Ich spiele Harvest Moon Großbasar schon seit längerem in der UK-Version und bin deshalb schon in Jahr 4.
Ich persönlich freue mich über die neue Aufmachung, die etwas Schwung ins Spielprinzip bringt. Die Story ist Simpel. Das Ziel ist, den Basar so bekannt wie möglich zu machen. Um dies zu erreichen gilt es, soviel Umsatz wie möglich an einem Verkaufstag zu erzielen um den Bassarlevel zu steigern.
Diese Bewertung ist sehr ausführlich.
Steuerung
Glücklicher Weise sind die Hersteller beim Steuerkreuz geblieben, was den Stylus überflüssig macht. Einige Funktionen sind über ihn bedienbar, aber man muss ihn nicht nutzen, wie es in Inselparadies der Fall war. Ja, man kann jetzt Springen und sogar im Sprung einen Doppelsprung ausführen, wenn man zweimal A hintereinander drückt. Wer sich fragt wozu? Es gibt mehrere Gründe.
1. Das zurücklegen größerer Strecken zum Beispiel in dem man über den Fluss Springt. Außerdem gibt es spezielle Fässer auf die man springen kann um Abzukürzen.
2. Wenn man seine Gießkanne aufgerüstet hat und sich vor sein Feld stellt und dann springt kann damit gleichzeitig größere Flächen bewässern ohne großen Energie- und Zeitaufwand.
3. und vielleicht am wichtigsten: Das Springen IN den Fluss, aber dazu später.
Dinge nimmt man nun mit der Taste B auf, auch Bewohner redet man jetzt mit B an, was in den ersten Minuten etwas gewöhnungsbedürftig ist, aber das vergeht schnell. Wer R drückt gelangt schneller an die Werkzeugliste aber das war es auch schon.
Grafik
Die Grafik gefällt mir sehr. Alles liebevoll gestalltet. Blätter die im Herbst über den Boden wehen oder Blütenblätter im Sommer. Nur die Charaktäre wirken teilweise etwas Jung (vor allem die männlichen Heiratskandidaten). Die zu betretenen Bereiche sind in 6 Teile aufgeteilt.
1. Die eigene Farm
2. Der Vorplatz zur Farm mit Wasserfall
3. Die Pferderennbahn erst ab dem 2. Jahr, wer sich fragt wie: einfach betreten wenn man das Pferd hat)
4. Das Dorf
5. Der Vorplatz vom Basar mit Hotel
6. Der Bassar (nur an Basartagen interessant)
Im unteren Bildschirm sieht man, wo man sich befindet. Allerdings kann man dem Bildschirm NICHT entnehmen, wo sich die einzelnen Dorfbewohner aufhalten. Man sieht immer nur sich.
Das Spiel
Wie schon erwähnt gibt es einige Neuerungen.
1. Tiere
Von Anfang an hat man einen Stall in dem man bis zu 20 Hühner und 20 Kühe/Schafe halten kann. Diese können NICHT verkauft werden. Allerdings können die Tiere am Alter sterben. Durchschnittlich werden sie zwischen 4 und 6 Jahre alt, je nach Tierart. Hühner legen jeden Tag Eier, vorrausgesetzt man bringt sie abends in den Stall, Kühe geben jeden Tag Milch und Schafe aller drei Tage Wolle, wie auch schon in den anderen Spielen. Man kann sich Hunde und Katzen (von jeder Art mehrere) halten. Es gibt 2 Hunderassen und mehrere Farben. Alle Tiere lassen sich nur auf dem Basar kaufen. Haustiere sterben nicht und können nicht verkauft werden. Sie helfen dabei, die Tiere raus und wieder in den Stall zu bringen.
Des weiteren kann man überall Frösche, Schmetterlinge und Insekten fangen und verschenken oder Verkaufen, bringen allerdings kaum Geld und dienen nur dem vervollständigen der Kartei. Das Pferd bekommt man geschenkt.
2. Das Anbauen
Am Anfang hat man ein Feld kann sich aber auf dem Basar noch zwei weitere und ein Feld im Keller kaufen. Hacke und Gießkanne bekommt man und sind aufwertbar, andere Geräte müssen gekauft werden. Samen kauft man auf dem Bassar. Der Dorfladen bietet immer nur eine Samenart an, welche meist sehr wenig einbringt. Auch Bäume können angepflanzt werden, auf dem selben Areal wie die Saatpflanzen. Man kann seine Pflanzen Düngen und den Dünger in der ersten Windmühle aus Gras und Holz selber herstellen.
3. Die Windmühlen
Im Laufe des ersten Jahres werden alle drei automatisch frei geschalten. Damit kann man die Farmprodukte verarbeiten um noch bessere Preise zu erziehlen. Um den Herstellungsprozess zu beschleunigen kann man ins Mikro pusten und mehr Wind erzeugen.
