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Harry Potter und der Halbblutprinz (1 Disc)

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Produktinformation

  • Darsteller: Daniel Radcliffe, Emma Watson, Rupert Grint
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Italienisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 20. November 2009
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 147 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (156 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002NTFIUI
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 1 in DVD & Blu-ray (Die Bestseller DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Harry Potter und der Halbblutprinz ist die nunmehr sechste Potter Verfilmung. Eine düster-gigantische Materialschlacht mit romantischen Untertönen. Auch Harry Potter wird schliesslich älter.

Seit 1997 hält Joanne K. Rowlings Harry Potter die Welt in Atem, vor allen Dingen die Welt von lesehungrigen Jugendlichen. Als die erste Potter Verfilmung 2001 in die Kinos kam wunderte sich noch so mancher Erwachsene über die scheinbar grenzenlose millionenfache Begeisterung der halbwüchsigen Fans. Doch schon wenig später sah man in der U-Bahn oder im Café erstaunlich viele Eltern und Grosseltern, tief versunken und wohlig entzückt, in der Hand ein Potter-Buch, im Gesicht ein versonnenes Lächeln. Mittlerweile ist Harry Potter beinahe selbst erwachsen geworden und von der naiven Unschuld der ersten Bücher weit entfernt. Harry Potter und der Halbblutprinz ist wie die Romanvorlage der bislang dunkelste Teil der Reihe.

Voldemorts Einfluss wird immer grösser. Selbst in Hogwart fühlt man sich nicht mehr sicher. Dumbledore (Michael Gambon) bereitet Harry Potter (Daniel Radcliffe) auf die Entscheidungsschlacht vor. Teil seiner Strategie ist es den ahnungslosen Lebenskünstler Professor Horace Slughorn (Jim Broadbent) in seine Pläne einzubeziehen und sich durch dessen Wissen den entscheidenden Vorteil im Kampf gegen Voldemort zu verschaffen. Während die Kreaturen des furchtbaren Schwarzmagiers durch London wüten und die Apokalypse einläuten, vollzieht sich hinter den Mauern Hogwarts jedoch noch etwas anderes. Im Angesicht der Zerstörung erblüht die romantische Liebe.

Regisseur David Yates war bereits für den fünften Teil der Saga verantwortlich (Harry Potter und der Orden des Phönix) und entfacht im sechsten Teil ein CGI-Spektakel. Erstaunlicherweise konzentriert man sich diesmal weniger auf die Actionanteile der Geschichte sondern legt den Akzent auf die Atmosphäre, und damit auf die Stärke der Romane. Harry Potter und der Halbblutprinz ist vielleicht sogar der atmosphärisch überzeugendste Potter Film, er ist jedoch ganz sicher der düsterste. Mit der Transformation des kleinen Harry in den Auserwählten verändert sich auch das Umfeld des Waisenknaben. Der Einsatz wird höher, sowohl auf dem Schlachtfeld des Lebens als auch auf dem der Herzen. Die Pubertät und ihre Verirrungen halten Einzug in Hogwart, die Hormone spielen verrückt und selbst Ron (Rupert Grint) wird durchgeschüttelt. Im Mittelpunkt jedoch steht zweifellos der Kampf gegen das Böse. Hartgesottene Potter Fans wissen bereits wie das Finale im siebten Band laufen wird. Alle anderen dürfen sich zunächst über spannende zweieinhalb Stunden freuen bevor es dann 2010/2011 auf die Zielgerade geht. --Thomas Reuthebuch



Produktbeschreibungen

Harry Potter und der Halbblutprinz

Als Lord Voldemorts Faust sich immer enger um die Welt der Muggels und der Zauberer schließt, ist auch Hogwarts nicht mehr so sicher wie früher. Harry vermutet die Gefahr in der Burg selbst, doch Dumbledore konzentriert sich eher darauf, Harry auf die Entscheidungsschlacht vorzubereiten, die nun bald bevorsteht. Gemeinsam suchen sie nach einer Strategie, mit der sich Voldemorts Verteidigungslinien durchbrechen ließen. Zu diesem Zweck engagiert Dumbledore seinen alten Freund und Kollegen Horace Slughorn, der offenbar über entscheidene Informationen verfügt.


Trotz der drohenden letzten Auseinandersetzung knospen in Harry, Ron, Hermine und ihren Mitschülern romantische Gefühle. Während alle Welt verliebt ist, bahnt sich eine Tragödie an, die Hogwarts unwiderruflich verändern könnte.


