Susanna Kearsley wurde bekannt mit Geschichten, in denen Gegenwart und Vergangenheit ineinander verwoben werden. Der Klappentext von "Haus der Stürme" läßt diese Verbindung wieder vermuten, aber das ist in diesem Buch nur wenig der Fall bzw. nicht so, wie man es aus anderen Büchern der Autorin kennt. Trotzdem war ich nicht enttäuscht. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und läßt sich gut lesen. Ich habe mich keine Minute gelangweilt und wollte immer wissen, wie es weitergeht.
Celia Sands ist eine junge Schauspielerin, die ihre erste Hauptrolle in einem Stück ihres Lieblingsautors Galeazzo D'Ascanio bekommt. Dieses soll in Italien uraufgeführt werden. Am ursprünglichen Premierenabend viele Jahrzehnte vorher verschwand die Hauptdarstellerin, Galeazzo D'Ascanios Geliebte, spurlos und das Rätsel wurde nie gelöst. Celia und Alessandro D'Ascanio kommen einem Verbrechen auf die Spur, was allerdings nichts mit der zurückliegenden Tragödie zu tun hat. Die Erzählung um die Entstehung des Theaterstücks und den damit zusammenhängenden Personen wird parallel geschildert.
Es gibt nur wenige Verbindungen zwischen den Protagonisten und manche Fragen bleiben unbeantwortet. Auch das Ende hätte schlüssiger ausfallen können. Trotzdem ist dieses Buch lesenswert und eignet sich gut, um es vor dem Einschlafen zu lesen oder wenn man wenig Zeit hat, denn die Kapitel sind kurz, und man kommt immer wieder gut in die Geschichte hinein. Bitte nicht den Fehler machen, das Buch mit "Mariana" oder "Rosehill" zu vergleichen, denn dann kann es nur verlieren und die Enttäuschung ist vorprogrammiert. Wer gerne detaillierte Landschafts-/Ortsbeschreibungen und eine zarte Liebesgeschichte verbunden mit etwas Spannung liest, wird dieses Buch mögen.