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Haus der Löcher
 
 

Haus der Löcher [Kindle Edition]

Nicholson Baker , Eike Schönfeld
2.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

Kindle-Preis: EUR 16,99 Inkl. MwSt. und kostenloser drahtloser Lieferung über Amazon Whispernet
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Kurzbeschreibung

Das Haus der Löcher ist prickelnd erotisch: Wo sonst spielt Rimski-Korsakow eine Symphonie direkt auf unserem sensiblen Oberschenkel? Wo treiben wir es, umsprungen von Bergzebras, auf luftigen Felsspitzen? Oder werden, sanft gebettet, durch eine Peniswaschanlage geschoben?Was ist das Haus der Löcher für ein Ort?Nicholson Baker, Spezialist für ungewöhnliche Erotik («Vox», «Die Fermate»), hat ihn entdeckt. Es ist ein Resort, küstennah, sonnenbeschienen, luxuriös, mit angeschlossenem Vergnügungspark, ein Ort, wie wir ihn uns erträumen, ein Ort, an dem unsere geheimsten sexuellen Wünsche erfüllt werden, sogar solche, die wir nie zu wünschen wagten.Und wie kommen wir hin? Na, so ähnlich wie Alice ins Wunderland: etwa durch das Loch im dritten Trockner von links im Waschsalon um die Ecke; durch das im Trinkhalm unseres Cocktails – oder einfach, indem wir dieses Buch aufschlagen und kopfüber eintauchen.

Über den Autor

wurde 1957 in Rochester/New York, geboren. Er studierte u.a. an der Eastman School of Music und lebt heute mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in South Berwick, Maine. 1997 erhielt er den Madison Freedom of Information Award.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
49 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Andreas Schröter TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wer auf erotische Literatur steht, der sollte es einmal mit Nicholson Baker probieren. Im neuesten Roman des 1957 geborenen US-Amerikaners, "Haus der Löcher", geht es ausschließlich um Sex - und das auf eine fantasievolle Weise. Da werden Menschen durch verschiedene Löcher, zum Beispiel durch einen Strohhalm, ein Loch auf dem Golfplatz, oder auch einen Waschsalon-Trockner in eine Art Lust-Paradies befördert, in dem sie ihre sexuellen Sehnsüchte ausleben können.

An diesem Ort namens "Haus der Löcher", der von der großbusigen Lila geleitet wird, geht es surreal zu. So gibt es nicht nur Peniswaschanlagen oder einen Pornodekaeder, sondern auch die Möglichkeit, Körperteile mit anderen zu tauschen. Wer zum Beispiel nicht genug Geld für die Freuden des Etablissements hat, kann sich ersatzweise einer freiwilligen und vorübergehenden Kopfabtrennung unterziehen. Auch einen Arm kann man zeitweise abgeben.

So ungewöhnlich, fantasievoll und stellenweise durchaus erotisch das Ganze ist - nach knapp 320 Seiten wünscht man sich zur Abwechlung mal jemanden, der nicht gleich beim ersten Treffen die Hosen runterlässt. Das weitgehende Fehlen einer irgendwie gearteten Handlung wirkt sich letztlich störend aus. Es reicht eben nicht, - und das in einer stilistisch durchaus schlichten Art und Weise - eine erotische Begegenheit an die andere zu reihen, um ein gutes Buch zu verfassen.

Nicholson Baker selbst sieht sein Buch übrigens als "Comic-Sex-Roman". Und tatsächlich: Vielleicht wäre "Haus der Löcher" als Comic denkbar, als Roman jedoch funktioniert es nur bedingt.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Eigentlich sind die Rezensionen bei Amazon das, was man in der Unternehmensberatung als "Crowdsourcing" bezeichnet. Dieser Begriff, nicht immer klar definiert, bedeutet so ungefähr, dass man Aufgabenstellungen und Probleme dadurch löst, dass sich im Internet viele Menschen ungeplant zusammen finden und dort eine Lösung gemeinsam oder in einem Wettbewerb miteinander produzieren, die den Lösungen traditioneller Unternehmen oder Institutionen (wie Universitäten) überlegen sein kann. Leider gibt es in der Praxis außerhalb der Wikipedia noch zu wenig überzeugende Beispiele für den Erfolg von Crowdsourcing. Doch mit den Rezensionen zu diesem Buch glaube ich eins gefunden zu haben.