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171 von 218 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wer will den FILM wirklich sehen? Der sollte!, 22. September 2009
Unbestritten hätte man den Film besser machen können, vom Buch aus betrachtet.
Aber wie bei jeder Verfilmung ist es schwiegig, den Fantasien der einzelnen Leser gerecht zu werden.
Ich war von Teil 3 als Film so enttäuscht, dass ich seitdem einiges anders mache:
1. ich lese vorher nicht extra nochmal das Buch. Dadurch wird mir nachher im Film nicht jedes kleine Detail, das vom Buch abweicht, so stark bewußt.
2. ich sehe den Film als eigenständiges Werk. Dann muß ich nicht dauernd meinen Ärger über Abweichungen, Weglassungen und Änderungen spüren.
Worauf jeder Einzelne besonderes Augenmerk legt, was man in seinem Kopf für Bilder malt, dass gehört zum Buch. Wenn manche Leute sich sogar schon die Musik vorstellen beim Lesen, dann werden die Erwartungen unerreichbar hoch. Darum nicht mit der Schablone des Buches den Film ansehen, sondern ihn einfach so auf sich wirken lassen.
Ich bin schon lange traurig, dass man seit dem 2. Film keinen Dobby mehr sieht, dass Peeves von Anfang an nicht dabei ist, dass Petunia und Dudley dunkelhaarig sind, dass der erste Dumbledore-Darsteller verstorben ist, dass soviele wunderbare Szenen aus dem Buch nicht ihren Weg in den Film gefunden haben, zum Teil sogar geändert wurden,... Ich könnte so vieles aufzählen.
Die Frage sollte sein: Sehe ich mir den Film an, um genau das zu sehen, was ich mir vorgestellt habe? Wer die mit ja beantwortet, sollte nicht ins Kino gehen/die DVD kaufen.
Mich hat der Film erreicht, ich fand z.B. den Kuß zwischen Harry und Ginny "magisch", und die Mimik von Prof. Slughorn allein ist schon ein Kaufgrund. Die Schlüsselszene auf dem Astronomieturm war durch die Umgestalltung für mich noch dramatischer, weil ich das nämlich so sehe: Als Harry auf Snape hin sich nicht rührt und ihm somit letztlich doch vertraut, in diesem entscheidenen Moment, macht die Sache eigentlich noch tragischer.
Und das er nichts unternimmt, als es passiert ist eine typisch, menschliche Schockreaktion. Man ist gelähmt. Das ist nichts Hollywood-erdachtes, so reagieren 65% der Menschen, wenn sie etwas schockierendes erleben.
Ich bin, wie viele Andere hier auch, schon sehr gespannt auf die folgenden Teile. Ich werde sie mir aber nicht im Vorfeld schon mieß machen, indem ich denke: 'na, da bin ich mal gespannt, wie sie das nun machen wollen, wo doch so viel im 6. gefehlt hat..' Das werden wir dann schon sehen!
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182 von 256 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen "Du solltest dich rasieren, Harry.", 6. September 2009
"Ich schau dich an und sehe immer noch den elfjährigen Jungen von damals. Ich vergesse ganz, wie Erwachsen du doch mittleweile geworden bist."
So (sinngemäß) redet Dumbledor mit Harry.
Besser kann man meine Gefühle für den Film nicht zusammenfassen.
Harry Potter, ein Stück Popkultur, ein Teil meiner Jugend. Nicht nur Harry wird erwachsen, ebenso der Leser und der Film selbst.
Ich habe kurz vor dem Kinostart nochmal sämtliche Filme angeschaut und Bücher durchgelesen. Es ist interessant, wie sich meine Blickweise darauf geändert hat.

Buch 6 sehe ich trotz des sehr guten Endes, als schwächsten Teil der Geschichte, weil es nur Bindeglied ist und es hauptsächlich darum geht Informationen zu übermitteln.

Unter dieser Vorraussetzung ist der Film recht gut geworden.
Nachdem ich die letzten beiden Filme zerissen habe (insbesondere den völlig mißratenen Feuerkelch), sag ich es gleich am Anfang: Der Film hat mich überzeugt und fantastisch unterhalten, besonders wegen der gelungenen düsteren Atmosphäre. Er ist mit Abstand der dunkelste der Filme bisher.

