-Ablauf-
Ziel des Spiel ist es den Mörder, den Tatort und die Tatwaffe herauszufinden. Zu Beginn werden erstmal diese 3 Dinge durch mischen von den 3 Kartenstapeln und anschließendem Ziehen von jeweils einer Karte von jedem Stapel bestimmt. Danach werden die 3 Karten - für niemanden sichtbar - in einen Umschlag gesteckt. Die restlichen Karten der 3 Stapel werden zusammengeworfen, gemischt und gleichmäßig an alle Spieler verteilt. Bleiben Karten übrig, so landen sie im Schwimmbad.
Danach notiert sich erstmal jeder Spieler welche Karten er hat und welche Mörder, Tatorte und Tatwaffen somit schonmal ausscheiden. Dann gehts endlich ans eigentliche Spiel.
Man zieht übers Spielfeld in verschiedene Räume und stellt dort Vermutungen über den Täter und die Tatwaffe auf. Der Raum, den man als Tatort vermutet, ist immer der, in dem man seine Vermutung aufstellt. Daraufhin werden Tatwaffe und der vermeintliche Täter in der Raum gerufen. Danach geben, die Mitspieler einem Reihe um, die Karten des vermuteten Täters, Tatwaffe oder Tatorts. Haben sie meherere Karten, so können sie selbst entscheiden, welche Karte sie einem zeigen; haben sie keine, so gibts eben nichts für den Ermittler. Die Karten, die man erhält, scheiden dann auch als mögliche Täter, Tatorte oder Tatwaffen aus. Dies wird dann notiert. Man kann sich natürlich auch Notizen machen, wenn man nicht an der Reihe ist.
Dann kommt der nächste dran.
Wird man in einen Raum gerufen, so kann man sich - als eine Art Kompensation - eine Karte von einem zusätzlichen Kartenstapel ziehen. Diese bringen meist Vorteile (nochmal ziehen etc.) mit sich. Es kann sich jedoch auch um eine Uhrkarte handeln. Zieht jemand die 8.Uhrkarte ist "seine Zeit" sozusagen "abgelaufen" und er scheidet als Ermittler aus. Man kann auch zu diesen Karten kommen, indem man auf einem ?-Feld landet oder ein ? erwürfelt.
Eine Besonderheit bietet noch das Schwimmbad. Hier kann man sich die übriggebliebenen Hinweise anschauen oder den Fall lösen. Erhebt man hier Anklage, so sagt man erst, wenn man als Täter, Tatwaffe und Tatort vermutet und blickt anschließend in den Umschlag. Hatte man recht, so gewinnt man, ansonsten scheidet man aus und legt die Karten - ohne sie zu zeigen - zurück in den Umschlag.
-Bewertung-
Das Spiel macht jede Menge Spaß und fördert meiner Meinung nach auch die Konzentrationsfähigkeit und Kombinationsgabe. Man sollte sich immer merken, was man wem zeigt und natürlich den Mitspieler (wenn man die Wahl hat) lieber häufiger die selbe Karte zeigen, um ihn möglichst lange um Dunkeln tappen zu lassen. Auch kann man mal Dinge vermuten, die man selbst auf der Hand hat, um die anderen zu verwirren. Es gehört außerdem auch dazu aufzupassen, wer sich wann Notizen macht. Das könnte auch entscheidende Hinweise geben.
Jedoch verhindern diese kleinerern Kniffe, dass 9jährigen (als Alter wird "ab 9" angegeben) realistisch eine Chance gegen Erwachsene haben. Für 9jährige könnte es also recht frustig werden, wenn sie nicht gegen Gleichaltrige spielen. Ich denke, das gesamte Potential entfaltet das Spiel erst bei einer Erwachsenenrunde.
Ein kleinerer Kritikpunkt ist außerdem, dass die Benennung der Spielfiguren etwas verwirrend sein kann. Das Frau Roth die rote Spielfigur ist, sollte jedem klar sein, dass es sich jedoch bei der blauen Spielfigur um Frau Porz handelt ist leider nicht ganz einleuchtend. Wäre schön gewesen, wenn sich die Macher bei Gelb, Lila und Blau ähnlich einleuchtende Namen, wie bei den anderen 3 Figuren (Herr Grün, Frau Weiss, Frau Roth) überlegt hätten.
-Fazit-
Trotz kleinerer Kritikpunkte ein durchaus gelungenes und empfehlenswertes Spiel.