Wer Island-Krimis mag (oder einfach Island liebt), darf auch keinen Fall "Haus ohne Spuren" auslassen. Wie schon in "Das Rätsel von Flatey" spinnt Ingolfsson zwei Fäden: die Ermittlung des Falls und der Abriss aus einer Lektüre, in welcher die Vergangenheit des Opfers erörtert wird.
Der Krimi ist sehr intelligent und glaubwürdig geschrieben, die Personen werden mit ihren Eigenheiten gut dargestellt und er enthält zudem einige interessante geschichtliche Aspekte Islands zwischen und während der beiden Weltkriege, in welchen auch Länder wie Deutschland und Österreich nicht unerwähnt bleiben.
Wer außerdem Eisenbahn-Freak ist, erfährt in diesem Buch noch einen zusätzlichen Kick ... obwohl es in Island (noch) keine Eisenbahn gibt.