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5.0 von 5 Sternen
Harry Potters Hinterlassenschaft, 29. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Band 7) (Gebundene Ausgabe)
Die Hinterlassenschaft des Harry Potter:
Ein Kloss im Hals!
Joanne K. Rowling hat versprochen, dass dies das letzte Ihrer Bücher um den Zauberlehrling wird. Ich habe dass Buch gelesen und weiss nun, dass sie sich dran halten wird. Es wird Kritiker geben, die dieses und jenes an dem Buch finden werden. Es kann wohl nicht anders sein. Auch mir liegen noch ein paar Fragen auf der Zunge, genauer im Hals. Ich hätte nicht erwartet, dass die Geschichte so endet.
Keine Angst, hier wird , als Tribut an diejenigen, die sich, wie ich, bisher der ungewollten Informationen erwehren konnten, nichts weiter verraten.
Dennoch will ich das beschreiben, was es hinterlassen hat.
Die Gerüchte waren vielseitig: Es werden mindestens 2 Hauptdarsteller sterben, Dumbledore wird wiederkehren, mächtiger als je zuvor, Dumbledores Bruder wird den Kampf gegen den dunklen Lord führen...
An diesem Punkt wird es schwer weiterzuschreiben. Was darf ich sagen ohne etwas zu verraten?
Harry verliert vieles in den "Heiligtümern des Todes"
Er verliert nach und nach viele Freunde und Verbündete, einige durch den Kampf, einige durch Verrat.
Einige kommen zurück, manche werden niemals wiederkehren.
Aber bei jedem der geht, zieht sich uns der Hals etwas weiter zusammen.
Gegen Ende beginnt man die Figur des Harry Potter "wirklich" zu verstehen.
Mit all dem Leid, das er ertragen musste, bringt er die Bereitschaft auf, am Ende dieses Kampfes zu verlieren, damit andere vielleicht noch gewinnen können.
Ob er auch verlieren wird?
Philosophen werden hier schreiben, dass Harry in diesem Buch erwachsener wird,
begreift wofür es sich zu kämpfen lohnt.
Doch es geht in diesem Buch nicht nur um Harry, andere Figuren entwickeln sich ebenfalls.
Einige geben die Liebe auf, um für das einzustehen, woran sie glauben.
Einige die Furcht, um denen beizustehen, die sie lieben.
Die Protagonisten werden grösser, die Antagonisten merken dass sie kleiner sind als sie gedacht haben.
Wer sagt, dass die Geschichte erwachsener wird, hat gar nicht mal so unrecht.
Jetzt und hier endet sie und der Epilog verrät uns, wofür die Helden einstanden.
Und hinterlässt das sichere Wissen, dass es vorbei ist.
Hier kommen die zu Wort, die das alles als Unsinn abtun.
"Ein Märchen über Zauberei", "Ein Kinderbuch"...
Nun... wer von uns hat hat sich in den Geschichten nicht wieder erkannt oder sich in sie hinein gewünscht?
Wohl jeder der sie gelesen hat.
Ich selbst habe Harry Potter erst bemerkt als die Werbung für das vierte Buch startete. Da vielen mir die Leute auf, die im Zug und an den Bahnhaltestellen die älteren Ausgaben noch mal oder vielleicht zum ersten Mal lasen. Wie viele mögen es zu Hause gehabt haben?
Also ging ich in ein Buchgeschäft und besorgte mir den ersten Band.
Ich weiss nicht was es war, aber über die ersten 40 Seiten quälte ich mich nur so rüber. Es war eine Stunde die ich brauchte, um an der Geschichte gefallen zu finden. Vielleicht bin ich über den Beginn der mir wirklich nach Kinderbuch schmeckte, nicht so glücklich gewesen aber irgendwo traf Joanne K. Rowling die Entscheidung aus dem hervorzutreten, als was es begann, und entwickelte die Geschichte zu einem märchenhaften Abenteuer voller fantastischer Einfälle um einen Jungen, mit dem wir alle, ehrlich, gern getauscht hätten.
Wenn man diesen Umschwung bemerkt hat, dann ist er längst geschehen und man hat den ersten der Zauber dieser Bücher erfahren.
Das was sie ausmacht. Jeder kann Harry Potter lesen und das Phänomen erfahren, wenn sie / er bereit ist, zu lesen, zu erleben, dass diese Geschichten etwas tun, was man nicht erwartet. Nämlich uns auf einer Ebene zu erreichen, die wir vorher aus Büchern nicht gekannt haben.
Es ist wahr, dass Mrs. Rowling nicht zu den Literaturprofessoren dieser Welt gehört,
Sie schreibt nicht wie Kafka. Wozu auch, wenn man solches Talent hat?
Geschichten wachsen zu lassen ist eine Gabe, die nur wenigen von uns gegeben ist und hier haben wir es mit der vielleicht talentiertesten Person dieser Art zu tun.
Nun ist das Abenteuer vorbei. Was bleibt,ist das Wissen, das es nicht weitergeht, das eine Frau Wort gehalten hat, als sie begann, eines der grössten Werke der Literatur zu schaffen, wenn es auch nicht so geschrieben ist, dass nur die wenigsten ihm folgen können. Was bleibt ist, dass die Gefahren überstanden sind, obwohl man selbst die ganzen Jahre über im Sessel sass oder auf dem Sofa lag, während einem nichts passieren konnte und es irgendwie sogar bedauert.
