen überlassen. Rufus Beck zum Beispiel - der ist echt klasse!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Professor Unrat 17. Januar 2007
Format:Taschenbuch
Herr Literaturprofessor Linde freut sich am Freitag schon auf das von ihm lange geplante Wanderwochenende in Brandenburg. Während seine Gattin Ingrid zufolge ihrer schweren Depressionen wieder einen ihrer regelmäßigen Aufenthalte in der Psychiatrie verbringt, beabsichtigt der fröhliche Linde, sich auf der Wandertour zu entspannen. Doch dann gerät sein freitägliches Seminar über die Auswirkungen des Naziterrors auf die deutsche Nachkriegsliteratur unvermutet aus dem Ruder und zwischen zweien seiner Schüler kommt es zum Eklat. Linde versucht eine rhetorische Bereinigung der Situation und rhetorisch ist Linde - das weiß er auch - begabt. Doch das ist nur der schulische oder berufliche Auftakt eines Wochenendes, das Linde zum Albtraum gerät. Schritt für Schritt beginnt die Demontage des ziemlich heilen Weltbildes eines Lehrers, der sich selbst für aufgeschlossen, politisch korrekt und einen liberalen Bürger hält und obendrein für einen besorgten Ehemann und modernen Familienvater. Ganz langsam zerbröselt die Fassade eines Biedermannes, der letztlich ziemlich nackt und schäbig um sein gesellschaftliches und berufliches Überleben kämpfen muss.