4. Das Sammeln
Überall kann man wie immer Gegenstände sammeln. Man findest Blumen, Kräuter, Holz und Stein aber auch Tiere und im Winter Schneebälle in denen unter Umständen weitere Items sind und Erzsteine (nur im Winter). Außerdem kann man in den Fluss springen. Wenn man hinein springt kostet das Energie, aber es kann passieren, das ein Item an der Kleidung "haften" bleibt. Das können leere Dosen oder Schuhe sein, aber auch Gold, Tee oder Erzsteine.
Die Erzsteine spielen eine besondere Rolle. So wie sie sind, sind sie wertlos, zerschlägt man sie aber mit einem Hammer kann man in ihnen Gold, Silber , Bronze oder Edelsteine finden. Meist jedoch nur wertloses Metall. Dies ist neben dem Kauf auf dem Bassar die einzige Möglichkeit an Edelsteine zu kommen. Es gibt KEINE Mine!!!
5. Der Basar
Einmal pro Woche (meist Samstags) ist Bassartag. Man muss all seine Sachen dort hin bringen und am Stand verkaufen. Endweder kommen Leute vorbei die Kaufen, oder aber Leute die Fragen haben. Am Ende eines jeden Bassars wird bestimmt, wer am meisgten verkauft hat und wer der beliebteste Verkäufer war. Dadurch kann man Preise bekommen. Felix, das Oberhaupt, sagt dann immer, was der Zielbetrag für den nächsten Basartag ist. Sollte man diesen erreichen hat man Chancen auf einen Preis. Wenn nicht, so ist das nicht tragisch und hat keine Auswirkungen. Jedoch ist immer ein weit höherer Betrag als von Felix angegeben von Nöten umd das Basarlevel zu heben (z.B. wenn Felix sagt es sollen zwischen 80.000 und 100.000 erziehlt werden sind zum steigern des Basarlevels 480.000 von Nöten). Das Heben des Basarlevels hat zur fogle, dass mehr Läden öffnen und neue Sachen zu kaufen sind. Zudem wird ein neuer Zielbetrag angesetzt.
6. Die Bewohner und Heiratskandidaten
Das Heiraten hat das selbe Prinzip wie in den anderen Harvest Moon Spielen. Was mit persönlich fehlt ist der Grund, mich mit den anderen Dorfbewohnern anzufreunden. Sollte man sich einen Kandidaten ausgesucht haben, so muss man lediglich bei seinen Familienmitgliedern einen gewissen Freundschaftsstatus haben. Ich habe Angelo gewählt und musste nur bei dem kleinen Jungen 5000 FP haben. Den anderen Dorfbewohnern gebe ich nichts und werde es auch nicht tun. Wem das schenken immer viel Spaß gemacht hat, dem wird hier der Sinn dafür fehlen. Wer es aber wie ich nervig fand wird sich freuen, das er sich nicht mehr um so viele kümmern muss.
Mich ärgert, dass die Charaktere trotz steigender Herzfarbe keine anderen Dinge sagen sondern an den selben Orten immer die selben sachen, was nach einer Weile tierisch nervt. Das kostet dem Spiel einen Stern.
7. Die Energie
Ich habe festgestellt, dass ich in Großbasar deutlich besser mit meiner Energie zurecht komme als noch in Sonnenscheininseln wo ich regelmäßig K.O gegangen bin. Häufig habe ich am Ende des TAges noch genug Energie übrig die ich durch ins Wasser springen minimiere.
Ab Basarlevel 75 kann man Lotto spielen und Zauberwasser zur Steigerung der Stamina gewinnen. (nur 5 Stück)
8. Die Zeit
Der Tag reicht für alles vollkommen aus. Ich bin meist gegen 2 Uhr mit allem fertig und warte dann bis um 5 um meine Tiere besser reinbringen zu können
9. Im Erdboden wühlen
Wer genau hinsieht sieht ab und zu ein Aufblitzen im Boden. Vornehmlich auf dem Verbindunsstück im oberen rechten Rand des Wasserfallgebietes, wo man zu Felix' Haus abkürzen kann. Man muss sich nur darauf stellen und B drücken und kann Münzen für das Lotto ab Bassarlevel 75 % finden. Diese sollte man aufbewahren den beim Spiel benötigt man entweder 1 Goldene, 3 Silberne oder 5 Bronzene Münzen.
Fazit
Ein neues Spielprinzip was Schwung in die Harvest Moon Reihe bringt. Die Ziele sind leicht zu erreichen, aber auch nicht zu leicht um das Spiel langweilig zu machen. Man muss nur den richtigen Weg wählen. Das fehlen der Mine ist zu verkraften nur die einfalslosen Sätze der Charaktere ärgern mich. Einen Nachteil hat das Spiel noch, man kann nur speichern wenn man den Tag durch das "ins Bett gehen und Speichern" beendet. Ein Speichern mitten im Tag oder beim K.O. ist nicht möglich. Pausieren nur unter bestimmten Umständen. Wer am alten Prinzip festhängt sollte den Sprung zu diesem Spiel wagen. Allen anderen bietet es eine gelungene Abwechslung