Wie kein anderer lebender Dichter versteht es Friedrich G. Paff alias Andreas Thorn - dessen Gedichte in mehrere Sprachen übersetzt wurden und im Ausland bislang bekannter sind als im deutschsprachigen Raum - uns zu verzaubern mit seiner Poesie. Kommen Sie mit in das Haus der Romantik, einen Ort, der uferlos und gleichzeitig ein Floß uns sein kann, "aus Fingern, die flechten den Mond uns ins Haar", ein Floß, "wo auch der Irre Platz hat und der Rauch aus ganz verkohlter Asche". Ganz in der Tradition von Edmond Jabès, Paul Celan, Lajser Ajchenrand und Elie Wiesel ist das Werk von Friedrich G. Paff immer auch Aufschrei: Im Haus der Romantik bleibt die Erinnerung an einen in Hadamar vergasten Familienangehörigen wach und virulent. Und ganz in der Tradition der Sprachphilosophie ist Friedrich G. Paff's Poesie immer Gegenströmung jenseits von postmoderner Beliebigkeit. Über brennende Dornen hinweg ist diese Dichtung Atem.
Karin Roth, Yael Elya Institut, Bochum