Ich muss ehrlich gestehen, zunaechst war ich sehr skeptisch, als ich "Clive Barker" als Autor las. Verbindet man mit seinem Namen doch blutruenstige Horrorfilme aber ich wurde eines besseren belehrt. Er kann auch anders. Mit diesem Buch ist ihm, meiner Meinung nach ein ganz grosser Wurf gelungen. Er erzaehlt eine wunderschoene Geschichte von einem 10-jaehrigen Jungen, der sich an einem regnerischen Februartag langweilt und sich nichts sehnlicher wuenscht, als etwas zu erleben. Ein mysteriöser Mr.Rinctus schwebt zu seinem Fenster hinein und bietet ihm an, ins "Haus der Ferien" zu kommen. So etwas laesst sich ein kleiner, neugieriger Junge natuerlich nicht zweimal anbieten und so kommt er an den Ort, an dem jeden Morgen die Fruehlingssonne aufgeht, jeden Mittag bruetend heisser Sommer ist, jeden Abend im fahlen Mondlicht ein schaurig, schoenes Halloweenfest gefeiert wird und jede Nacht Weihnachten ist, wo wirklich jeder Wunsch eines Kindes erfuellt wird. Natuerlich hat all das Schoene auch seinen Preis und so fehlen ihm, als er in seine reale Welt zurueckkehrt 31 Jahre seines Lebens... Der kleine Junge macht sich auf, um diese Jahre von Mr.Hood, dem Besitzer des Hauses zurueckzuholen, doch bis es endlich dazu kommt, muss er noch einige Abenteuer bestehen. "Das Haus der verschwundenen Jahre" ist ein Winterbuch, man sollte es sich am Kamin bequem machen oder sich in eine warme Decke kuscheln und von Clive Barker's wunderbarer Erzaehlweise mitreissen lassen. Es ist ein Buch ueber Freundschaft, ueber das Erwachsenwerden und ueber die Macht der Wuensche, sowie der Phantasie... ein Muss fuer alle die, die nocheinmal das Kind in sich entdecken moechten. Meiner Meinung nach SEHR empfehlens- und lesenswert.