Peter Ensikat möchte die DDR nicht wiederhaben, "nicht mal tage- oder stundenweise". Aber darüber, wie sie verschwand, wodurch sie ersetzt wurde und welche Auswirkungen das auf ihn und seine Mit-Deutschen hatte und hat, darüber macht er sich so seine Gedanken. Diese wiederum versteht er - geübter Kabarettist - meisterhaft pointiert zu formulieren. so daß man selbst über Dinge, die eigentlich zum Weinen sind, immer noch lachen kann. In kurzen Kapiteln fängt er viel von dem ein, was das Leben in der DDR ausgemacht hat, und setzt dem ebenso genaue Beobachtungen des Wandels entgegen. Ein sehr persönliches Buch, das gleichzeitig ein sehr allgemeingültiges, informatives Bild deutsch-deutscher Befindlichkeit zeichnet. In seiner distanzierten Liebe zu den östlichen und westlichen Landsleuten erinnert es an den vergleichbar gelungenen Film "Go, Trabi, go".