Auf Amazon finden sich hier aktuell neun Rezensionen, und es ergibt sich ein klarer Schnitt von 2 Sternchen (von fünf). Die Argumente, die gegen dieses Buch sprechen, sind in der einzelnen Rezension angreifbar, aber in der Summe überzeugend. Schlicht langweilig ist es, den immer neuen Geschichten in diesem Buch zu folgen, weil sich die Motive der Erotik doch schlicht wiederholen und eine zusammenhängende Geschichte nicht wirklich erkennbar ist. Dass der Inhalt dieses Buches für eine Kurzgeschichte reichen könnte oder auch für einen Comic, sind kluge Gedanken, die ich nicht nur nachvollziehen kann, sondern denen ich nach dem Lesen der Hälfte des Buches nur ausdrücklich zustimmen möchte.

Doch wie groß ist der Widerspruch dieses Urteils dann doch zu dem Widerhall, den dieses Buch in der Presse gefunden hat. Der Spiegel, die FAZ, die Süddeutsche, die Zeit, also die besten Zeitungen dieses Landes schreiben mindestens wohlwollend über diesen Roman, mit durchaus schrägen Argumenten wie "Schlag in das Gesicht der Pornoindustrie" und so weiter. Teils wird auf das Vorbild "De Sade" und dessen eher deftigen Stil verwiesen, teils heißt es "Die US-amerikanischen Leser wurden in ihrer Prüderie sanft aufgerüttelt und massiert." Das alles ist so wirr, dass man sich fragen muss, ob die professionellen Rezensenten das Buch überhaupt gelesen haben. Wenn ja, scheint es dem Gehirn nicht gut getan zu haben.

Viel wurde in den letzten Jahren über die Konkurrenz zwischen den Bloggern und den ernsthaften Journalisten geschrieben. Das Lob dieses Romans - und möglicherweise auf der anderen Seite ein Verriss wie den über ein harmloses Buch wie "Imperium" von Kracht oder auch das ebenfalls recht kritiklose Loben von einem Pubertätserguss namens Axolotl Roadkill - lassen mich vermuten, dass der Stand der institutionellen Literaturkritik in Deutschland mittlerweile so schlecht geworden ist, dass es einer Plattform wie Amazon inzwischen einfach bedarf, um aus der Masse von Schund das gute herauszustellen und den Quatsch in den Löchern verschwinden zu lassen, in die er schon immer gehörte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Man sagt hinlänglich schon einmal Sex, Macht und Geld seien die wichtigsten Nebensachen des Lebens und bei diesem Autor ist Sex nicht nur die schönste Nebensache der Welt, sondern es ist scheinbar auch der Stoff der die Welt im Innersten zusammenhält. Bakers Romane "Vox" (1992) - Telefonsex, erotische phantasievolle Dialoge zwischen einem Mann und einer Frau - und "Die Fermate" (1994) waren nach Meinung namhafter Literaturkritiker schon Meisterwerke im Sinne literarisch anspruchsvoller Pornografie. In seinem neuen Roman "House of Holes", deutsch "Haus der Löcher", geht der Romancier und Essayist Nicholson Baker mit erotischen Eskapaden und pornografischen Phantasien noch einen gehörigen Schritt weiter. Man hätte in der deutschen Ausgabe den Untertitel "A Book of Raunch" nicht weglassen sollen, denn es ist tatsächlich "Ein Ekelbuch", ein in vielen Erzählsträngen anwiderndes, Abscheu erregendes Buch.

