Wem die klassischen Brettspiele nicht zu dröge sind, kommt um diesen Klassiker aus dem Hause Parker/Hasbro nicht herum: Trivial Pursuit. Das Wissensspiel für die die Generation ab 15 Jahren darf in keinem gut sortierten Brettspielehaushalt fehlen. Und wie viele andere Klassiker gibt es auch bei diesem immer mal wieder einen Ableger. 2006 erschien die 1990iger Ausgabe.
Worum geht es?
Bei etlichen Brettspielen verzögert ein langes Studieren der Spielregeln den Beginn. Nicht so bei Trivial Pursuit. Gerade mal zehn Minuten und zwei Seiten Papier gilt es durchzulesen. Dann kann es auch schon losgehen.
Schnell noch die Spielausstattung gecheckt: Ein Spielbrett, 300 Frage- und Antwort, drei Kartenhalter, sechs runde Wissensspeicher zur Aufnahme der 36 farbigen Wissensecken und ein Würfel gehören dazu.
Wer gewinnt?
Das Ziel von Trivial Pursuit ist es, den eigenen Wissensspeicher möglichst schnell mit sechs verschiedenfarbigen Wissensecken zu füllen. Dafür müssen Sie die Fragen aus sechs unterschiedlichen Kategorien richtig beantworten. Wenn Sie Ihren Wissensspeicher komplett gefüllt haben, kehren Sie zum sechseckigen Zentrumsfeld zurück. Gelingt es Ihnen dort, die abschließende Masterfrage korrekt zu beantworten, haben Sie das Spiel gewonnen", steht in der Anleitung.
Los geht's
Obwohl das Spiel von zwei bis 36 Spielern ausgelegt ist, empfiehlt es sich die Anzahl auf sechs zu begrenzen. Schließlich gibt es ja auch nur sechs Wissensspeicher. In denen werden die zu erwerbenden farbigen kleinen Wissensecken reingesetzt. Ähnlich wie bei Therapie" gilt es aus sechs unterschiedlichen Wissenskategorien Fragen zu beantworten. Ob nun Globales Dorf, Promis&Stars, Topnews, Zeitgeist&Szene, Musik&Show sowie Helden&Versager: Die Fragen stammen aus den 1990igern. Zusatzkniff: Diese Fragen werden in die drei Jahresbereiche 1990 bis 1993, 1994 bis 1996 sowie 1997 bis 1999 unterteilt.
Dann fällt es leichter solche Fragen zu beantworten wie: In welcher Stadt stürzte Oskar Lafontaine mit einer Kampfstimmung den amtierenden SPD Chef Rudolf Scharping? Antwort: Mannheim, 1995.
Wo bleibt der Spaß?
Ähnlich wie beim Original gibt es hier wenig Überraschungsmomente. Die Spieler marschieren durch, die eine weit gestreute Allgemeinbildung haben. Zufälle selbst beim Würfeln lassen den geübten Wer wird Millionär" Rater nicht alt aussehen.
Der Spielspaß kann jedoch angehoben werden, finden sich mindestens sechs Teilnehmer. Trotzdem ist der Fun bei Spielen wie Risiko" oder Monopoly" höher, da bei beiden Strategie und Würfelglück gefragt sind. Es ist von vornherein nur bedingt absehbar, wer am Ende die Nase vorn haben wird.
Was bleibt?
Sicher gibt es 2010 die nächste Version des Spiels. Dann würden aber nur die Ergänzungsfragen reichen. Ein komplettes Paket muss es dann nicht mehr sein. Vielleicht gibt es aber auch Fragensets zu Filmserien wie Star Wars" oder Harry Potter" ?