Eine dichte Erzählung über Vorurteil und Wahrheit, Lüge und Ressentiment, Schein und Wirklichkeit. Gnadenlos und realistisch seziert der Autor die bürgerliche Welt und Umwelt des nicht wirklich unsympathischen Protagonisten, aus dessen subjektiver Sicht wir die Dinge mitverfolgen können. Was sich wirklich ereignete, wissen wir nicht. Es könnte so gewesen sein, wie Linde es uns Leser und - vor allem - sich selbst Glauben machen will. Wir wissen ja um Lindes rhetorische Begabung und seinen Wortwitz.
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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Midlife-Crisis eines Deutschlehrers 11. Oktober 2004
Von zueribueb TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Im Roman "Hausaufgaben" geht es um den Gymnasiallehrer Joachim Linde, der so um die 45 ist und der sein Leben mehr schlecht als recht im Griff hat. Als Lehrer gibt er Hausaufgaben auf, aber seine persönlichen Hausaufgaben hat er nicht gemacht. Weder seine Schüler noch seine Familie hat er im Griff. Es tun sich nur Konflikte auf, so dass er sein wohlverdientes Weekend nicht antreten kann. Aus seiner Sicht läuft alles irgendwie schief. Seine depressive Frau hat einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Anstalt nötig, die Tochter flüchtet zu ihrem Freund nach Mailand, der Sohn hat einen Autounfall und seine Kollegen in der Schule vertrauen ihm nicht mehr, nachdem Zweifel an seiner Unterrichtsgestaltung aufkommen und der Verdacht von seiner Frau in den Raum gestellt wird, er habe seine Tochter sexuell missbraucht. Irgendwie schwimmt er durch sein Leben, das von Halbwahrheiten, Selbstgerechtigkeit und Peinlichkeiten geprägt ist. Als Charakter ist er stark ambivalent, irgendwo zwischen einem tragischen Helden und einem Blödmann. Irgendwie ein netter, aber auch gleichzeitig ein grässlicher Typ.
Jakob Arjouni schreibt in einer flotten Sprache, die eine grosse Leichtigkeit versprüht, so dass es macht richtig Spass, das Buch zu lesen. Auch werden politisch kontroverse Themen (Deutsche Vergangenheitsbewältigung und Schuld, Kritik an Israel, Missbrauch mit dem Missbrauch) in intelligenter Weise behandelt und kunstvoll in die Handlung eingewoben. Die Kollektivschuld wird der individuellen Schuld von Linde gegenüber gestellt. Schliesslich überzeugt vor allem auch der lakonische und nicht immer politisch korrekte Humor, der ständig die Schilderungen der Irrungen und Wirrungen des Joachim Linde begleitet.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der perfekte Mensch 11. Juli 2007
Von Billy
Format:Taschenbuch
Kein Problem ist so groß, dass man es nicht ignorieren könnte. Dies scheint so ungefähr das Motto des Deutschlehrers Linde zu sein. Obwohl seine Frau wegen eines Nervenzusammenbruchs im Krankenhaus liegt, seine Tochter nach gescheitertem Selbstmordversuch abgehauen ist und es im Unterricht zu einem Eklat zwischen einigen Schülern kam, ist in seiner Vorstellung alles gut und er freut sich auf ein erholsames Urlaubswochenende. Aber an eben diesem Wochenende wird er mit seinen verdrängten Problemen und Taten konfrontiert und es zeichnet sich ab, dass Linde keineswegs der perfekte und unschuldige Mensch ist, als der er sich gibt.
Jakob Arjouni präsentiert die Welt in diesem Roman aus der Perspektive der Hauptperson, was den Leser einerseits zwingt, nur Lindes Ansicht genau zu kennen, ihm aber andererseits auch zeigt, wie sehr dieser sich die Wahrheit oft zurecht biegt. Mit der Wahrheit ist es in >Hausaufgaben< ohnehin so eine Sache: es wird nicht klar, was wirklich geschehen ist und wer Täter oder Opfer ist. Man muss sich eine eigene Meinung bilden, wobei eigentlich kein Charakter wirklich sympathisch ist.
Ein gut geschriebenes und schnell zu lesendes Buch, das viele Fragen aufwirft und nur wenige eindeutig beantwortet(was als Kompliment zu verstehen ist).Für jeden zu empfehlen, der nicht unbedingt eine heile Welt mit eindeutig gut und eindeutig böse haben will.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Überzeugend
Ein bedrückendes Buch, auf jeden Fall, auch wenn es fast harmlos beginnt.
Der Charakter ist in seiner Widersprüchlichkeit und Selbstverleugnung jedoch unglaublich... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Ed59 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein ganz grosser Autor
Mit diesem Roman beweist Arjouni, dass er nicht nur krimis super beherrscht, sondern einfach ein ganz grosser Autor ist. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Gerhard Hynek veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Eine sehr eindrucksvoll geschriebene Geschichte!
Es beginnt ganz harmlos mit einer Schulstunden und den Tricks des Lehrers Linde für bequeme Ruhe und Frieden zu sorgen. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von hans ulrich veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Übertreiben erlaubt
Wer so fesselnd, humorvoll und geistreich schreibt, darf meiner Meinung nach auch mal übertreiben. Ja es kommt dicke für Herrn Linde, zu dick, um wahr zu sein. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Juni 2011 von Gülseren Grün
1.0 von 5 Sternen Klischeehaft und unglaubwürdig
Joachim Linde, Deutschlehrer an einem Gymnasium, widerfahren sehr viele Schicksalsschläge auf einmal und in viel zu konstruierter und daher unglaubwürdiger Weise gelingt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. November 2009 von Alex_Sorbas
4.0 von 5 Sternen Nervtötend gut - eine "Deutschstunde"
An Musils "Mann ohne Eigenschaften" erinnert mich der Lehrer einer gymnasialen Oberstufe für Deutsch, Joachim Linde (geht es "Deutscher"? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Juli 2009 von Apefred
5.0 von 5 Sternen Grandios
Ein grossartiges Buch über Lebenslügen und deren Verdrängung. Dass Buch fängt etwas trocken an, aber dann wird man immer tiefer in den Strudel des menschlichen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. November 2007 von J. Renno
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswert
"Hausaufgaben" ist ein gut zu lesendes, auch auf eine Art und Weise

spannendes Buch, obgleich es desöfteren scheint, dass der Plot etwas

weit her geholt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Januar 2007 von franz xaver
4.0 von 5 Sternen sehr unterhaltsam auf arjouni art
ich habe in der letzten zeit mehrere bücher von arjouni gelesen, alle sind auf eine andere weise fesselnd

in hausaufgaben kommt es allerdings sehr dicke... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. September 2006 von sonnenschein
5.0 von 5 Sternen Treffende Darstellung einer Selbstinszenierung
Joachim Linde ist mit sich und seinem Leben ganz zufrieden. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und als Deutschlehrer des Schiller-Gymnasiums kann er den Schülern mit seinem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Juli 2006 von Bernard Rieux
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