Pünktlich zum Herbstanfang holten wir Monopoly vom Dachboden und spielten Abends die ersten Runden, die den Herbst einleuteten. Nachdem wir die Bank in der Klassik Version öfters sprengten wollten wir uns eigentlich nur nach zusätzlichen Geld umsehen, stolperten dann aber über Monopoly City.
Skeptisch beäugten wir den Karton und spekulierten über diese neue Version von Monopoly, nach demokratischer Beratschlagung entschieden wir uns die Version zu ergattern und finden von Spiewl zu Spiel mehr Spaß an unserer Erungenschaft.
Monopoly City verändert eine ganze Menge an Regeln und fügt dem Spiel viel mehr Strategie hinzu!
Die Farben der Straßenzüge (jetzt Stadtviertel) sind wie immer und die Mieten sind wie immer ansteigend. Neu ist jedoch dass man sofort bauen kann wie es das Geld hergibt. Es gibt Wohnblöcke und Industrieblöcke, welche man baut kann man frei entscheiden, jedoch kostet ein Industrieblock immer doppelt so viel wie ein Wohnblock. Das liegt auch daran das es auch neue Gebäude gibt. Bonus- und Störgebeude. Ein Wohnblock kann nämlich Mietunfähig gemacht werden in dem man auf dem Feld des Gegenspielers ein Störgebäude (Müllkippe, Kraftwerk, Kläranlage oder Gefängnis) platziert. Die kann man nur verhindern wenn man voher ein Bonusgebäude (Windkraftwerk, Wasserturm, Schule oder Park) erichtet. Störgebäude verhindern nämlich, dass ein Spieler mit Wohnblocks Miete verlangen kann, steht ein Störgebäude auf einem Feld kann man nur noch mit Industriegebäuden Geld einnehmen.
Hierdurch ergeben sich viele verschiedene Strategien, baue ich nur Industrieblöcke um unanfällig gegen Störgebäude zu sein, oder baue ich Wohnblöcke um mehr Blöcke mit weniger Geld zu errichten. Oft macht sich ein Mix aus beiden nützlich, wie aber jeder Spieler verfährt ist meist von seiner Finanziellen lage und seiner Risikobereitschaft abhängig. Der Bau von Stör- und Bunusgebäude wird aber durch 4 Felder geregelt oder durch Ereigniskarten. Dort wo früher die Bahnhöfe waren, sind nun 4 Felder die Baugnehmigung heissen. Sie geben die Gebäudeart vor die man platzieren darf (Schule oder Gefängnis, Park oder Müllkippe, Wassertrum oder Klärwerk, Windkraftwerk oder Kraftwerk. Man muss sich entscheiden, sich selber schützen oder den Gegner bremsen. Störgebäude müssen nämlich wieder abgebaut werden, dies kostet den gegner ordenlich Geld, bis zu 2 Millionen, ja Millionen, dazu später mehr.
Anders zu füher kann man in Monopoly City 8 Blöcke bauen(früher maximal 4 Häuser/1 Hotel) die Wohn oder Industrieblöcker werden auch nicht mehr auf den farbigen Balken gestellt, sondern in farbige Felder in der Mitte des Spielbretts, die dort die Stadtviertel darstellen. Wieviele Häuser man bauen darf gibt der elektronische Markler vor, ein Gerät das auf Knopfdruck per Zufallsfaktort vorgibt wie viele Blöcke man pro Runde bauen darf. 1-3 Blöcke oder einen Bahnhof.
Bahnhöfe wie früher gibt es nicht mehr, man kann sie nicht kaufen und man kassiert für sie keine Miete mehr. Sie dinen in Monopoly City der strategischen Fortbewegung. Es gibt 8 Bahnhöfe, wenn man nach einem Wurf auf diesem landet, muss man auf dem Feld wie früher Miete entrichten, darf danach aber zu einem Bahnhof irrgent wo auf dem Brett springen, kommt man dabei über LOS gibt es Gehalt. Anders kann man aber auch so Gebiete mit riskant hohen Mieten umgehen. Strategie beim platzieren ist gefragt... Versuch macht klug! Es gewinnt oft auch der, der durch viele Bahnhöfe Mieten umgehen kann, es gab bei uns Spiele wo ein Spieler zwei Drittel der Straßen besaß aber kaum mehr Miete bekam, da die anderen Spiele dank der Bahnhöfe seine Gebiete umgehen konnten, so das er langsam "ausblutete"...
Es ist nicht mehr nötigt einen kompletten Farbzug zu ergattern um zu bauen, besser aber ist es ganz sicher, denn ein kompletter Farbzug ermöglicht den Bau eines Wolkenkratzers, dieser verdoppelt die Mieten aller Felder, des Farbzuges auf dem der Wolkenkratzer steht. Besitzt man zwei komplette Farbzüge darf man den nur einmal vorhandenen Monopolytower errichten, er ist teuer verdoppelt aber die Mieten aller im Besitz befindlichen Stadtviertel.
Das Geld und die Mieten sind enorm, wie reden von Millionen bei bebauten Grundstücken. Das Grundgehalt pro Runde beträgt 2Mio. die Geldscheine teilen sich auf in 10.000, 50k, 100k, 200k, 500k, 1Mio, 5Mio
Monopoly City verbindet gelungen das Alte mit dem Neuen. Dieses Spiel ist komplexer und ansehnlicher. Zum Eingewöhnen benötigt man ca. 1 Stunde, um den Kniff ganz raus zu haben 2-3 Spiele, schnell gewöhnt man sich an die neuen Objekte und findet Gefallen an dieser Version. Teilweise so sehr, das die klassische Version fast in Vergessenheit gerät. Monopoly-City hat uns die ersten Tage so gefesselt das, wir uns selbst in der Woche Abends zu einem Spiel zusammen setzten. Die Spieldauer ist nicht festzulegen... man sollte sich ein Limit setzen und am Ende der Zeit das kapital auszählen... es ist uns bis jetzt nicht gelungen einen einzigen Spieler zum Sieger zu machen. Meist entscheidet die zeit wann Schluß ist. Schätzen tun wir pro Spieler mit einer Stunde, wenn man einen Monopolisten ermitteln will.
Einziges Manko, in den Regeln gibt es einige Stellen die Fragen aufwerfen und im SPielverlauf nicht zu klären sind. Beispielsweise das Verdoppeln der Mieten durch Wolkekratzer und Monopolytower. Die Regel gibt nicht den kleinsten Hinweis ob ein Monopolytower, die Miete eines kompletten Farbzuges, der einen Wolkenkratzer(Mietverdoppelung) enthält zusätzlich verdoppelt (quasi vervierfacht).
Die Regeln erklären Schwarz und Weiss, nicht was evtl. dazwischen liegt. Dies sind Dinge die man in der Runde vorher festlegen sollte um Missverständnisse zu vermeiden.
Von mir gibts aber eine klare Kaufempfehlung, wenn man eh gerne Monopoly spielt.