Dennoch gibt es wieder einige Punkte, die mich gestört haben:

1) Die Reihe nimmt immer mehr Form einer TV-Serie ein. Ich beziehe mich hierbei aufs Storytelling. Die Haupthandlung wird wie in Film 4 und 5 immer mehr in den Hintergrund gerückt für Nebenschauplätze. Insbesondere der Liebesirrungen. Auch wenn das ganz nett in Szene gesetzt wurde und ich froh bin, dass es dabei ist, so finde ich es schade, dass das zu Lasten von wichtigeren Handlungssträngen fällt (siehe Punkt 2). Ich hätte mir bei den Beziehungsgeschichten etwas mehr Seriösität und besonders Subtilität gewünscht. Somit wirkt das ganze eher wie eine platte Liebeskomödie und die Päärchenbildung wirkt erzwungen und nicht konsequent logisch. Eben ähnlich wie in TV-Serien, wo man Zeit für solche Nebenschauplätze hat und diese sogar braucht um Konflikte zu strecken und die Handlung über so lange Zeit aufrecht zu erhalten. In einem Kinofilm finde ich das unangebracht. Da bringt man sich um die Möglichkeit ein Fantasy-Epos zu gestalten und zieht das ganze auf Serienniveau à la Buffy herunter. Ich nehme an, dass das dem Rest Zielgruppenausrichtung auf Teenager zu verdanken ist. Schade, denn wie das Anfangszitat beweist, ist der Film ansonsten eher Erwachsen, so dass man dem Zuschauer hier mehr Ernsthaftigkeit zutrauen könnte.

2) Der Film hält sich dicht ans Buch, was als Fakt allein weder gut noch schlecht ist. Änderungen, die dem Medium Film oder der Straffung geschuldet sind und die Handlung nicht groß beeinflussen sind akzeptabel umgesetzt worden. Auch wenn viele Fans es sich wünschen: eine 1:1 Umsetzung ist nicht immer sinnvoll. Meine Kritik betrifft die Passagen, die m.E. grundlos geändert oder weggelassen worden sind, die elementar für die Gesamthandlung sind.
Mir fehlen wichtige Erinnerungen an Voldemort und die dazugehörigen Gespräche mit Dumbledore. DAS ist für mich der Hauptgedanke der Geschichte und wurde (wie erwähnt zugunsten der Beziehungsgeschichten) stark beschnitten. Dadurch verliert der Film sein Hauptziel aus den Augen und ich bin gespannt, wie die Macher es im siebten und achten Film schaffen wollen, dass Harry draufkommt, welches die restlichen Horcruxe sind, ohne dass es wie das sprichwörtliche Kaninchen aus dem Hut wirkt.
Die Charakterstudie Voldemorts hätte dem Film sehr gut getan, taucht er diesesmal doch nicht personifiziert auf, sondern immer nur als dunkler Schatten der Ereignisse, der über allem schwebt.
Schade find ich, dass der Trauer um Sirius gar keinen Platz eingeräumt wird, da hätte eine Menge Potential dringesteckt.
Die Änderung, dass Harry am Ende von Dumbledore nicht gelähmt wurde und damit Handlungsfähig bleibt, sowie die kurze Begegnung mit Snape vorher verstehe ich nicht. Das ist für mich ein erzählerischer Fauxpax, der ein zu großer Fingerzeig ist auf die Rolle Snapes.
Zudem passt es nicht zu Harry, dass er tatenlos zuschaut. In jedem Film/Buch wird drauf eingegangen, dass er überall dazwischenstürzt wenn er kann und sich einen Dreck um Anweisungen kümmert, wenn es darum geht jemanden zu retten. Ich empfinde diese Szene als großen Bruch.

3) Die Musik. Nachdem der großartige John Williams die Folgeaufträge hat sausen lassen, konnte es ja nur schlechter werden. Bei dem was Hooper allerdings hier abliefert, kann ich nicht verstehen, warum die Produzenten tatenlos zugesehen haben. Sie scheinen keinerlei Ahnung zu haben, welche Rolle Musik im Film spielt. Ein paar zufällig zusammengesuchte Harmonien und Akkorde, ein paar Unisonopassagen, ein paar schwelende lautmalerische Klänge reichen bei einem Film dieser Größenordnung nicht aus. Sämtlicher Tiefgang ist weg. Man merkt Hooper eindeutig an, dass er "nur" TV Komponist ist (ohne diesen Job herabzuwürdigen, es gibt durchaus auch gute Musiker in diesem Bereich wie Murray Gold) und an seine kompositorischen Grenzen stößt. Er schafft es nicht wie John Williams mit seiner Musik den Film auf eine höhere Ebene zu heben. Er begleitet die Bilder nur und das recht dünn.
Beim Lesen der Bücher hatte ich mir mit John Williams Themen im Ohr bereits vorgestellt, wie grandios und herzergreifend traurig man das Phoenixthema am Ende wieder aufnehmen könnte. Leider sucht man hier vergebens nach Eigenständigkeit des Soundtracks.
Zum Glück hat sich Williams bereits bereit erklärt Film 8 zu übernehmen, wenn es zeitlich passt.

