Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ausgesprochen gern gelesen!, 4. Januar 2004
Von Ein Kunde
Der Roman „Hauke Haiens Tod" von Andrea Paluch und Robert Habeck ist eine moderne, in die Gegenwart versetzte Fortführung der bekannten Novelle „Der Schimmelreiter" von Theodor Storm. Im „Schimmelreiter" wird vieles beim tragischen Tod Hauke Haiens offengelassen. Hieran knüpfen Paluch und Habeck an, indem sie bekannte Elemente von Storms Novelle aufgreifen, bevorzugt fragliche Stellen und „blinde Flecken", und neue Perspektiven einbringen. Gleichzeitig wird eine wirklich neue Geschichte erzählt. Wienke, die totgeglaubte und mittlerweile herangewachsene Tochter Hauke Haiens taucht auf und forscht mit Hilfe von Haukes früherem Knecht Iven Johns nach ihrer Vergangenheit und nach der Wahrheit. War Wienkes Leben in der Katastrophennacht von Ivens Einsatz abhängig, so wird ihm dank Wienke nach und nach klar, was Leben für ihn (auch) sein kann. Bei dieser Suche werden für die Umstände von Haukes Tod nach und nach neue Konstellationen sichtbar, die der Darstellung bei Storm nicht widersprechen und doch ein ganz neues Licht auf bekannte Fakten werfen. Wir haben dies Buch im Deutschkurs gelesen und fanden: Der Roman überzeugt durch seine moderne Sprache, durch überraschende Wendungen und neue Perspektiven, durch poetische Bilder und dennoch spannendes Erzählen. Uns hat besonders die Figur der Wienke und ihre Identitätssuche beeindruckt. Sie wird als schwachsinnig und gleichzeitig mit einer besonderen Sichtweise und Begabung gezeichnet und setzt dadurch viele Dinge in Bewegung, brachte auch uns zum Nachdenken. Auch wenn manche Aspekte fraglich blieben und der Roman am Schluss dem Aberglaubenthema zu viel Platz einräumt, so finden wir den Roman „Hauke Haiens Tod" im Großen und Ganzen durchaus gelungen. Wir haben ihn gern gelesen und besprochen!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
interessante neue Perspektive eines Klassikers, 12. Oktober 2001
Die Autoren haben es geschafft, eine Stimmung aufzubauen, die typisch ist für die Landschaft, in der der Schimmelreiter angesiedelt ist: kurz und bündig - manchmal etwas grausam in seiner Härte - aber in jedem Fall faszinierend. Faszinierend ist auch der Blickwinkel, der die Geschehnisse in unsere heutige Zeit versetzt und deshalb zeigt, wie zeitlos auch das ursprüngliche Material des Schimmelreiters war. Auch "Hauke Haiens Tod" ist in seiner Darstellung von Vorurteilen, Intoleranz und auch Gleichgültigkeit, die es immer wieder zu überwinden gilt, sehr überzeugend. Man kann das Buch bis zum Ende einfach nicht aus der Hand legen, da immer wieder Wendungen eintreten, die die Theorien, die man sich zurecht gelegt hat, über den Haufen werfen und den Leser förmlich dazu zwingen weiterzulesen. Es ist eines der Bücher, die ich sicherlich öfter lesen werde!
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5.0 von 5 Sternen
Realitätsnahe Spannung!, 6. Januar 2012
Also: dann wollen wir mal. Ich denke jeder der direkt neben der Gefahr wohnt oder gewohnt hat, hat schon mal mit dem Gedanken gespielt: Was ist wenn der Deich bricht.....Was dann!? Also in diesem Sinne: Mit dem gekonnten Einfühlungsvermögen ein wirklich mit Spannung zu lesendes Buch! Fazit: Für alle die nah am Deich wohnen, oder dahinter! Viel Spaß!
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