Eigentlich ist es in seiner Urform kein Roman, denn die thematisch miteinander verknüpften, zusammengehörigen Erzählkonstrukte haben eher den Charakter von Novellen. Dieses sprachlich eigentlich wenig anspruchvolle Buch präsentiert in seiner Handlung einen Garten der Lüste, in dem den Protagonisten mit allen erdenklichen, phantastischen, wenig glaubhaften, stark verzerrten oder vielmehr auch irrealen Spielvarianten jede Art von Lust erfüllt wird. Der Preis den die Probanten dafür bezahlen müssen ist erschreckend hoch. Die einen müssen das eine oder andere Geschlechtsteil dafür opfern, andere verlieren Gliedmaßen oder sogar den Kopf. Ob die stimulierte Ekstase auf den Leser überschwappt, wie es der Autor laut Interview gern haben möchte, mag dahingestellt sein. Wenn man die von der Pornografie ausgehende beabsichtigte Wirkung fokussiert, dann ist es vielleicht keine Pornografie, sondern eher humorvolle, mit Comicelementen garnierte Pornografie, denn es geht um alles Mögliche aber nicht um wirklich scharfen Sex. Baker präsentiert, wie ein Kritiker meint "ein Disneyland für Erwachsene", eine Art Fitnessclub in dem sexuelle Gemütlichkeit herrscht und in dem Männer viel bezahlen müssen und die Frauen alles umsonst bekommen. Es gibt da auch Verbote von denen man nicht wirklich weiß, ob man sie umgehen darf und man weiß nicht was dann alles Schreckliches geschieht. Ist es Pornografie, Kunst oder eine Mischung von beidem?

Der Autor gibt sich wirklich viel Mühe, entwickelt ein unglaubliches Feuerwerk von den irrsinnigsten, perversen Einfällen wie beispielsweise vagabundierende Geschlechtsteile im Garten der Lüste (mehr sei hier nicht verraten), doch alles wird nur zu einer Art Befriedigungsorgie, denn etwas anderes kann Sexualität dann nicht sein, wenn die Beziehungsgeflechte nicht Teil eines gesellschaftlichen Kontextes sind. Es gibt tatsächlich keinen einzigen Beziehungskontext in diesem Roman. Man fragt sich bei der Lektüre dieses Romans mit Recht, ob Pornografie literarisch nur funktionieren kann, wenn sie in gesellschaftliche, metaphysische oder religiöse Kontexte eingebunden ist? Ist das apodiktisch oder hat Baker mit seiner konstruierten parallelen Sexwelt den Königsweg" für die pornografische Lite"atur entdeckt?

Die deutschen Kritiker lieben Nicholas Baker, ich kann mich dem nicht anschließen, wenn auch dieser Roman neben seinen obszönen Momenten einen gequälten humorvollen Unterton hat und sich streckenweise vielleicht eher wie eine Porno Satire lesen lässt, der es allerdings über weite Strecken an Einsicht und Erkenntnis fehlt. Meine nur sehr, sehr eingeschränkte Leseempfehlung.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Haus der Löcher
Für mich als Frau eher langweilig, für verklemmte Amerikaner vielleicht pikant? Dieses Buch lässt sich nicht vergleichen mit etwa französischen erotischen... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Verena Egger veröffentlicht
Moderne Literatur?
Nach Lektüre der ersten drei oder vier Seiten habe ich das Buch nicht etwa zur Seite gelegt, sondern in den Mülleimer (Abteilung Papier) entsorgt. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Karl-Friedrich Tappe veröffentlicht
Liege ich falsch
Vorstehendes Buch erwarb ich auf Grund einer Rezension im SPIEGEL. Dort wurde das Buch sehr gelobt. Ausdruckstarke Sprache, schöne Metaphern.

Nun ja. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Boris veröffentlicht
Dreigroschen-Porno
Na ja: Seen von Sperma, Berge von Brüsten und Penissen. Kleine Einzelgeschichten, deren Zusammenhang sich manchmal erschließt, manchmal nicht. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von klausimausi veröffentlicht
Das Haus hat Löcher
Nicholson Baker schrieb in "Fermate" eine unglaublich tolle, schmutzige, anturnende Sexszene, die für mich zu den besten gehört, die ich je gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Leoni_85 veröffentlicht
Das Haus der Löcher
Den Stil des Buches finde ich gähnend langweilig. Nach weniger als 10 Seiten habe ich es weggelegt! Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Jürgen Backhaus veröffentlicht
Moderne erotische Literatur oder die sexuellen Fantasien eines...
Schon oft ist es dem amerikanischen Autor Nicholson Baker gelungen, den aufmerksamen Lesern seine Sicht der Dinge im Kleinen und der Welt im Großen unverwechselbar... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Der Buch-Vorleser veröffentlicht
Enttäuscht
Schade - ich mochte Vox von Nicholson Baker sehr, aber dieser Roman hat mich sehr enttäuscht. Eine schräge Story, die eigentlich keine ist, denn es sind eher einzelne... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Sabine Sabse veröffentlicht
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