Es bleibt der Kloss im Hals, dass Freunde gegangen sind, von denen man nur wieder hört, wenn man ins Bücherregal greift und von vorne zu lesen beginnt.
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75 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein würdiges Ende oder Die Wehmut der letzten Seite, 26. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Band 7) (Gebundene Ausgabe)
Jetzt ist es also soweit: Mit "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" findet die Geschichte um den Zauberer Harry Potter über ein Jahrzent nach der Erstveröffentlichung von Teil 1 ihr Ende; eine Geschichte rund um Drachen und Werwölfe, fliegende Besen, Hauselfen und all die anderen Elemente einer fabelhaften Welt, die man über die Jahre kennen und lieben gelernt hat. Groß waren daher die Vorfreude und die Erwartungen an den siebten und abschließenden Teil der Harry-Potter-Saga.
Und J.K. Rowling schafft es tatsächlich, nochmal alle zu überraschen. Sie beantwortet all die Fragen, die noch offen waren und Fragen, die nie gestellt wurden. Sie fügt alles zu einem Ganzen. Jeder Band hat rückblickend eine Funktion, eine spezielle Bedeutung, für die Gesamtgeschichte. Der Stil der Aurorin hat sich über die Jahre natürlich verändert, ist aber auch im letzten Band noch immer gekennzeichnet von der gleichen Wärme, dem gleichen Humor und der selben schier grenzenlosen Fantasie wie noch vor 10 Jahren, als mit "Harry Potter und der Stein der Weisen" alles begann.
Wie kaum einem anderem bzw. einer anderen gelingt es J.K. Rowling dabei, eine fantastische Welt lebendig werden zu lassen, den Leser zu fesseln, ihn mit den jeweiligen Charakteren leiden und bangen, hoffen und enttäuschen, erheitern und erfreuen - kurz um, mit ihnen empfinden zu lassen, wodurch ein ausgeprägtes Identifikationspotential zwischen dem Leser und den einzelnen Figuren entsteht. Für mich ist "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" einer der besten Bände. Über die Geschichte an sich, will ich nicht zu viel verraten.
Mit "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" schließt sich der Kreis; ohne Zweifel ist es ein würdiges Ende der Harry-Potter-Saga.
Fast wird man wehmütig, wenn man nach all den Jahren nun also die letzte Seite zu Ende liest und das Buch schließlich zuklappt. Es ist - pathetisch ausgedrückt - die Wehmut der letzten Seite, die es wohl nur bei wirklich großen, bei wahrhaft epischen Werken gibt.
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der -fast- perfekt gelungene Abschluss (Achtung: Spoiler), 1. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Band 7) (Gebundene Ausgabe)
So! Jetzt ist das siebte Buch auch gelesen. Im ersten Momennt danach denkt man sich "wow, wahnsinn, klasse!"
Aber dann fallen einem glein ein paar Kritikpunkte auf:
1. Snape kommt meiner Meinung nach zu kurz. Dass er im Endeffekt ein "guter" war, hat überrascht und war auch richtig gut für das Buch. Jedoch wurde er in Buch 6 als richtig übermächtiger Zauberer dargestellt und im siebten Buch wurde er zu Schlangenfutter! Das ist wirklich ein bischen lasch, für einen Charakter, der 6 Bücher lang aufgebaut wurde. Ein finales Aufbeugen gegen seinen Herren, ein Endkampf wäre besser gewesen.
2. Hermine und Ron gehen mal "schnell" in die Kammer des Schreckens und holen sich ein paar Basilisken-Zähne. Als ob sie schnell bei Aldi einen Sixpack-Dosenbier kaufen. Das ist zwar jetzt nicht unbedingt an den Haaren herbeigezogen, allerdings etwas lieblos dargestellt.
3. Der Schluss ("19 Jahre später"). Mir kam es beim Lesen so vor, als ob der Verleger des Buches hinter Frau Rowling gestanden hat und meinte:" So, jetzt schreiben sie noch schnell was von den Kindern unserer Protagonisten und dann reichts, wir müssen mit dem Drucken anfangen!". Da wär mir ein völlig offenes Ende lieber gewesen!
So jetzt zu den positiven Punkten, bzw. zu Stellen, die mir am besten gefallen haben:
1. Snapes Geschichte. Hier war das typische Harry-Potter-Buch-Lese-"AHA"-Erlebnis wieder da. Klasse gemacht!
2. Dobbys Tod. Der wurde meiner Meinung nach am dramatischten dargestellt, da sich die Autorin auch richtig dafür Zeit genommen hat.
3. Bellatrix Lestrange hat in diesem Buch richtig geglänzt und war für mich fast mehr der Inbegriff des Bösen, als Voldemort selbst.
... mehr fällt mir im Moment nicht ein. Vieleicht auch, weil ich zu überwältigt von der ganzen Story bin und den Ereignisen, die damit verbunden sind!
Alles in allem: Wer die Vorgänger gelesen hat, wird sich auch dieses Buch kaufen, und kann, abgesehen von ein paar Punkten getrost zugreifen!
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