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"Hast du noch dein wildes Herz?" Tagebuch 1976 - 1998. Erinnerungen zwischen Leonard Cohen und Bad Tölz.
 
 
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"Hast du noch dein wildes Herz?" Tagebuch 1976 - 1998. Erinnerungen zwischen Leonard Cohen und Bad Tölz. [Taschenbuch]

Britt Antea

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Britt Antea, geboren 1957, lebt in München. Beruflich arbeitet sie seit langen Jahren in der Softwareentwicklung. Ihre Tagebücher haben sie seit ihrem 16. Lebensjahr begleitet. In den Jahren, in denen sie nicht geschrieben hat, scheint es ihr heute, als habe sie nicht gelebt.

1976 zieht Britt aus ihrer Heimatstadt Bad Tölz nach München: Die erste Wohnung, eine neue Beziehung und ein spannender Beruf scheinen Weichenstellungen für Jahre hinaus zu bedeuten. Dazwischen immer wieder die Frage nach ihren Gefühlen, das Bedürfnis nach Gesprächen. Nach langjähriger Ehe und der Geburt zweier Kinder beginnt sie mit der Lektüre ihrer Tagebücher und gelangt durch die Erinnerung an verloren geglaubte Gefühle an den Punkt, als sie ihr Herz laut schlagen hörte: Die Begegnung mit Vincent, ihrer ersten großen Liebe, das gemeinsame Lächeln, der leichte tiefe Sinn ihrer jugendlichen Seelen. Ihre Frage ist wie eine Antwort auf das Leben selbst: "Hast du noch dein wildes Herz?"

Der Verlag über das Buch

Dienstag, 3. Februar 1976 ::: Ich denke an Vincent. Es fehlen mir die Worte, um zu schreiben. Selbst die Gedanken sind nicht geordnet, ich finde sie nicht leicht. Ich denke an die Vergangenheit, an die Gegenwart. Habe ich geschlafen, diese Zeit, wo er nicht da war? Wer ist er, der plötzlich wieder da ist? Ist es derselbe, der damals ging? ::: Mit diesen Worten beginnen die Aufzeichnungen Britt Anteas - ein Mädchen, 18 Jahre alt, kurz vor den Abiturprüfungen.

Wir sind mitten in den Siebzigern und begleiten Britt über die Stationen ihres Lebens hinweg: Vielleicht erinnern Sie sich an das Lebensgefühl, an die Musik von Leonard Cohen oder Procol Harum, auch an die Disco-Kugel in verrucht scheinenden Tanzräumen, die das nüchterne Tageslicht in tausend Prismen gespalten haben - oder an Ihre Blue Jeans, die nicht nur Markenträger waren, sondern Fläche für Gefühle und Sehnsucht nach Freiheit.

Britts Tagebücher fließen in ein Resümee über das eigene Leben: Berufliche Herausforderungen und private Krisen, mit denen jeder an irgendeinem Punkt seines Lebens konfrontiert wird, bedeuten nicht nur den Verlust alter Vertrautheiten, sondern auch die Chance auf Selbstbesinnung, das Bewusstwerden einer Kraft, die in jedem steckt und gefunden werden kann. Und die Erkenntnis, dass man nur mit Sehnsucht im Herzen lebendig bleibt.

Der Autor über sein Buch

Ich kann keine konkrete Antwort auf die Frage geben, warum ich diese Texte in einem Buch herausgegeben habe. Mitteilungsbedürfnis spielt sicher eine Rolle, dann aber vor allem und immer wieder der Wunsch zu teilen. Ich denke, dass sicher sehr viele Menschen Ähnliches erlebt und gefühlt haben und sich darum in diesen Texten auch wiederfinden können.

Ich habe geschrieben, weil ich schreiben musste. Der Stil ist abhängig von der jeweiligen Stimmung und natürlich vom Alter (18 - 41). Die Texte sind nicht "humorvoll", sondern einfach "beschreibend". Manchmal oberflächlich, manchmal nachdenklich. Es gab wenige Jahre, in denen ich nicht geschrieben habe.

In meinen ursprünglich nicht für die Veröffentlichung geschriebenen Texten berichte ich vor allem über einige Beziehungen im Jugendalter, eine mehrere Jahre dauernde Lebensgemeinschaft und schließlich meine Ehe. Die Besonderheit besteht darin, dass ich im Alter von 40/41 Jahren (anhand meines Tagebuchs und der Erinnerung) eine intensive Rückschau auf die vergangenen Jahre hielt.

Nachdem ich mein Tagebuch drei Jahre nicht angerührt hatte, nachdem ich vom Alltagstrott, von der Kindererziehung und meiner Berufstätigkeit fast verzehrt worden war, meldete sich plötzlich wieder mein "Ich". Der Gedanke an die sogenannte "Midlife-Crisis" liegt nahe.

Bis heute weiß ich nicht, was mich veranlasste, damals alles, was ich bisher auf Papier geschrieben hatte, auf dem PC zu erfassen. Durch das Abschreiben der Texte setzte ich mich intensiv mit der Vergangenheit auseinander. Ich erlebte meine Jugend nochmals aus einem veränderten Blickwinkel und ich versuchte, anhand der Betrachtung der Vergangenheit und der Gegenwart, auch wieder einen Weg für meine Zukunft zu finden.
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