4) Der Idiot auf dem Speicher
Es gibt manchmal eine einzige Szene, die einen ganzen Film herunterziehen kann. Leider hat dieser Film eine solche amateurhafte Szene. Ich weiß nicht, ob das eine Unzulänglichkeit des Drehbuches oder des Regisseurs ist. Es ist die Sezene in der Harry Bella Lestrange verfolgt und mit Ginny durch das Feld rennt. In Fachkreisen nennt man eine Figur die sich dumm verhält und unnötig und unlogischerweise selbst in Gefahr begibt "Idiot auf dem Speicher". Benannt nach bekannter Klischeefigur aus B- Horror Filmen, wo die Figur ein Geräusch auf dem Speicher (oder sonstwo) gehört hat und nur mit einer Taschenlampe bewaffnet sich aufmacht nachzuschaun was das wohl war. So dämlich wird sich keine Figur verhalten, es sei denn im Affekt. Das ist hier nicht der Fall. Mir hat diese Szene den Film ziemlich vermiest und ich habe sie als plumpes Spannungserheischen abgehakt.

Zum Schluss noch ein paar positive Anmerkungen:

1) Die Schauspieler
Alan Rickman, der wohl prägenste Schauspieler dieser Serie bekommt endlich wieder mehr Leinwandzeit, wie immer großartige Darbietung. Seine "Offenbarungsszene" hat mir einen Schauder über den Rücken laufen lassen.
Michael Gambon ist endlich angekommen als Dumbledor. Während er in Film 3 gewöhnungsbedürftig, in Film 4 und 5 etwas lustlos wirkte (was seine Interviews bestätigen) läuft er hier zu Bestform auf. Endlich merkt man, was er für ein klasse Schauspieler ist.
Es scheint Tradition bei den Potter Streifen zu sein, dass die Neuzugänge 100 % passen und gute Leistung liefern. Jim Broadbent alias Slughorn macht einen sehr guten Job.
Und dann noch ein Wort zu zweit "alten" Gesichtern.
über die Jahre hinweg hat Radcliff sich gut entwickelt. War am Anfang sein hölzernes Spiel in dem Trio noch der Störfaktor, so hat er seine Entwicklungsmöglichkeiten ausgeschöpft, was man bei den beiden anderen nicht behaupten kann. Die ziehen immer noch die selbe Fluppe wie zu beginn. Großes Lob also für den Potter Mimen, nachdem ich die letzten Jahre über ihn gemeckert habe.
Und auch Tom Felton liefert eine gute Leistung ab als Malfoy. Endlich hat er Gelegenheit dazu.

2)Die Atmosphäre
Der Film ist sehr düster und auch Visuell sehr dunkel gehalten. Insbesondere ist hierbei der Anfang des Films zu nennen, der mir sehr gefällt. Dadurch dass London und der Untergrund mit einbezogen werden kommt eine ganz besondere Atmosphäre auf.


Alles in allem hat mich der Film glänzend unterhalten. Bis auf angesprochene Kritikpunkte und dass ich der ermordeten Hauptfigur einen etwas langsamer in Szene gesetzten Abgang gewünscht hätte und es schade finde, dass die Beerdigung wegfällt, kann ich aufgrund der Buchvorlage nur sagen: Gute Umsetzung. Atmosphärisch dichter Film.

Daher 3,5 Sterne, wohlwollend auf 4 aufgerundet.

PS: Meine bisheriger Potter Filmranking (wobei man die Filme nicht wirklich vergleichen kann)
1. Stein der Weisen (*****)
2. Gefangene von Azkaban (*****)
3. Kammer des Schreckens (*****)
4. Halbblutprinz (**** )
5. Orden des Phoenix (*** )
6. Feuerkelch (** )
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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Man stelle sich vor: Unterschiede zum Buch, trotzdem gelungen!, 1. November 2009
Vorweg: Es gibt einige Rezensenten, die sich bei diesem Film darauf beschränkt haben, die Unterschiede zwischen Film und Buch aufzuzählen und für jeden Unterschied einen Stern abzuziehen, was ich für die bescheuertste und blödsinnigste Variante halte, etwas zu bewerten. Sicherlich haben diese Leute in einigen Punkten ganz Recht: Über die Horkruxe zum Beispiel wird viel zu wenig erzählt, die Erinnerungen wurden auf das Allernötigste zusammengekürzt und das Augenmerk doch etwas zu sehr auf den Komödien-Aspekt im Buch gelegt, der allerdings durchaus auch seine Reize hat ("Meine Lippen hängen schon in Fetzen, siehst du?"). Sicherlich wird es für die Filmemacher schwer, die Erklärungen über die Horkruxe im siebten Teil richtig einzusetzen, allerdings wird der siebte Film auch ein Zweiteiler sein, in den sich solcherlei Fakten sicherlich problemlos eingliedern lassen. Ich schlage vor, den nächsten Film abzuwarten, anstatt sich über Ungereimtheiten vom Film zur fortsetzenden Buchvorlage aufzuregen. Als besonders peinlich empfinde ich einen Ausbruch eines anderen Rezensenten, dessen Rezension nur daraus besteht, die Unterschiede von Film - Buch aufzuzählen und nicht ein Wort über Darsteller, Regie oder Filmmusik verliert. Sowas ist doch das, was man als potentieller Kunde am wenigsten brauchen kann.

