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Doch das ist nur der Anfang. Rassistische Umtriebe versetzten die Zauberschüler in Angst und Schrecken. Ein Monster hat es auf alle muggelstämmigen Mitschüler abgesehen. Harrys beste Freundin Hermine ist bereits versteinert worden und Gilderoy Lockhart, der neue Lehrer für den Kampf gegen die dunklen Mächte ist eine einzige Niete. Elf Stunden braucht Harry Potter, um den Fall zu lösen. Ausgerechnet die maulende Myrthe, das wehleidige Gespenst von der Mädchentoilette, sitzt buchstäblich auf der Lösung.
Rufus Beck brilliert hier zum zweiten Mal in einer Harry-Potter-Lesung die eigentlich gar keine ist. Pure Schauspielerei wird geboten, Rufus Beck springt zwischen zwei Dutzend Rollen mühelos hin und her und wirklich jede Rolle erhält ihren eigenen, unverwechselbaren Charakter. Der mediengeile Zauberer Lockhart, der mit seiner Harry-Wijnvoord-Stimme allen auf die Nerven geht, ist ein kommödiantisches Highlight und den quietschigen Hauselfen Dobby werden Ihre Kinder sicher im Handumdrehen ins Herz geschlossen haben. Nur die Rolle des Harry Potter, mit dem sich die kleinen Hörer ja identifizieren sollen, bleibt bewusst zurückgenommen. Rufus Beck hat seine Lesung übrigens einer gestrengen Prüfung unterworfen. Die Kinder des Schauspielers waren die ersten Zuhörer der "Kammer des Schreckens" und haben Papis Interpretation für gut befunden, wie er Amazon im Interview verraten hat. Recht so Kinder! --Cornelia Eulitz -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Ein kräftiger Dreh an der Spannungsschraube und eine verwinkelte Geschichte (jedoch noch immer mit kleinen Lücken), sorgen für eine Steigerung des Potter-Fiebers.
Da zuviel gedruckte Worte scheinbar noch immer einige Leute abschrecken, oder dem einen oder anderen einfach die Zeit zum entspannten lesen fehlt, kann man sich den Abenteuern der Nachwuchszauberer nun auch per Hörbuch widmen.
Der Gedanke an Vertonung von Geschichten lässt einen immer an wilde, oder simpel gestrickte Hörspiele aus der Kindheit denken, die man damals einerseits toll fand, für die man sich heute aber irgendwie zu erwachsen fühlt.
Deshalb ging ich auch eher mit Vorurteilen behangen an die Audiobooks.
Und siehe da, ich bin bekehrt.
Die Umsetzung ist wirklich angemessen und mit Rufus Beck ist offenbar der ideale Sprecher am Werk.
Er erfüllt alle Charaktere mit einer solchen Lebendigkeit, das man sich alle Ereignisse bildlich vorstellen kann.
Dazu gehört leider auch der ewig nervende Dobby, aber das ist Geschmackssache.
Also, wenn sie sich noch nicht an die Bücher getraut haben, oder sich noch mal auf andere Weise von der Zaubererwelt begeistern lassen wollen, kann ich die Hörbücher auf jeden Fall empfehlen !
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