Die Autoren haben es geschafft, eine Stimmung aufzubauen, die typisch ist für die Landschaft, in der der Schimmelreiter angesiedelt ist: kurz und bündig - manchmal etwas grausam in seiner Härte - aber in jedem Fall faszinierend.
Faszinierend ist auch der Blickwinkel, der die Geschehnisse in unsere heutige Zeit versetzt und deshalb zeigt, wie zeitlos auch das ursprüngliche Material des Schimmelreiters war. Auch "Hauke Haiens Tod" ist in seiner Darstellung von Vorurteilen, Intoleranz und auch Gleichgültigkeit, die es immer wieder zu überwinden gilt, sehr überzeugend.
Man kann das Buch bis zum Ende einfach nicht aus der Hand legen, da immer wieder Wendungen eintreten, die die Theorien, die man sich zurecht gelegt hat, über den Haufen werfen und den Leser förmlich dazu zwingen weiterzulesen.
Es ist eines der Bücher, die ich sicherlich öfter lesen werde!