Auch ich habe das Buch gelesen und empfinde es (wie alle Bücher der Serie) als um einiges besser als den Film, allerdings ist J.K. Rowling eine derart gute Autorin, dass es mir unmöglich erscheint, einen Film zu produzieren, der dem Buch gerecht wird. Ich plädiere dafür, die Filme für sich zu bewerten und nicht Zeter und Mordio zu schreien, wenn die Eingangsszene nicht bei den Dursleys, sondern in der U-Bahn stattfindet. Zudem empfand ich das Drehbuch-Desaster im Feuerkelch als um einiges schlimmer (Man erinnert sich: Crouch liegt tot im Wald und wird nie wieder erwähnt).

Nun zum Film: Er erinnert in der Art, wie er aufgezogen wurde, sehr an den fünften, düstere Farben dominieren. Schon in der Eingangsszene wird die großartige Weise, wie der Film in Szene gesetzt wurde, unter Beweis gestellt. Das erste Mal seit dem ersten Film wird die Muggelwelt von Magie heimgesucht, die Todesser (wobei es mich immer noch ärgert, dass sie fligen können) lassen eine Brücke einstürzen und - wie kurz zu sehen - entführen sie auch Ollivander, ein hervorragende Adaption des film-untauglichen Gesprächs zwischen Fudge und dem Premier-Minister. Lustigerweise wird es das einzige Mal sein, dass eine Szene mit geradezu bombastischer Aufmachung gezeigt wird, den Rest des Films passiert nur sehr wenig wirklich Actionlastiges, wenn man einmal von der Szene in der Höhle absieht. Danach geht es schon ziemlich ruhig weiter. Dumbledore, der von Michael Gambon endlich als der weise Mann gespielt wird, der er auch ist, holt Harry in der U-Bahn ab und nimmt ihn mit zu Professor Slughorn, den Dumbledore wieder ins Lehrergeschäft zurückholen will, was schließlich Erfolg hat. Jim Broadbent als Slughorn macht im weiteren Verlauf des Filmes eine großartige Figur.

Wenn man einmal von den paar schlechten Buchänderungen absieht, von denen ich mir auch nicht sicher bin, ob das zufriedenstellend hätte erklärt werden können, ohne dass es langweilig wird, ist der Film ein großartiger Mix aus Komödie und Thriller. Die Musik ist so gut wie noch nie, selbst Rupert Grint, der endlich mal einen Ron spielt, der ihm mehr liegt scheint wie Michael Gambon endlich in seiner Rolle angekommen zu sein und es gibt mindestens vier oder fünf Szenen, die wirklich sehr schön gemacht sind, wie zum Beispiel Hermine, die in ihrer Wut auf Ron die Vögel auf ihn loslässt. Die Szene unter dem dunklen Mal, in der die Schule um Dumbledore trauert sorgt für Gänsehaut und feuchte Augen, ohne ein Wort, ohne Bewegung, fast nur mit Musik und einem großartigen Bild, das einen so schnell nicht mehr loslässt. Um der Komödie jedoch gerecht zu werden, sollte ich unbedingt noch die Szene erwähnen, in der Harry wie auf Drogen unten bei Hagrid sitzt. Großartiges Zusammenspiel aller Charaktere und Schauspieler.

Fazit: Der sechste Film könnte ein echtes Highlight der Reihe sein, wäre er handlungsmäßig nicht eine Überleitung zum noch folgenden Zweiteiler. Man kann also nur erahnen, was in diesem auf die Zuschauer zukommt. Wenn das Niveau gehalten wird, einer der besten Fantasy-Filme aller zeiten.
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