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Harry ausser sich


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Produktinformation

  • Darsteller: Caroline Aaron, Kirstie Alley, Woody Allen, Demi Moore, Robin Williams
  • Regisseur(e): Woody Allen
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL, Farbe, Anamorph
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.85:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 15. Oktober 1999
  • Produktionsjahr: 1997
  • Spieldauer: 91 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00004S5PF
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 26.667 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Schreiben war für Harry ein Mittel, um mit seinem Leben fertigzuwerden. Und so hat er all seine privaten Erlebnisse in Literatur verarbeitet - und damit so gut wie alle seine persönlichen Beziehungen zerstört. Doch jetzt, wo seine Worte versiegen, kommt für die Freunde und Bekannten die Stunde der Abrechnung. Selbst die fiktiven Figuren in Harrys Werk treten plötzlich in sein Leben und stellen ihn zur Rede...und zu allem Überfluß ist der Vorschuß vom Verlag kassiert und längst aufgebraucht; draufgegangen für Schnaps, Pillen, Psychoanalyse und Prostituierte...

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Woody Allen hat mit Harry außer sich, einer auf bittere Art komischen Abhandlung über die Prozesse kreativen Arbeitens, gegen all seine Verleumder zurückgeschlagen. Der kampflustige Autor, Regisseur und Star ist dafür bekannt, dass er sein häufig stürmisches Privatleben für seine Filme ausbeutet, doch dieses Mal bemüht er sich nicht einmal mehr darum, unsere Sympathien für sein Alter Ego zu wecken. Harry Block (Woody Allen) wirft ständig Tabletten ein, sucht dauernd Prostituierte auf, betrügt alle Frauen in seinem Leben und schreibt dann die Wirklichkeit nur ganz leicht verändernde Geschichten über ihre Schwächen. Kein Wunder, dass sie alle mehr als nur wütend auf ihn sind.

Als Harry zusammen mit einer Nutte, einem kranken Freund und seinen von ihm entführten Sohn zu seiner Universität reist, löst sich sein Leben fast in einer Reihe von Rückblenden auf, die Harrys einzelne Beziehungen ihren nur ganz leicht übertriebenen fiktiven Aufarbeitungen gegenüberstellen. Den ganzen Film über gibt es einige amüsante Kurzauftritte, unter anderem eine witzige Nummer mit Demi Moore als erfundene Ex-Frau, die im übertriebenen Maße "jüdisch" geworden ist, und eine mit Billy Cristal als Teufel, dem Hollywood selbst für seinen Geschmack zu gemein ist. Der Humor des Films ist düster und ätzend, aber durchaus seiner Sache angemessen. Harry außer sich ist eine beinahe brillante Betrachtung der gelegentlich heiklen Beziehung zwischen Kunst, ihrem Schöpfer und der Kritik. --Diane Garrett -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 11. November 2005
Format: DVD
Dieser Film ist ungewohnt schroff, vulgär und herb. Der Zynismus und Sarkasmus, die hier an den Tag gelegt werden, sind bitterböse. Und gleichzeitig ist Harry, die Hauptfigur, ganz mitleiderregend tragisch. Harry ist ein Narzißt, wie er im Buche steht, und alles andere als sympathisch.
Ähnlich wie im Stadtneurotiker werden Zeitabläufe durcheinander gebracht, es gibt Rückblenden und Fantasiegespräche mit den Romanfiguren, aus Harrys Fantasie. Und wir sehen hier ein großes Staraufgebot, von Billy Crystal über Kirstie Allen zu Demi Moore und so weiter. Und sie alle sind spitze besetzt mit ihrer Rolle.
Was ich an diesem Film so schätze, ist, dass sowohl die Ideen zur Handlung als auch die Umsetzung mit verschiedenen Stilmitteln so kreativ ist wie kaum ein anderer Allen-Film. Deshalb rangiert er für mich auch ganz knapp unter dem Stadtneurotiker und sogar über Manhattan und Hannah.
Große Empfehlung!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Oliver Goltz am 18. September 2006
Format: DVD
Super-kreatives Alterswerk, variantenreich und doppelbödig verstrickt W. Allen hier Realität und Fiktion.
Harry Block, ein desolater, saufend-sarkastischer Schriftsteller, verarbeitet seine persönlichen Lebenserfahrungen mit zwischenmenschlichen Beziehungen, dürftig kaschiert, in seinen Büchern und zieht,wie zu erwarten war, den Zorn der Menschen seiner unmittelbaren Umgebung auf sich.Aus einem Wulst von Selbstzweifeln und penetranten Auseinandersetzungen, formt sich am Ende die Erkenntnis, für die Realität völlig ungeeignet zu sein und allein in der Kunst überleben zu können.
Der Film ist derartig einfallsreich und komplex, das man selbst nach mehrmaligen anschauen, immer wieder neue Details endeckt, die das Gesammtverständnis formen.Ein unglaublich witziger und gleichzeitig bitterböser, zynischer Woody Allen Streifen, der
nicht nur mit seinen alten Meisterwerken mithalten kann, sondern diese teilweise in den Schatten stellt, ohne Zweifel!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von DoK am 10. Februar 2009
Format: DVD
Ich habe sie noch nicht alle gesehen. Einige hoch gelobte Perlen fehlen noch (Broadway Danny Rose, Radio Days, Zelig, September). Aber von allen Allen-Fimen, die ich bisher gesehen habe, ist mir dieser der liebste. Keines seiner anderen Werke war so obszön, wild und durchgeknallt (zumindest seit den 80er Jahren). "Harry außer sich" wirkt wie eine bunte Zusammenfassung aller bisherigen Filme von Woody Allen. Zahlreiche Themen und Motive früherer Werke werden erneut aufgegriffen:
- Die Liebe zu einer jüngeren Frau ("Manhattan")
- Ehen, Scheidungen, die Beziehung zu Ex-Frauen ("Hannah und ihre Schwestern", "Ehemänner und Ehefrauen", "Alle sagen: I love you",...)
- Schreibblockade, Künstler in der Schaffenskrise ("Stardust Memories")
- Der Sensenmann tritt auf ("Love and Death")
- Ein Mann begehert die Schwester seine Frau ("Hannah und ihre Schwestern")
usw.
Allen präsentiert all dies jedoch so frisch und cool, dass man nicht den Eindruck hat, es schon einmal gesehen zu haben. Grandios auch die beiden Erzählebenen: Die "reale" Welt um Harry Bloch und die fiktive Welt seiner Geschichten. Der Film hat keine Längen, da immer wieder zwischen diesen beiden Ebenen hin und hergesprungen wird und er so wie eine launige, nie langweilige, Sketch-Comedy wirkt. Das Ensemble, das Allen hier präsentiert, sucht seinesgleichen. In noch so kleinen Rollen tummeln sich erstklassige Schauspieler (Julie Kavner, Mariel Hemingway, Robin Williams).

