Emily Brontes Welt war - und ist - eine Welt der kraftvollen, rauhen Natur, der Kräfte der Elemente, aber auch der elemantaren menschlichen Erlebnisse. Liebe, Hass, Begehren - all dies schlägt sich in ihren Gedichten wieder. Einige davon handeln von Gondal, einem in ihrer Kindheit ersonnenen Reich, in dem sie ihre Figuren in ihrer Phantasie wie Marionetten steuerte, sie lieben, töten und Kriege führen ließ. Andere lassen viel von ihrem Leben und des Alltags in den Hochmooren Yorkshires erahnen; dem Pfarrhaus samt benachbartem Friedhof in Haworth. Wenige Gedichte reflektieren über das Schreiben selbst und lassen sich somit als äußerst modern ansehen. Eine leicht melancholischer Schleier liegt über dieser - hervorragend ausgewählten und übersetzten - Gedichtsammlung, die dennoch sehr viel von Emily Brontes Kraft verrät! Mal philosophisch, mal bitter, mal offen, mal zynisch äuert sich Emily Bronte über das Leben. Einfach nur grandiose Poesie!