INTRO
Eine Zeit lang kam keine ernst zu nehmende Radiostation ohne die Single “Fire Escape” vom grandiosen zweiten Fastball-Album “All The Pain Money Can Buy” aus, und es war immer schön, sie zu hören. Fastball, häufig des Wallflowers-Plagiats bezichtigt, halten sich bei “The Harsh Light Of Day” jetzt wieder an das große Vorbild Elvis Costello mit Weezer-Einschlag in den Gesangslinien. Überhaupt besitzen die Texaner einen hohen Wiedererkennungswert, wofür vor allem Miles Zunigas Stimme verantwortlich zeichnet. Fastball bekennen sich erneut zu einem melancholisch rückwärts gewandten Sound, dessen etwas muffiger Staub aus dem Blues-belasteten Notenantiquariat der Südstaaten in den Ohren juckt. Namentlich die nicht gerade zimperlich verteilten Streicher und die Dauerpräsenz der Hammondorgel bringen durchaus Abwechslung in der ansonsten eher beschränkten Pentatonik der Rockmusik. Insgesamt spätsommerlich - beinah obsolet, aber schön – und herzlich willkommen.
Henning Poppe / Intro - Musik & so
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