Ich bin schon lange ein harvest Moon Fan und habe auch die aktuellsten, weshalb mir einiges sofort aufgefallen ist:
Story:
Die Geschichte ist, wie fast überall, so aufgebaut, dass man das kleine Dorf Briesendorf wieder zum magneten für Kunden machen soll, dh die wirtschaftliche Rettung bringen soll.
Man kann auswählen, ob man männlich oder weiblich ist, was bei den neuen HM Games nichts besonderes mehr ist, trotzdem angenehm, mal wieder die Möglichkeit zu haben, als Mädchen zu spielen.
Neben dem Farmen, was man meißt zwischen jedem samstag stattfindendem Basar macht,kann man Pflanzen sammeln, Insekten und Frösche fangen, die Traumfrau oder den Traummann heiraten und an Festen teilnehmen.
Die Feste sind meißt so aufgebaut, dass man etwas machen muss, zB beim Blumenfest muss man Blumen verteilen, und am Ende wird dann derjenige geehrt, der die meißten Blumen verschenkt hat.
Allerdings kann man seine Waaren nicht mehr, wie in den Vorgängern in der Versandbox zum Verkauf frei geben, man muss nun die Waaren im Lager sammeln und diese dann auf dem Basar samstags verkaufen, was eine Art Minigame ist.
Man hat seinen eigenen Stand und legt seine waaren auf die Verkaufstheke, wenn jemand durch die Glocke aufmerksam wird, kommt er näher und wenn er was kaufen möchte, sollte man die Kunden schnellstmöglich bedienen, andere wollen sich nur unterhalten. Durch den verkauf und das freundliche Unterhalten, steigt der Ruf des Standes und mehr Leute werden angelockt, die dann auf dem basar ihre Waaren verkaufen.
Design:
Das Design ist grafisch zwar auf dem Niveau von den beiden Vorgängern, allerdings hat man hier ein neues Thema gewählt, damit dieses Spiel nicht zu sehr an das alte anlehnt. Man spielt in einem idyllischen Dorf namens Brisendorf, was etwas an ein europäisches Bergdorf erinnert. Neben den typisch dörflichen Charakteren wie Antje, die aussieht, wie eine traditionelle Hollanderin, gibt es dann noch exotischere Personen, wie Kagetsu, eine in einem Tempel lebende Asiatin, oder den fernöstlichen Prinzen Safran, die natürlich optisch anders aussehen.
Die Personen sind alle sehr liebevoll gestaltet, trotzdem etwas rosig für meine Geschmack, aber man verliebt sich sehr schnell in diese Grafik.
Das Dorf:
Der Spielort ist relativ klein gehalten, meines Empfindens nach.
Es teilt sich in 6 gleichgroße Bereiche auf:
Die Pferderennbahn, welche erst ab dem passenden fest geöffnet sein wird, dein Hof, der Beriech vor der Stadt mit Wasserfall, die Stadt selbst, einen bereich mit dem Hotel und den Basar selbst, welcher nur am Basartag besucht ist, ansonsten sind die Stände abgedeckt.
Landleben:
Wie man sich schon denken kann, muss man zwar immer noch Farmen, trotzdem tritt der Basar und die Vorbereitung für den Basar sehr in den Vordergrund, weil man alles auf den Basartag auslegen muss.
Trotzdem macht es Spaß, das gewohne Landleben zu meistern.
Statt den vorher bekannten Maschienen, die Butter machen konnten oder andere Produkte, gibt es nun Mühlen, die im Laufe des Spieles freigeschaltet werden.
Tiere:
Wie immer gibt es Kühe, Schafe, Hühner, ein Pferd und natrlich Hund und Katze, allerdings kann man sich erst einen Hund/ eine Katze kaufen, wenn man vier Kühe/Schafe gekauft hat, diese treiben dann morgens deine Tiere aus dem Stall und abends wieder rein.
Hochzeit:
Auch hier kann man wieder heiraten, für jedes Geschlecht gibt es fünf mögliche Heiratskandidaten, allerdings gibt es bei beiden Geschlechtern immer eine besondere Herausforderung in Form eines Heiratskandidaten, dessen Gefühlsstatus nicht sichtlich erkennbar ist.
Kagetsu lernt man erst im zweiten jahr der Geschihte kennen und Prinz Safran reist jeden Herbst zu seinem Vater und ist somit immer eine jahreszeit nicht vor Ort.
Spieldauer:
Anders als in den Vorgängern bekommt man nicht dierekt zu Beginn alle Werkzeuge und muss sie aufwerten, sondern man bekommt sie nach und nach geschenkt, oder kann sie auf dem Basar kaufen, außer der Gieskanne und der Hacke hat man anfangs keines. Die Angel bekommt man erst zu Beginn des Sommers.
Andere Events finden erst recht spät statt, zB das Eröffnen der Windmühlen, welche notwendig sind, wenn man bestimmte Produkte, die auf dem Basar teuer sind, verkaufen möchte.
Ebenso lernt man manche Personen erst sehr spät kennen, Kagetsu lernt man erst im Sommer des zweiten jahres kennen.
Objekte lassen sich nur für recht wenig geld verkaufen, weshalb man alleine etwas spielen muss, um sich überhaupt Tiere kaufen zu können.
Fazit:
Das Spiel ist mal etwas Anderes, durch die Grafik und den Basarrhythmus, allerdings kann dies auch langweilig werden.
Ich würde das Spiel jedem empfehlen, der mal etwas frischen Wind in der Spieleserie braucht, aber nicht auf Rune Factory umstiegen möchte, oder es schon gespielt hat.