Dieser Film ist ein großartiges Potpori an Ideen und Kreativität. Mein Favourit-Woody Allen....bis jetzt!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 26. August 2007
Format: DVD Verifizierter Kauf
Ein Autor namens Harry Block bekommt sein Leben nicht auf die Reihe. Wenn er eine Beziehung hat, zerstört er sie, wenn möglich durch Seitensprünge, wenn nicht, dann durch Selbstmitleid und philosophische Ergüsse. Wenn er keine Beziehung hat, ist er unglücklich verliebt und erfreut sich der käuflichen Liebe. Mit seiner Umgebung kommt er ohnehin nicht zurecht, also beschimpft er sie in seinen Büchern. Aber auch das macht ihn nicht glücklich.

Es ist die große Kunst von Woody Allan, dass er diese eigentlich traurige Geschichte höchst unterhaltsam erzählt. Man hat viel zu lachen, besonders bei einem Besuch in der Hölle und bei einer Ehrung des Schriftstellers an seiner Universität, zu der er mit einer Leiche, einer Prostituierten und seinem entführtem Sohn anreist. Aber immer merkt man auch die Unruhe des Protagonisten, immer spürt man, dass er im eigenen Leben eigentlich nicht zu Hause ist und auch nicht sein will. Bis zum nächsten Lachanfall jedenfalls.

Formal bietet der Film auch neues. Er lässt das Leben des Romanautors mit seiner Fiktion zusammen fließen. Immer wieder sehen wir Szenen aus seinen Romanen, und dann wieder sehen wir die Figuren in der Wirklichkeit die entsprechenden Szenen nachspielen. Mit kleinen, aber wichtigen Unterschieden natürlich. Einem Schauspieler in der Fiktion steht ein anderer Schauspieler in der realen Welt gegenüber. Künstliche Schnittfehler symbolisieren, dass alles irgendwie außer Kontrolle ist. Zwei Figuren fließen zu einer zusammen. Und am Ende müssen die fiktionalen Figuren dem Schriftsteller die Wirklichkeit erklären, so durcheinander ist er.

Verwirrend, humorvoll, bösartig und unterhaltsam. Eine brillante Mischung.
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