Die ersten vier Tracks sind exklusiv (ebenso Nr. 14 bis 17) und darüber hinaus nicht schlecht. Terminate erinnert vom Aufbau her etwas an Shock, Frequency und Demolition Racer geben voll auf die Fresse, ebenso das ohne Gesang auskommende Machine Debaser.
Ansonsten findet man hier diverse Klassiker in neuem Gewand, so vom jüngsten Werk Invisible Wounds (Dark Bodies) gleich in zwei Versionen, erstere kommt ohne den Wutausbruch im letzten drittel aus, zweitere ist eine frühe Demo, die im Refrain doch sehr anders (genial) als die fertige Version ausfällt. Der Mix von Resurrection ist ebenfalls sehr hörenswert, da gefühlsintensiver. Sehr schönes Lied!
Der Urban Assault Mix von Edgecrusher ist zwar weniger hart, dafür mehr elektronisch und noch finsterer, stellt somit einen guten Gegenpol zum brutalen Original dar. Das ursprüngliche Descent gefällt mir dahingegen besser als der hier vorhandene Falling Deeper Mix, hier machen sich die zwar nur dezenten Technoeinlagen weniger gut... Body Hammer wiederum schadet der Mix nicht, den meisten wird kaum ein Unterschied zum brachialen siebten Song der Demanufacture auffallen. Auch den Mix von Zero Signal hätte man sich eigentlich sparen können, die kleinen Änderungen machen sich wenig bemerkbar.
Ein guter Grund für die Kaufentscheidung ist sicherlich das gecoverte Cars, welches in dieser Version der Urheber Gary Numan persönlich zum geilen FF-Sound singt. Jaja, das macht schon Laune!
Replica besitzt live leider nicht die Tiefe wie sonst, allenfalls interessant. Danach geht es mit vier eigentlich reinen (Dark-)Techno Songs weiter, mit denen ich eigentlich nichts anfangen kann, so wahrscheinlich auch die meisten Fans nicht. Allenfalls das Schlusslicht, der Spoetnik Mix von New Breed, weiß zu überzeugen, obwohl er mit dem Original nur den Text gemeinsam hat.
Fazit: Einige interessante Lieder rechtfertigen einen Kauf, allerdings nur für solche, die die eigentlichen Kracher schon besitzen. Alle anderen: Demanufacture und Obsolete sind die Fear Factory Referenzen.