„Eine kritische Einführung“ ist der Untertitel dieses 524 Seiten dickes Buches und der Leser wird nicht enttäuscht werden: Kritisch und rational ist die Darstellung der beiden großen Themenblöcke allemal. Ein knappes Drittel ist der Wittgenstein-Deutung von S. Kripke gewidmet. Dessen Interpretation bezieht sich auf die „Philosophischen Untersuchungen“, also das Spätwerk von Wittgenstein. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Begriffe des Regelfolgens und der Privatsprache. Wichtig: Die Problematik der Kripke’schen Deutung wird aus verschiedenen Sichtweisen auch kritisch untersucht.
Der zweite Themenkomplex umfasst die Philosophie von J. L. Mackie. In einem ersten Schritt wird dargestellt, wie Mackie eine Moralphilosophie ohne Metaphysik begründet. Der zweite Teil bezieht sich auf Mackies Abhandlung „Das Wunder des Theismus“ (eng. „The Miracle of Theism“). Darin setzt sich Mackie mit den verschiedenen Gottesbeweisen und der Frage nach dem Beweisen des Theismus aus Vernunftgründen auseinander. Auch hier kann die Darstellung von Stegmüller durch Objektivität und kritische Sichtweise überzeugen.
Empfehlenswert ist dieses anspruchsvolle Buch für jene, die sich mit Wittgenstein/Kripke und Mackie schon intensiv auseinandergesetzt haben.