Hart ist ein Buch, das einen durch eine große Bandbreite von verschiedenen Sexpraktiken führt. Ich kann jetzt nicht behaupten, dass ich mich mit allen wirklich identifizieren konnte aber es war trotzdem sehr interessant und ansprechend zu lesen und die Szenen sind auch nicht übermäßig hart. Wobei ich bei manchen Sachen gedacht habe:' geht das wirklich?'
Die Figuren sind gut gewählt und auch sympathisch beschrieben, man bekommt schon sofort Vertrauen zu Tom. Wobei ich jetzt nicht soweit gehen würde, einem völlig Fremden, den ich gerade beim Blumengiessen in einem anderen Haus getroffen habe, wo ich erst noch dachte es ist ein Einbrecher, solche Dinge mit mir anstellen zu lassen.
Aber wahrscheinlich ist genau das der Reiz und Tom macht auch von Anfang an nicht den Anschein als wäre er nur irgendein Lüstling. Man kann gut erkennen wie Kelly Ihre Grenzen auslotet und sich gefühlsmäßig immer mehr zu Tom hingezogen fühlt, ihm aber nie hörig wird. Was mich ein bisschen genervt hat, war ihr krankhaftes Hinterhertrauern was ihren Exfreund betrifft und damit gefährdet sie auch die Beziehung zu Tom. Das gefiel mir übrigens sehr gut, wie sich, auch schleichend für beide Hauptprotagonisten selber, so langsam eine Beziehung entwickelt hat, in der es auch ganz klare Grenzen gibt. Das Buch war flüssig zu lesen, hat an manchen Stellen wirklich kribbelig gemacht und hatte überaus sympathisch und authentisch wirkenden Hauptdarsteller.