Nachdem Tony Sheridans Ehefrau Marina tödlich verunglückt ist, geht dieser zu seiner Schwägerin und deren Ehemann, die auf dem sehr speziellen Landsitz "AnderTraum" (engl. "Otherways") leben. Dort passieren schon bald sehr seltsame Sachen.
Robert Goddard – sonst ein Garant für intelligente Hochspannung – liefert mit "Das Haus der dunklen Träume" (engl. "Set in Stone") einen schwachen Thriller ab. Das fängt schon bei der mühsamen Erzählperspektive an. Der Ich-Erzähler Tony Sheridan richtet seinen Bericht an seine tote Frau, redet immer wieder mit ihr. Das ist etwas affig, aber manchmal auch unfreiwillig komisch, z.B. wenn er seiner Ehefrau beichtet, dass er mit ihrer Schwester Sex hatte.
Der Thriller ist ausserdem nur mässig spannend, denn auch der Plot ist nicht besonders, sprich teilweise stark unglaubhaft. Ich fragte mich ständig, was es mit diesen Träumen eigentlich genau auf sich hat. Im letzten Viertel geht dann die Geschichte überraschenderweise in eine vollkommen andere Richtung. Aber irgendwie wird das Verhältnis zwischen Traum und Wirklichkeit nicht wirklich aufgelöst. Die Verbindung von Mystery und von ganz realen Schatten aus der Vergangenheit ist nicht geglückt. Am Schluss bleibt vieles unklar, insbesondere die unheimlichen Träume.