Ein Mann wird von seiner Frau verlassen und steht fassungslos vor einem Scherbenhaufen. Seine Ehe schien doch bis zuletzt glücklich gewesen zu sein. Und er hatte doch alles für seine Frau getan: ein Haus nach ihren Vorstellungen gebaut, ihren Wunsch nach beruflicher Selbstverwirklichung unterstützt. Und nun verlässt sie ihn, und er hat keine Ahnung weshalb. Diesen Mann lässt Margit Schreiner reden, toben, sich auskotzen. Es ist eine gnadenlose Verbalattacke gegen die Frauen, den Feminismus und all die Umstände, die für sein Unglück verantwortlich sind. Ein Mann hätte das in unseren Zeiten so nicht schreiben dürfen. Als politisch unkorrekt und diskrimierend würde er kritisiert werden. Also muss es eine Frau sein, die in männliche Köpfe schaut und diese Tirade in Originalton Mann niederschreibt. Schon dieser Umstand ist spannend. Dieses Buch wird zu Diskussionen führen und Fronten (nicht nur zwischen den Geschlechtern) schaffen. Die einen solidarisieren sich mit dem sitzengelassenen armen Schwein, die anderen freuen sich an der ausgleichenden Gerechtigkeit.