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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
43 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Muß man gesehen haben,
Rezension bezieht sich auf: Haus aus Sand und Nebel (DVD)
Regie: Vadim PerelmanDrehbuch: Vadim Perelman Darsteller: Kathy...........................................Jennifer Connelly Massoud. Amir Behrani..........Sir Ben Kingsley Nadi Behrani.......................... Shoreh Aghdashloo Esmail Behrani........................ Jonathan Ahdout Lester Burdon............................Ron Eldard Eigentlich hatte ich mir diesen Film nur angesehen, weil gerade nichts besseres gefunden hatte. Als ich den Titel las, schwankte ich zwischen den Vermutungen, dass es sich hierbei entweder um ein Liebes-Drama oder um einen Thriller handelt, aber weder noch wie sich im nachhinein herausstellte. Die Alkoholikerin Kathy, kurz zuvor von ihrem Ehemann verlassen, lebt einsam und zurückgezogen in dem Haus, das sie von ihrem verstorbenen Vater geerbt hat. Weil sie nicht einmal mehr die Post öffnet, entgeht ihr, dass sie kurz davor steht, dieses Haus aufgrund eines Missverständisses an die Stadt (San Francisco) zu verlieren, was dann auch passiert als plötzlich die Polizei vor ihrer Tür steht. Mehr will ich nicht verraten, aber zugegeben, hört sich auf den ersten Blick nicht wirklich spektakulär an aber genau da beginnt die eigentliche Trägödie ihren Lauf zu nehmen. Man sollte bei diesem Film nicht voreingenommen sein, weil es sich um das Erstlingswerk des Regiesseurs und Drehbuchautors handelt. Meiner Meinung nach könnten sich viele seiner Kollegen eine Scheibe von ihm abschneiden, denn sein Werk schleicht sich, ob man es will oder nicht, langsam aber sicher in den Kopf ein und lässt einen nicht mehr so einfach los. Die Story wäre allerdings nur halb so gut, wenn da nicht die großartigen Schauspieler wären, die in ihrer jeweiligen Rolle glänzen-auch die bis jetzt eher unbekannten-allen voran Shoreh Aghdashloo (Nadi Behrani), die den Zuschauer jedesmal ihre Sehnsucht nach der Heimat und ihre Unzufriedenheit spüren lässt, ohne auch nur ein Wort davon zu erwähnen. Wer sich also mal so richtig vom Gefühlschaos mitreißen lassen will, sollte sich diesen Film unbedingt ansehen. LG Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zwangslage,
Von
Rezension bezieht sich auf: Haus aus Sand und Nebel (DVD)
"House of Sand and Fog" - so der Titel auf englisch - ist ein ergreifendes Drama, deren zentraler Punkt der Streit um ein Haus ein einem amerikanischen Vorort ist. Der bekannte Roman wurde beeindruckend umgesetzt, besticht der Film doch gleichermaßen durch die starken Leistungen der Charakterdarsteller, allen voran Jennifer Connelly (A Beautiful Mind), Ben Kingsley (Ghandi) und Shoreh Aghdashloo (24) sowie die dichte Atmosphäre und visuelle Ästhetik.Als man Kathy (Connelly), die unlängst von ihrem Mann verlassen wurde, auf Grund eines behördlichen Irrtums das Haus pfändet, gerät die labile junge Frau völlig aus der Bahn. Deprimiert und ohne soziales Netz flüchtet sie sich in den Alkohol und kommt in einem heruntergekommenen Motel unter. Der örtliche Polizist Lester, der ihren Auszug begleitet hat, kümmert sich um sie und die beiden kommen sich näher. Während Kathy versucht ihr Wohnrecht wieder einzuklagen, kauft der ehemalige iranische General Behrani (Kingsley) ohne böse Absichten und ohne von den Problemen wissend das Grundstück, um es zu sanieren und für einen höheren Betrag weiterzuverkaufen. Zunächst lässt sich Behrani weder von Kathys Geschichte noch von Lesters Einschüchterungsversuchen beeindrucken, als Kathy dann aber vor