1989 zelebrierten Bargeld und Co noch den Untergang des Abendlandes.
Was sie damals machten liebäugelte noch nicht mit dem Feuilleton wie die Band seit EndeNeu. Dabei wurden sie doch schon gerader, eingäniger und durchgehender. Feurio! der (frühe) Neubauten-Hit neben Yü Gung, machte die Band sogar in den USA bekannt und schlug in den aufkommenden Industrial Rock neben Skinny Puppy, FLA, Ministry etc. ein, dabei sind wohl Skinny Puppy jene Band die sich am besten neben die Neubauten platzieren kann.
Der krasse Baustellensound hatte nun an Rhytmus gewonnen und die durchgehenden Lärmorigen und Klangexperimente sind auch mal einfachen Titeln wie Ein Stuhl in der Hölle gewichen.
Das Haus der Lüge ist der Übergang der Neubauten vom alten in den neuen Sound. Leider muss man sagen, hielt sich die Band nicht in diesem Übergang auf, oder kehrte zum alten Klang zurück. Und noch tragischer, nie kehrte die Band zu diesem einzigartigem Zwischenzustand der Musik zurück den sie hier für sich gefunden hatten. Haus der Lüge ist gerade wegen dieses Schwebezustandes zwischen Harmonie und Lärm das vermeindlich beste der Band. Jedes Stück ist ein Erlebnis wert.