Das Lesen der Bücher des Dune-Zyklus von Frank Herbert hat mich wirklich tief beeindruckt. Ungelogen kann ich behaupten die 6 Romane haben es geschaft, mein Denken zu beeinflussen und meine Ansichten bezüglich vieler Themen zu verändern bzw. erstmals zu begründen.
Das Besondere an den Originalbüchern ist zweifellos die Tatsache, daß die Handlung eigendlich nicht die Hauptsache ist. Sie bildet vielmehr ein gut durchdachtes Grundgerüst für das was zwischen den Zeilen steht, und die Essenz der Romane darstellt.
Dennoch vermag sie zu faszinieren. Allerdings entstehen Fragen die nicht direkt beantwortet werden.
Diese Fragen haben mich wahnsinnig gemacht. Ich wollte mehr über das "Alte Imperium" erfahren - verstehen wie dieses Universum funktioniert mit seiner feudalen Machtstruktur, mit der Raumfahrergilde, der MAFEA und den großen und kleinen Häusern des Landraads.
Und genau diese Fragen beantwortet die Trilogie der "Frühen Chroniken". Sicherlich erreichen die Worte nicht die literarische Brillanz der Werke von Frank Herbert - aber sie beeindrucken trotztdem auf ihre Weise.
"Das Haus Atreides" ist in seiner Komplexität zu keiner Zeit verwirrend, da ständig wiederkehrende Erklärungen zu Personen und Tatsachen auftauchen. Dadurch fordert das Buch seinen Leser allerdings deutlich weniger als die original DUNE-Bücher.
Seine größte Stärke liegt in der immensen Spannung des Buches. Außerdem ist ist die Handlung in ihrer Beziehung zu den späteren Ereignissen wirklich sehr stimmig. Beispielsweise die "Nicht-Kugel" der Harkonnens.
Ich habe dieses Buch in Windeseile verschlungen. Momentan lese ich "Das Haus Harkonnen" und kann das Erscheinen von "Das Haus Corrino" kaum noch erwarten.