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Haus ohne Hüter [Sondereinband]

Heinrich Böll
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. März 1981
Das Schicksal zweier zwölfjähriger Jungen und deren verwitweter Mütter in der Nachkriegszeit.

Die beiden zwölfjährigen Schulfreunde Heinrich und Martin haben ihre Väter, die im Krieg gefallen sind, nie gekannt. Heinrich wächst in bedrückend ärmlichen Verhältnissen auf. Viel zu früh wird er in die Welt der Erwachsenen gestellt und muss Verantwortung übernehmen. Sein Freund Martin kennt keine finanzielle Not, ahnt jedoch, dass seiner Mutter bei allem Wohlstand etwas fehlt.

Äußerst einfühlsam beschreibt Heinrich Böll die Probleme und Nöte dieser beiden Jungen, die zudem mit den Schwierigkeiten der beginnenden Pubertät fertig werden müssen. Ihre und ihrer Mütter Schicksale stehen stellvertretend für die vom Krieg heimgesuchte Generation.

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Haus ohne Hüter + Wo warst du, Adam?: Roman + Der Zug war pünktlich: Erzählung
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Produktinformation

  • Sondereinband: 272 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. März 1981)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423016310
  • ISBN-13: 978-3423016315
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 12,1 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 54.116 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Hier geht es um die 50er Jahre, in denen ich auch aufgewachsen bin. Ich glaube, dass keiner diese Phase der deutschen Geschichte so in Romanen verarbeitet hat, wie Heinrich Böll. Das ist unvergleichbar. Man riecht, man schmeckt, man schwitzt mit.«
BAP-Sänger Wolfgang Niedecken, WDR5 Literaturmagazin Bücher 13.09.2008

Über den Autor

Heinrich Böll, geboren am 21. Dezember 1917 in Köln, nahm nach dem Abitur eine Lehre im Buchhandel auf, die er bald abbrach. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen.1945 kehrte er aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire ›Die schwarzen Schafe‹ mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig und veröffentlichte Romane, Erzählungen, Hör- und Fernsehspiele sowie Theaterstücke. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u. a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger).

Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen die Grauen des Krieges und seine Folgen, polemisierte gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den sechziger und siebziger Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare Nachrüstung. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock. Der 1974 aus der UdSSR ausgewiesene Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift ›L’76. Demokratie und Sozialismus‹ heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971 bis 1974).

Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Georg-Büchner-Preis (1967), den Nobelpreis für Literatur (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).

Heinrich Böll starb am 16. Juli 1985 in Langenbroich/Eifel. Sein gesamtes Werk liegt im Taschenbuch bei dtv vor.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse 29. November 2003
Von Ein Kunde
Format:Sondereinband
Wer sich mit den Folgen des Krieges auch über die Statistiken hinaus befassen möchte bekommt durch dieses Buch einen kleinen Ausschnitt über die Zeit danach. Die Verarbeitung des menschlichen Verlustes, die Wut, Hilflosigkeit und der Schmerz - aber auch das Nichtverstehen und nicht nachvollziehen können der nachfolgenden Generationen ist durch einfache Worte verständlich gemacht. Der Umgang mit der Nachkriegszeit und eine Kindheit ohne Vater ist aus der perspektive zweier Jungen mit unterschiedlicher finanzieller Lage beschrieben: Hunger aus Geldnot und Hunger wegen Vernachlässigung - im "Reichtum". Zwei Schicksale in einer Zeit, wo Schwarzmarkt und alte Gesellschaftsvorstellungen das Leben der Zurückgebliebenen bestimmen....
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein durchaus zeitloses Werk 23. April 2006
Von Karl-Heinz Heidtmann TOP 500 REZENSENT
Format:Sondereinband|Von Amazon bestätigter Kauf
Kennen Sie das? In irgendeiner Lebenssituation geht einem plötzlich ein Buch- oder Liedtitel durch den Kopf und man beschließt, das würde ich mal gerne (wieder) lesen bzw. hören. So ging es mir mit dem vorliegenden Titel. Also flugs die neue Hardcoverausgabe bei amazon bestellt.

Heinrich Böll gehört zwar zu den von mir respektierten, aber seit Schulzeiten kaum wahr genommenen Schriftstellern. Vielleicht war sein Thema, die geistig/geistlich-politisch/kulturelle Situation am linken Niederrhein nicht meins. Vielleicht war es seine schmucklose Prosa, die literarisch das karge Nachkriegsdeutschland widerspiegelt? In diesem frühen Roman Heinrich Bölls aus dem Jahre 1954 erkennt man in seinen literarischen Mitteln deutlich den Stil der Zeit: So fand ich viel Gemeinsames mit dem damals ebenfalls jungen Siegfried Lenz.

Doch auch wenn Böll in seiner Zeit (der Adenauerära) verankert war, ist das Thema dieses Buches m. E. durchaus auch heute noch aktuell. In diesem Buch geht es in parallelen Handlungssträngen um das Leben von - in diesem Falle - durch den Krieg zerrissenen Familien. Die "Onkel-Ehe" lässt sich ja durchaus auf die heutige Zeit der "Patchwork-Familien" zeitgemäß verlängern. Das Buch beschreibt traditionelle Bindungen, deren Verfall nicht aufzuhalten ist. Es beschreibt den Zusammenhang von materieller Abhängigkeit und der Sehnsucht nach Liebe, Zugehörigkeit und Zuhause. Gibt es ein zeitloseres Thema?
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nachgeboren 8. August 2007
Von Polar
Format:Sondereinband
Wie überlebt man einen solchen Krieg, diese immense Verblendung und den abscheulichen Völkermord? Man lebt weiter. Zwar ist es nicht leicht, so zu tun, als habe man von all dem nichts gewußt, doch die Hoffnung liegt auf der nachfolgenden Generation, die mit Fug und Recht behaupten kann, zur Zeit der Nazis noch nicht gelebt zu haben.

Nur spült sich das Verbrechen bleischwer ins aufkeimende Wirtschaftswunder und dem Gefühl: Wir sind wieder wer. Heinrich Böll beschreibt in seinem Roman die Welt zweier Schulfreunde, läßt ihre Probleme wie Freuden dem Leser erscheinen, als handele es sich um ganz normale Jungs, die sich halt mit solchen Problemen in dem Alter herumschlagen.

Doch zeichnet er auch ein Bild einer Nachkriegsgesellschaft, die schwer traumatisiert, deren Verdrängen nicht beizukommen ist und zieht die Linie zwischen arm und reich, die die Freunde prägt. Heinrich Bölls erzählerischer Ton klagt an und versöhnt seine Figuren zugleich mit sich, indem er sie nie bloßstellt, sondern als das nimmt, was sie sind: Losgelöst, entwurzelt, auf Suche nach dem, was ihnen Halt verspricht.
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Veröffentlicht am 9. Oktober 2001 von Bivo
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Am 7. Januar 2000 veröffentlicht
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