dem Haus einen Selbstmordversuch unternehmen will, fühlt sich die Familie gezwungen zu helfen. Dies ist der entscheidende Umschlagspunkt der Geschichte... Durchgehendes Motiv des Films ist das unfreiwillige Verlassen der Heimat, sowohl Behranis als auch Kathys und schließlich Lesters, der seine Familie verlässt, um mit Kathy zusammen zu sein. Alle Figuren befinden sich in einer Zwanglage, der sie sich nicht entziehen können. So löst die simple Nachricht der Steuerbehörde eine Kaskade aus, die unweigerlich in die Tiefe führt. Die Hintergründe aller Figuren sind tragisch und der Zuschauer kann sich in jede Seite hineinversetzen. Es ist nachzuvollziehen, dass Kathy ihr Haus zurück haben möchte und deshalb klagt (schließlich wurde es von ihren Eltern gebaut und sie hat nichts falsch gemacht), aber genauso ist Behrani zu verstehen, der mitsamt Familie aus dem Iran floh, um in Amerika mit der harten Realität des Westens konfrontiert zu werden und den Erlös des Wiederkaufswertes benötigt, damit sein Sohn studieren kann (außerdem hat er das Haus regulär erstanden). Bild und Ton der DVD sind gut, der mit Streichern unterlegte Score passt sich den Bildern an und verbreitet eine faszinierende Melancholie, die Extras sind zahlreich und interessant, besonders die Herkunftsgeschichte des Regisseurs, die seine Motivation für das Filmprojekt klärt. Fazit: Hochkarätig besetzt und überzeugend gespielt, gelingt es Regisseur Vadim Perelman das Unverständnis zweier Seiten darzustellen, die nicht bereit sind aufeinander zuzugehen, sondern sich in Missverständnisse verstricken, die sie im letzten Moment nicht mehr aufhalten können. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Intensiv und grandios,
Rezension bezieht sich auf: Haus aus Sand und Nebel (DVD)
Ein Film, der im Gedächntnis bleibt. Ben Kingsley und auch Jennifer Connelly sind bekannt für herausragende schauspielerische Leistungen. Doch entgegengesetzt zu vielen anderen Hollywood-Stars ruhen sich die Oscarpreisträger nicht auf ihren Meriten aus, ganz im Gegenteil, sie überzeugen in einem grandiosen Film über Verzweifelung, Kummer, aufflackernder Hoffnung und tragischem Ende nicht nur, sie hauchen dem Bildschirm Leben ein und animieren den Zuschauer zum Nachdenken.Die Story basiert auf den Schicksalsschlägen dreier Hautpersonen: ein nach Amerika mit seiner Frau und seinem Sohn emigrierter Iraner, einem Police-Offizer, der seine Ehe zerstört und von Selbstzweifeln zerfressen ist und einer jungen Alkoholikerin, die hoch verschuldet ihr Haus an den Staat verliert und sich urplötzlich mit der Konsequenz ihrer Naivität auseinandersetzen muss: nämlich dass sie heimatlos wird. In ihrem von Verzweifelung getriebenen Kampf um das Haus sehnt sie sich nach Geborgenheit und Unterstützung, die sie auch kurz in dem Police Officer Lester findet. Doch tatsächlich entwickeln sich ab diesem Moment die Dinge fatal. Lester verliebt sich in das junge Mädchen und treibt die Sitaution blindlinks in die Katastrophe. Das Haus, an die iranische Familie mittlerweile verkauft, wird zum Schauplatz einer Tragödie, die sich nicht auf krimineller Energie eines der Hauptprotagonisten stützt, sondern einzig und allein aus der jeweiligen verzweifelten Lage der so unterschiedlichen Personen resultiert. Neben dem eindringlichen Spiel der Hauptpersonen stimmt ebenfalls der Schnitt, die Inszenierung der Schauplätze als auch der stimmige Soundtrack. Alles in allem: Endlich wieder ein grandioser Film mit einer ebenso grandiosen Story. Es geht kaum besser. 120 min können so kurz sein! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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